Kolbenring ist Festgewachsen

Begonnen von Alexander, 20 August 2026, 18:45:37

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Alexander

Beim Räumen und Sortieren ist in einer hinteren Regalecke ein Satz Neuwertiger Standard Nüralkolben für R60/2 Modelle wieder Aufgetaucht . Ich hatte an dem einem bereits vor paar Jahren vergeblich versucht , den Festsitzenden Kolbenring zu lösen . Hierfür hatte ich mir extra eine in den Schraubstock zu halterde Aufnahme aus weichem Nadelholz gebaut , die den Kolben mit einem Stift im Kolbenbolzen Aufnimmt , so das der Kolben festen Sitz hat , wenn ich daran herumprobiere . (Zum ev. Nachbau extra mit fotografiert) .
Es gelingt mir bislang nicht , den Kolbenring zu lösen .
Ich habe den Kolben erhitzt und dann versucht mit einem Angespitztem Feinmechaniker Schraubendreher in den Stoß des Ringes vorzudringen , um diesen so zu öffnen . Es geht leider nix voran .
Ich möchte natürlich weiterhin nichts an dem Kolben beschädigen .
Dem Örtlichem Motoreninstandsetzer hatte ich den Kolben auch schon mitgebracht , in der Hoffnung , das er über Knowhow und spezielles Besteck für den Fall verfügt . Leider hat der Abgewunken und mir empfohlen , das Teil in Bremsflüssigkeit zu Baden . Hmm ..
Hat jemand vielleicht eine Idee ? Oder solch einen Hartnäckigen Fall schon mal bewältigt ?
Ich würde den Nüralkolben deswegen nur ungerne fortwerfen .
Danke für Zielführende Tips .
Gruß AlexanderSAM_9738_Converted.JPG

Bin recht bescheiden





mz-henni

Ich würde den eine Runde im Ultraschall fahren lassen und es dann nochmal probieren..hat aber auch schon ne ganz nette Macke bekommen, wa?

Gruß, Hendrik

Alexander

Die Macke betrifft jetzt erst zu 90% den Kolbenring .
Bevor ich Gewaltsam weitermache ..
Ich hab leider nur ein recht großes 40L Bad . Für einen Kolben möchte ich es nicht extra Beheizen .
Den lege ich dann gerne mal mit hinein , wenn das Bad wegen was wesentlichem mal wieder Aktiviert wird .
Bad und Reiniger wirken Ausschließlich nur im Erhitztem Zustand .
Bin recht bescheiden

alt-aber-gut

Hallo Alexander
Ob der Kolben selbst noch zu retten ist oder noch weiterhin brauchbar kann nur eine richtige Vermessung zeigen. Das wäre der erste Schritt den ich gehen würde. Wenn er außerhalb der Toleranzen wäre, dann bliebe nur noch die Entsorgung übrig oder eben das Teil als Anschauungsstück für Lernzwecke.
Falls noch brauchbar nach erfolgreicher Vermessung, dann würde ich einfach den festgeklemmten Kolbenring in "kleinen" Stückchen versuchen zu entfernen. Das geht ohne großen technischen Aufwand schnell zu erledigen mit einem genau passenden Stoßkeil, wobei der Kolbenkörper sicher fest fiexiert sein muß, um präzise und ohne zusätzliche Lateralschäden zu verursachen. 
Der oder die Kolbenringe müßten oder sollten sowieso erneuert werden und die dann freiliegenden Führungsnuten der Ringzonen sollten unbedingt nachgemessen und nachgearbeitet werden. Einfach nur neue Kolbenringe einsetzten und anschließend dann auf des Beste hoffen würde ich in keinem Falle anraten. Erstaunlich ist für mich hier, dass dir der Motoreninstandsetzer dies nicht selbst angeraten oder angeboten hat. Solange Kolbenhemd und K-Bolzenpassungen noch o.k. sind wäre dies ein gangbarer Weg das Teil sicher weiter zuverwenden. Grüße, *****
La bêtise est toujours nettement supérieur à l'intelligence, car toute intelligence du monde ne permettra jamais de comprendre la bêtise universelle qui nous entour au quotidien.

Alexander

So , jetzt hab ich den Kolbenring in Stücken da heraus .
Mit dem kleinstmöglichem 1,8mm Schlitz Bit , in den geschlossenen Ring-Stoß geklopft und dann hochgehebelt . Der Ring brach Stückweise ab . Das ging in der Ringnut Schadensfrei .
Danach ein kleines Bad im Bad mit Heiß Wasser und R33 angesetzt und mit dem Ultra abgeschallt .
Das Wasser im Behältnis färbte sich Augenblicklich Dunkelbraun . Habe den Kolben dann über Nacht darin liegen gelassen und nächsten Morgen nochmal beschallt .
Wer auch ein an sich viel zu großes Ultra Gerät hat , das mit dem kleinem separatem Behältnis geht gut  und Spart an teurem Reiniger und Heizungsstrom .
Obgleich das kleine Bad nun Schwarz vom Abgelöstem Dreck war , scheint der Kolben trotzdem noch Dreckig und in den Nuten sitzt immer noch Abgelagertes , auf dem Foto gut zu erkennen .
Habe mit meinem altem Russen Meßbügel das Kolbenhemd unten gemessen und da sind noch 71,92 bei rumgekommen . Der Digital Messschieber zeigt das gleiche , also scheint es so zu passen . 
Den zweiten dazu gehörenden Kolben hab ich schon gar nicht mehr hier vor Ort . Den messe ich dann noch .
Schade , das ich nur 130mm Pleuel Motore habe .
Das der Motorenman mich mit solcher Sache Abgewimmelt hatte , das war schon klar . Seine 2Std. Arbeit daran , wären so teuer , wie ein neu gekaufter Kolben . Der hätte da genauso gestanden und herum geprökelt und womöglich noch alles kaputtgestochert .
So , jedenfalls einen weiteren Altfall der noch unerledigt herumschlummerte , fertig .
Bin recht bescheiden

alt-aber-gut

Alles richtig gemacht, denn nur kann man dabei auch etwas Neues lernen.
Dein Mot-Instandsetzer hatte augenscheinlich keine Lust zu Erklärungen, denn dies wäre eigentlich die einzig richtige Vorgehensweise gewesen um einen Kunden zu beraten. Das er natürlich keine 2 Std Arbeitszeit verrechnen wollte ist schon klar. Allerdings ist für den Fachmann das Entfernen eines festsitzenden Kolbenrings nur ein Aufwand von wenigen Minuten und selten mehr.
Ich würde nun den sauberen Kolben gut trocknen und dann bald mit frischem Öl vor Oxitation schützen.
Grüße, *****
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