Kolbenringzange

Begonnen von mitoma68, 20 September 2026, 20:11:55

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

mitoma68

Welches möglichst simple und vielleicht sogar selbstgebaute Werkzeug verwendet ihr zum Zusammendrücken der Kolbenringe beim Einfädeln des Kolbens in den Zylinder.
Klar, die Zange von Hazet macht einen richtig guten Eindruck - aber so selten wie ich das benötige, da sind mir die 180€ unangemessen...
Gruß, Thomas





Kees

Ein stueck Eisenblech und eine Schlauchschelle.

Heiko

"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

51Chop

Ein selbstgebautes Blech, Ring oder was auch immer birgt halt immer die Gefahr, dass es mitsamt Kolben in den Zylinder rutscht, da dieser für gewöhnlich unten angefast ist. Daher ist das originale Spannband an einer Kante wellig (wenn man es so nennen kann) und rutscht somit nicht mit in den Zylinder.

Den originalen Spannring drückst du mit zwei Fingern zusammen und das war´s. Gibt es in allen möglichen Durchmessern.

Ich weiß ich weiß, einige machen das im Schlaf nur mit Fingern, großen Kabelbindern, Blechen, Coladosen oder was auch immer, ich habe Gott sei Dank das originale Teil.

Vergleichbare Bänder gibt es aber auch im Fachhandel für ein paar Mark, eine Bank brauchst du dafür nicht ausrauben.
Gruß
Amir

Chrome dont´t bring you Home

Alter Schrauber

Ich habe ein passendes Spannband, aber Kolben mit dreiteiligem Ölabstreifring. Ich bekomme das bei den Teilen ums verrecken nicht mit dem Spannband hin, und nehme immer die Finger, dann flutscht es.
Grüße Jörg

mitoma68

Ein guter Bekannter verzichtet seit vielen Jahren auf die Sicherungsringe am Kolbenbolzen und verwendet stattdessen selbst gedrehte leicht pilzförmige Teflonstopfen. Dadurch kann er die Kolben bequem auf der Werkbank einfädeln, dabei die Kolben soweit in die Zylinder schieben, dass das Auge für die Kolbenbolzen gerade noch nicht verdeckt ist, dann erst die Zylinder samt Kolben an das Pleul heranführen, den Kolbenbolzen durch das Pleulauge drücken, die Stopfen beidseitig einlegen und dann erst die Kolben komplett in den Zylinder einschieben. Das hat auch den Vorteil, dass die Sicherungsringe vom Kolbenbolzen komplett entfallen.
Hat jemand damit Erfahrung - was haltet ihr davon?

Alter Schrauber

#6
Genauso mache ich es auch. Nur das ich keine "Teflonpilze" verwende (habe keine Drehbank).
Ich setze auf einer Seite den Seegering ein, führe den Kolben bis zum Kolbenbolzenauge in den Zylinder und fädel dann den vormontierten Zylinder an den Block. Kolbenbolzen rein, zweiten Seegering einsetzen und Zylinder ganz aufsetzen, festschrauben feddich.
Grüße Jörg

Heiko

#7
Zitat von: mitoma68 am 21 September 2026, 22:20:35Ein guter Bekannter verzichtet seit vielen Jahren auf die Sicherungsringe am Kolbenbolzen und verwendet stattdessen selbst gedrehte leicht pilzförmige Teflonstopfen.

Was hat das jetzt mit den Kolbenringen zu tun?

Ich nehme weiter herkömmliche Kolbenbolzensicherungen. Warum? Weil ich von solchen alternativen Kolbenbolzensicherungsmethoden keine Ahnung habe.
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

Kees

Zitat von: 51Chop am 21 September 2026, 13:05:06Ein selbstgebautes Blech, Ring oder was auch immer birgt halt immer die Gefahr, dass es mitsamt Kolben in den Zylinder rutscht, da dieser für gewöhnlich unten angefast ist. Daher ist das originale Spannband an einer Kante wellig (wenn man es so nennen kann) und rutscht somit nicht mit in den Zylinder.


Das ist unmoeglich. Kolben hat nur hunderdsel Spiel. Da passt kein 1 mm Blech dazwischen.

Elefantentreiber

Zitat von: Kees am 22 September 2026, 07:40:33Das ist unmoeglich. Kolben hat nur hunderdsel Spiel. Da passt kein 1 mm Blech dazwischen.

Es geht darum das sich das Blech in der Fase des Zylinders einklemmen kann.
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

Kees

Bis jetzt kein Problem damit gehabt. Mann muss die Schlauchschelle nicht zu stram anziehen.

motoclub

Pilze (damals aus Bronze) als Kolbenbolzensicherung gab es bereits in den zwanziger Jahren. Da ist man von weg, weil diese Pilze die translatorischen Massen erhöhen und damit Ursache von Vibrationen sind. Teflon ist natürlich leichter - aber Raumfahrt gab es damals noch nicht  ;)

Ein Nachteil dieser Methode tritt dann ein, wenn sich Abrieb in den Pilz einarbeitet - dann gibt es Riefen im Zylinder.
Viele Grüße
Thomas

Elefantentreiber

Das mit den Teflonstopfen macht man eigentlich nur bei sehr hoch drehenden Rennmotoren wo man Angst hat,
das sich die klassischen Seegerringe aus Ihren Sitz bewegen.

Bei normalen "Straßen" Drehzahlen völlig überflüssig.
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

mitoma68

Alles richtig! Der Ausgangspunkt war ja, dass ein Bekannter im Wesentlichen aus Handlinggründen den Kolben in den auf der Werkbank liegenden Zylinder einführt, bis gerade noch das Auge für den Kobo frei ist. Erst dann führt er den Zylinder samt Kolben an das Pleul ran, drückt mit einer Hand den Kobo durch, während er mit der anderen Hand den Zylinder hält und erspart sich mit den Teflonpilzen die Fummelei mit den Seegeringen. Kann man sicher so machen - muss man aber nicht...
Gruß, Thomas

Hauptmenü

Startseite Baureihe Vergleichsliste Specials Anleitungen & Bücher

Presse & Wissen

Historisches Liste der BMW Modelle Bauzeiten & Stückzahlen Prospekte & Plakate Presseberichte

Tipps & Service

Tipps Händler Dienstleister Märkte & Museen Verschleißteile & Werkzeuge

Foren & Literatur

Bildtafel-Suche Forum: Einzylinder Bildergalerie Servicedaten Handbücher

Allgemeine Infos

Kontakt Sitemap Glossar Impressum Bildtafelsuche