R50 Lima mit elektronischem Regler ohne Ladung

Begonnen von ducatisti, 17 Juni 2010, 21:37:35

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ducatisti

Hallo zusammen,
meine R50 mit elektronischem Regler hat auf derletzten Ausfahrt plötzlich dauerhaft die rote Kontrolle geschalten. Zuhause Ladespannung gemessen, bei allen Drehzahlen nur rund gut 6 Volt. Deckel runter Staub ausgeblasen, Kohlen frei und gut, Kollektor dunkel aber riecht nicht verbrannt, sicherheitshalber abgedreht, aber messtechnisch habe ich mit dem so mein Problem, ich habe auf allen Segmenten zu allen beliebigen immer so 2-3 Ohm, bei guter Isolation zum Eisenkern, das kann doch nicht richtig sein oder??. Die Statorwicklung sollte mit 3 Ohm und voller Isolation gut sein. den Regler habe ich ausgeklemmt um die Lima "mechanisch" zu testen, allso Kl61 mit 30 bei laufendem Motor verbunden um die Verbindung zur Batterie herzustellen und dann die DF Wicklung auf Masse getaktet, aber leider keine Spannungssteigerung. Wer kann mir Rat geben??
vielen Dank im Voraus Roland



rolf

Stator dürfte ok sein.
Die Rotorwerte sagen mir so nichts da ich anders messe.
Aber so wie du es beschreibst wird der Anker/Rotor defekt(durchgebrannt) sein...wenn ich dazu komme messe ich heute mal einen Anker zwischen den Lamellen und poste es dann.
Rolf

klaus wg

Ungeachtet der Rotor-/Statorfrage: in welchem Zustand befindet sich denn die Batterie?


Ich denke da so an diverse "Qualitätsprodukte", die in der Szene verkauft werden, und zu oft zusammenbrechen (innerer Kurzschluss oder Unterbrechung).
Auch wenn's abwegig klingt: gerade bei Elektrik gehe ich, nach dem Fehler den ich letztens hatte, von allen Unmöglichkeiten aus.

k.

ducatisti

Batterie ist Blei/Säure gut geladen, 1,26 Säuredichte, bricht auch bei Lichteinschalten nicht übermäßig ein , sollte man ausschliessen können. Habe noch Tip von Kollegen bekommen bezüglich der Statorwicklung, der prüft diese mit Stromaufschlag und testet dann mit stück Eisen die magnetische Wirkung auf den vier einzelnen Statorelementen, habe ich gleich probiert und ist definitiv in Ordnung.  Roland

rolf

so...ich habe zwischen den lamellen immer so 0.3 Ohm (Tendenz zu 0.2).

ducatisti

Danke für Deine Mühe, ich komme nur mit der Logik der Stromkreise auf dem Rotor nicht klar, ist es bei Deinem auch so dass der geringe Widerstand zwischen allen Wicklungen, egal in welchem Abstand diese sind, identisch ist?
Ich habe jetzt mal den Rotor zwischen Spitzen in der Drehbank eingespannt und im selben Winkel wie die Kohlen provisorisch 4Ampere eingespeist, dann den Rotor segmentweise weitergedreht, der Strom ist immer derselbe, aber das Magnetfeld das den Rotor umgibt ist nur alle 4te Segmentstellung spürbar. Mangels Magnetfeldmessgerät habe ich ein Eisenstück locker an dem Rotor baumeln lassen und wie gesagt, jedes 4te Segment spürt man ein Magnetfeld, dazwischen tut sich nix. Also habe ich bei Motorrad-stemler.de einen Austausch Anker bestellt, wenn dieser da ist werde ich diesen auf gleiche weise testen und Euch mitteilen, denn ich glaube dies ist die einzige Möglichkeit den Rotor objektiv zu prüfen, genauso wie die Statorwicklung, deren Test ich schon beschrieben hatte.  Ist aber eigentlich auch logisch, denn bei 0,2 Ohm Wiederstand pro Wicklung, ist der Unterschied zu Kurzschluss einer Wicklung in sich oder zu einer anderen nicht wirklich ohmisch nachweisbar.
so long

rolf

Richtig...über den Widerstand bekommst du es nicht raus...mit deinen Magnettest schon eher...und der zeigte ja schon das der Anker defekt ist.
Gruß
Rolf

ducatisti

Ja das wars, Anker erzeugt nur auf jeder 4. Spule ein Magnetfeld, dazwischen fließt zwar der gleiche Strom aber sonst passiert nix. Habe aus Interesse nochmals den neuen Anker zwischen Spitzen gespannt, 2Ampere im selben Abstand wie die Kohlen eingespeist und aus einer 220Volt Spule und einem grafischem Multimeter einen Magnetfeldtester gebastelt. Die Spule um den Anker bewegt um die Position mit dem stärksten Magnetfeld zu finden und dort fixiert. Dann den Anker gedreht und die Spannung die in der Spule induziert wird abgelesen, es sind stolze ~2Volt. auf der grafischen Anzeige meines Fluke`s entstand eine fast lineare Spannung beim drehen des Ankers, also keine Einbrüche beim Wechsel der Kohle ins nächste Segment. Anders der alte Anker, der über mehrere Segmente stark in der induzierten Spannung einbricht.
Fazit: "die alten waren echt schlaue Köpfe"
Vielen Dank
Roland :D

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