Hauptmenü

Neueste Beiträge

#61
Die Elektrik und der Kupferwurm ... / Drehstromlichtmaschine
Letzter Beitrag von motoclub - 25 August 2026, 11:24:32
Du hast da eine 'ganz normale' LiMa der BMW /5-Baureihe.

Der LiMa-Anker hat einen Widerstand von rund 3,5 Ohm, also sind 4 A Feldstrom normal (3,5 Ohm x 4 A = 14 Volt - passt also grob).

Geh mal davon aus, dass das Werks in tausenden /5 gelaufen hat, also läuft es auch, wenn alles ok ist, auch bei Dir.
#62
Beiwagen & Co / Speichen für 19 Zoll Halbnaben...
Letzter Beitrag von mitoma68 - 24 August 2026, 22:39:11
Die WWS-Speichen M5 ED halten bisher 1A! Inzwischen fahre ich das Gespann auch nicht mehr nur wie ein rohes Ei - und siehe da, bisher hält es.
Im Vorderrad und im SW-Rad habe ich die M5 DD (Edelstahlspeichen) von BMW Classics - dort halten die bisher problemlos. Nur im Gespann-Hinterrad haben die (bei mir) nix mehr zu suchen. Da kommt nur noch WWS M5 ED verchromt infrage. Gruß, Thomas
#63
Beiwagen & Co / Unterschiedliche ZK Temperatur
Letzter Beitrag von mitoma68 - 24 August 2026, 22:29:53
Hallo zusammen,
habe es heute spaßeshalber auch mal gemessen - auch bei mir läuft im Gespann der linke Kopf ca. 13K wärmer als der rechte Kopf - 145:132 nahe AV. Gleiches Ergebnis wie bei Klaus.
Interessant wäre, ob das rein zufällig fast gleich ist bzw. was im Solobetrieb heraus kommt.
Hat evtl. mal jemand mit Solomaschine Zeit und Muse für eine Messung?
Vielleicht hatten wir beide auch zufällig leicht Steuerbord-Wind - der rechte Kopf lag im Luv und der linke Kopf lag im Lee... ;-)
Ohne Schmarrn - vielleicht ist es doch so, dass das SW-Boot zusätzlichen Luftmengen zum rechten Zylinder/Kopf verdrängt/leitet, so dass die Luftströmung dort etwas stärker ist und er dadurch stärker gekühlt wird.
Gruß, Thomas
#64
Die Elektrik und der Kupferwurm ... / Drehstromlichtmaschine
Letzter Beitrag von JensR25 - 24 August 2026, 21:59:37
Danke für die Erklärungen, bei mir ist etwas Jüngeres verbaut als Baujahr 1963 des Motorrades.
Ich habe ein paar Bilder angefügt. Die Technik ist mir klar, lediglich die normale Höhe des Erregerstromes nicht.
Im Stand mit Licht an und niedriger Drehzahl ging der auf 4A hoch, kann der Regler das auf Dauer ab oder raucht der irgendwann ab? Den Widerstandswert des alten Rotors kann ich nicht ermitteln, Unterbrechung ist im Feld.
#65
Die Elektrik und der Kupferwurm ... / Drehstromlichtmaschine
Letzter Beitrag von motoclub - 24 August 2026, 11:40:57
Hallo,

der Kollege alt-aber-gut hat ja schon einiges erklärt, nicht alles präzise korrekt, aber im Großen und Ganzen passt das schon. Ich versuche mal, ein paar Details zu ergänzen:

Ein Rotor mit Unterbrechung ist bei den Drehstrom-Limas nicht ungewöhnlich und da dieser die Vor-Erregung über die Kontrolllampe bekommt, ist es die logische Folge, dass dann das Lämpchen aus bleibt.

Der Regler regelt ausschließlich den Rotor - der Stator wird nicht irgendwie geregelt - dieser liefert nur den Messwert. Im Stand bekommt der Rotor einen kleinen Strom durch die Ladekontrollleuchte, läuft dann die Lima an, wird am Stator eine Wechselspannung 3ph induziert. Dabei 'gibt der Regler keinen Strom aus', sondern er schaltet den Stromfluss der Batterie durch den Rotor ein. Die angegebenen 4 Ampere passen grob. Ist der Strom durch den Rotor maximal, ist die Laderspannung maximal.

Eine Batterie gibt auch im geladenen Zustand keine 13,5 V ab - das sind gut 12 V. Wenn die Batterie geladen wird, muss der Regler das Bordnetz auf 14,4 V max begrenzen, ansonsten vertragen die meisten Batterien das nicht, die wird dann 'gekocht'. Ist die Batterie einmal geladen, begrenzt der Regler die Bordnetzspannung auf rund 13,8 V, das ist dann die sog. 'Lade-Endspannung' der Batterie und der Regler verhindert ein Überladen.

Der Regler regelt nie kontinuierlich, dabei würde zu viel Wärme umgesetzt. Der Regler schaltet permanent Ein / Aus, die Einschaltzeit entscheidet dann über die Spannung, die sich einstellt. Das kann ein elektr. Regler natürlich viel besser als ein mechanischer, bei dem sich die Verhältnisse über Zeit stetig ändern. Trotzdem funktionieren auch mech. Regler über 100 tkm und mehr unauffällig, wenn alles andere stimmt!

Bei den Limas der /5/6/7 sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Limas verbaut: Die frühen haben eine Stator-Aufnahme von 105 mm (das ist kein Konus, diese Bezeichnung verwendet man eher beim Rotor, bei den Rollenboxern gab es da 17 - und 20 mm-Konus), später waren es 107 mm. Die Aufnahme ist zylindrisch.




#66
Die Elektrik und der Kupferwurm ... / Drehstromlichtmaschine
Letzter Beitrag von alt-aber-gut - 23 August 2026, 21:13:28
Jens, du hast eine R50/2 mit einer Drehstromlima wie von der /5 Baureihe danach.
Das bedeutet 12V bei 180Watt Dauerleistung ab einer bestimmten Drehzahl. Diese frühe Lima von Bosch wurde durch einen damals nur mechanischen kontaktgeschalteten Regelschalter reguliert (auf 13,8 Volt in der originalen Konfiguration bei Auslieferung). Die 4Amps bei 12V bedeuten 48 Watt und max.55 Watt bei 13,8V.
Diese Leistung schafft heute aber jeder elektronische Regler mit Sicherheit besser als damals die recht ungenauen mechanischen Kontaktregler mit ihren verschleißenden Kontaktzungen. Zudem belastet ein moderner elektronischer Regler die Lima weit weniger da er viel schneller auf Spannungsschwankungen reagiert.
Ich vermute das dein jetziger Regler ein elektronischer ist und dieses mit einigen Sicherheitsreserven leisten kann. Falls du noch einen mechanischen Regler (von Bosch) eingebaut hast ist auch hier das Risiko einer Überlastung eher unwahrscheinlich soweit der Regler kontaktmäßig richtig eingestellt und in gutem mechanischen Zustand ist.
Nachsatz zu den Bauarten der Rotoren der /6 und /7 Modelle : hier ist schon immer der neue 107 Konus, verbaut und nur hier gibt es auch die Anker mit denunterschiedlichen max Erregerströmen. Für die ersten (alten) Drehstromlimas mit dem 105 Konus der Schwingenboxer und der /5 sind nach meinem Kenntnisstand alle Rotoren elektrisch identisch! Ich sehe in deiner Konfiguration keinerlei elektrische Probleme. Grüße, *****
#67
Die Elektrik und der Kupferwurm ... / Drehstromlichtmaschine
Letzter Beitrag von JensR25 - 23 August 2026, 13:54:13
Danke für die Erklärung. Die Lichtmaschine funktioniert, meine Frage bezieht sich auf den Strom der durch den Regler geht. Es gibt Rotoren mit unterschiedlichen Widerstandswerten und dadurch wird sich auch der Eregerstrom ändern und ich möchte keinen Fehler machen. Kann ein Regler 4A oder welcher Bereich ist normal ?
#68
Die Mechanik und ihre Tücken / Kolbenring ist Festgewachsen
Letzter Beitrag von alt-aber-gut - 22 August 2026, 21:25:40
Alles richtig gemacht, denn nur kann man dabei auch etwas Neues lernen.
Dein Mot-Instandsetzer hatte augenscheinlich keine Lust zu Erklärungen, denn dies wäre eigentlich die einzig richtige Vorgehensweise gewesen um einen Kunden zu beraten. Das er natürlich keine 2 Std Arbeitszeit verrechnen wollte ist schon klar. Allerdings ist für den Fachmann das Entfernen eines festsitzenden Kolbenrings nur ein Aufwand von wenigen Minuten und selten mehr.
Ich würde nun den sauberen Kolben gut trocknen und dann bald mit frischem Öl vor Oxitation schützen.
Grüße, *****
#69
Die Elektrik und der Kupferwurm ... / Drehstromlichtmaschine
Letzter Beitrag von alt-aber-gut - 22 August 2026, 21:13:28
Guten Abend Jens25
Wenn hier niemand in den letzten 24 Std antworten möchte, dann versuche ich es einmal kurz zu beschreiben.
Stator und Rotor bilden eine Einheit und werden über den Regelschalter auf die max Spannung von 14,2V eingeregelt.
Ein Test ist kurz und einfach zu machen; die Batterie sollte dazu aber normal vorher geladen sein.
1.
Die Spannung an den Batteriepolen messen und notieren bei komplett alles abgeschaltet. (Zündung und Standlicht also aus)! Die Spannung sollte nun gut 13,5V betragen.
2.
dann den Motor starten und auf ca 2000U/min bringen. Keine zusätzlichen Verbraucher zugeschaltet und Spannung wieder an den Batteriepolen messen. Jetzt sollten mindestens 13,5 bis 13,8V anliegen.
3.
Nun die Drehzahl beibehalten und das Fernlicht und Bremslicht zuschalten. Auch jetzt darf die Spannung nicht wesentlich abfallen und sollte immer mindestens über 13,6V liegen; dann wäre alles im grünen Bereich und die Lima o.k.

Wenn die gemessenen Werte zu niedrig ausfallen dann auch das 3-adrige Verbindungskabel zwischen Lima und Diodenplatte auf Korrosion der Flachstecker prüfen.
Auch kann die Diodenplatte (Gleichrichter) defekte Dioden aufweisen und so nur 2 von den 3 Phasen der Lima gleichrichten mit dem Ergebnis einer zu niedrigen Spannung bei Belastung durch mehrere Verbraucher.
Die Spannung ist dann nur bei den zugeschalteten Verbrauchern zu niedrig.
Eventuell den Reglerschalter einjustieren wenn hier eine Einstellmöglichkeit gegeben ist per Einstellpoti!
Mehr ist nicht zu machen um die Funktion des kompletten Systems zu testen, also schnell erledigt. Grüße, *****
#70
Die Mechanik und ihre Tücken / Kolbenring ist Festgewachsen
Letzter Beitrag von Alexander - 22 August 2026, 12:14:55
So , jetzt hab ich den Kolbenring in Stücken da heraus .
Mit dem kleinstmöglichem 1,8mm Schlitz Bit , in den geschlossenen Ring-Stoß geklopft und dann hochgehebelt . Der Ring brach Stückweise ab . Das ging in der Ringnut Schadensfrei .
Danach ein kleines Bad im Bad mit Heiß Wasser und R33 angesetzt und mit dem Ultra abgeschallt .
Das Wasser im Behältnis färbte sich Augenblicklich Dunkelbraun . Habe den Kolben dann über Nacht darin liegen gelassen und nächsten Morgen nochmal beschallt .
Wer auch ein an sich viel zu großes Ultra Gerät hat , das mit dem kleinem separatem Behältnis geht gut  und Spart an teurem Reiniger und Heizungsstrom .
Obgleich das kleine Bad nun Schwarz vom Abgelöstem Dreck war , scheint der Kolben trotzdem noch Dreckig und in den Nuten sitzt immer noch Abgelagertes , auf dem Foto gut zu erkennen .
Habe mit meinem altem Russen Meßbügel das Kolbenhemd unten gemessen und da sind noch 71,92 bei rumgekommen . Der Digital Messschieber zeigt das gleiche , also scheint es so zu passen . 
Den zweiten dazu gehörenden Kolben hab ich schon gar nicht mehr hier vor Ort . Den messe ich dann noch .
Schade , das ich nur 130mm Pleuel Motore habe .
Das der Motorenman mich mit solcher Sache Abgewimmelt hatte , das war schon klar . Seine 2Std. Arbeit daran , wären so teuer , wie ein neu gekaufter Kolben . Der hätte da genauso gestanden und herum geprökelt und womöglich noch alles kaputtgestochert .
So , jedenfalls einen weiteren Altfall der noch unerledigt herumschlummerte , fertig .

Hauptmenü

Startseite Baureihe Vergleichsliste Specials Anleitungen & Bücher

Presse & Wissen

Historisches Liste der BMW Modelle Bauzeiten & Stückzahlen Prospekte & Plakate Presseberichte

Tipps & Service

Tipps Händler Dienstleister Märkte & Museen Verschleißteile & Werkzeuge

Foren & Literatur

Bildtafel-Suche Forum: Einzylinder Bildergalerie Servicedaten Handbücher

Allgemeine Infos

Kontakt Sitemap Glossar Impressum Bildtafelsuche