Einstellen Hinterradantrieb

Begonnen von Kees, 04 August 2025, 19:44:15

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Kees

Ich versuche ein gebrauchtes Räderpaar 26:6 für die Hinterradantrieb ein zu stellen. Mit Tuschierfarbe habe ich schon gesehen das rund normales Zahnspiel Der Farbabdruck am Ritzelzahn zu tief am Zahnfuss liegt. Also habe ich der Bronze Scheibe unter das Tellerrad von 2.2 mm auf 2.3 mm gewechselt. Da gab es ein paar Beobachtungen

- Abdruck ist jetzt schön zur Mitte gewandert im Höhe der Zahn. Das sollte gut sein.
- Abdruck ist aber jetzt auch nach vorne gewandert im Längsrichtung der Zahn, also zum dickeren Ende der Zahn. Ist das Normal? Dafür musste ich jetzt das Ritsel nach hinten verschieben (in Fahrrichtung).
- Zahnspiel ist jetzt mehr als 0,1 mm vergrössert. Frage, was ist echt zuviel Spiel?
- Zahnspiel ist sehr schwierig exakt zu bestimmen. Es variert nachdem welche Zahn vom Ritsel und welche vom Tellerrad einander berühren. Vielleicht auch in welche Winkel die einander berühren? Ich messe bis zu 0,2 mm Unterschied zwichen viele Messungen, dabei habe ich alles mehrmals rund gedreht und rundum das Tellerrad gemessen. Ist das auch normal bei gebrauchte Zahnräder?

Hoffentlich könnt ihr etwas Licht im Dunkel schaffen!




Kees

Ich glaube ich muss meine Fragen duetlicher stellen:

- Wieviel Zahnspiel kann man an ein zeithand Rädersatz vertragen?
- Ist es normal bei so eine Rädsatz so viel Unterschied in Zahnspiel zu messen, wenn man rundum messt und auch mal ein paar mal durchdreht und wieder neu messt?

rolf

ja...leider

Kees

Gut, brauche ich mir darüber keine Sorgen zu machen.

Q-Michael

Ist es dann so, das das Zahnflankenspiel Minimum 0,15 mm haben soll?

Kees

Der beste Abdruck bei weiten habe ich jetzt mit 0,4 bis 0,45 mm Zahnspiel. Mit so eine schon wahrscheinlich ziemlich viel gelaufene Radsatz ist das alles echt kein Pappenstiel! Das sieht überhaupt nicht aus wie die schöne Zeichnungen im WHB. Der Aufdruck auf den Ritselzahn ist jetzt fast volflächig mit nur eine schmalle unbedruckte Rand am ganz innere Rand der Zahn, also da wo er am dünnsten ist. Mit eine dünnere bronze Scheibe und eher rund 0.3 mm Spiel ist der Abdruck viel zu viel unten am Zahn.

Nächste Woche habe ich verabredet mit ein Profi der 2 Ventiler BMW's in Seitenwagenrennsport betreibt. Der wird mir eine second Opinion geben. Brauche ich wirklich.

Elefantentreiber

Zitat von: Q-Michael am 07 August 2025, 08:31:55Ist es dann so, das das Zahnflankenspiel Minimum 0,15 mm haben soll?

So wenig wie irgend möglich, wobei natürlich das Tragbild stimmen muss.

Je größer desto mehr Lastwechselschläge die u.a. Pittingbildung dramatisch beschleunigen können.

Bei gelaufenen Radsätzen ist das immer ein Drahtseilakt und als gewerblicher Anbieter eigentlich unmöglich.

Geht a. zu viel Zeit bei drauf und b. wer kann bei einem alten Radsatz schon Garantie bzw. Gewährleistung drauf geben.

Das sind arbeiten die ich nur sehr ungern mache.
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

Kees

Für mich ist es jetzt erst mal zum schauen ob diese Übersetzing passt. Ich habe jetzt diese 26:6.

Lange her hatte ich am gleichen Motorrad auch mal eine Seitenwagen. Da hatte ich gedacht das die 27:7 besser wäre, aber zusammen mit ein Metzler Block K 4.00x18 Hinterreifen hatte das ganze grosse Probleme im vierten genug touren zu drehen. Da hatte ich dan wieder eine 3.50x18 genommen und konnte wenigstens wieder ausdrehen und etwa 115 kmh erreichen.

Der Motor habe ich vor ein paar Jahr wieder komplet renoviert und ich denke viel besser als das erste mal. Vielleicht geht er jetzt viel besser. Ich habe aber jetzt diese Übersetzung und werde mal versuchen wie das geht.

mitoma68

Ich suche schon seit längeren einen Solo-Hinterradantrieb für die R67/2 in 32:9 Halbnabe. Hat von euch vielleicht jemand einen in den Tiefen seines Speichers und würde sich davon schweren Herzens trennen? Wenn, bitte PN. Gruß, Thomas

omenerer

Hallo Thomas, wenn Du einen 67/2 Motor im Serien-Setup solo fährst ist der 32:9 in der Praxis zu lang. Bei Deinen Alpentouren wirst Du keine Freude haben. Autobahn ohne Steigung mag gehen. Wenn hügelig dann 35:9. Wesentlich agiler.
Gruß Jochen

mitoma68

Danke, Jochen! Das war mir bisher so nicht bewusst.

omenerer

Ich hatte es seinerzeit mal gerechnet über Abrollumfang und Drehzahl. Die 67/2 erreicht ihre 28Ps bei 5600 Umdr. Mit meinem Heidenau 57 kommen da 154 km/h raus, Faustformel für den liegenden Fahrer nach Bönsch bei 28 PS sind 146 Km/h, D.h. der Motor dreht bei 32/9 nicht aus, aufrecht sitzend schon gar nicht (Bönsch:137 km/h entspr. 32/9 etwa 5000Umdr.).

mitoma68

Hallo Jochen, wie geht die Faustformel nach Bönsch?
In diese Drehzahlbereiche begebe ich mich gar nicht. Mein persönliches Limit im 35:8 Gespannbetrieb ist etwa 80 km/h - bergab auch mal kurz bis 100 km/h. Nach meiner Rechnung bedeuten 80 km/h etwa 3.730 U/Min. Bei 5.000 U hätte ich angesichts heutiger Ersatzteilpreise kein so gutes Gewissen mehr. 😉
Fahrt ihr eure besten Stücke voll aus??

Heiko

Moin,

Zitat von: mitoma68 am 28 August 2025, 08:25:05Fahrt ihr eure besten Stücke voll aus??

ja, alle sieben, wovon sechs Motorräder sind. Maximale Leistungsabgabe bei Nenndrehzahl.
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

mitoma68

Ich bleibe bei meinen 80 - 90 (ist auch halbnabenbremsenkompatibler) und las ich ja schon so einiges über Risse in Köpfen und Kurbelgehäusen ...  ;)

Heiko

Zitat von: mitoma68 am 28 August 2025, 09:17:01Ich bleibe bei meinen 80 - 90 (ist auch halbnabenbremsenkompatibler)

Muss jeder für sich selbst entscheiden.


Zitat von: mitoma68 am 28 August 2025, 09:17:01...und las ich ja schon so einiges über Risse in Köpfen und Kurbelgehäusen ...  ;)

In der Stammtischdepesche?... in der gerne verschwiegen wird, dass zig Grobschlosser den Motor schon vorher hingerichtet haben und dieser 200000km ohne Revision und fachkundige Hand irgendwie gelaufen ist?

"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

mitoma68

Nein, hier im Forum, wo z.B. letztens erst über Ölaustritt am hinteren Lagerschild berichtet wurde und am Ende stellte sich heraus, dass es ein Riss im Gehäuse war.

Heiko

Der seine Ursache in der Ausnutzung der Motorleistung bei Nenndrehzahl hatte?
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

CowBoy


mitoma68

#19
Tja, wenn man das immer so genau wüsste, was die Ursache für Risse ist - zumindest ist es nicht auszuschließen, dass die dynamische Belastung bei hohen Drehzahlen einen entscheidenden Beitrag zu Ermüdungsrissen etc. leistet ...

Heiko

Zitat von: CowBoy am 28 August 2025, 10:03:21Ja.

Aber nur im schweren Gespannbetrieb, oder?  ;D

Zitat von: CowBoy am 13 Mai 2025, 14:22:20Die Ursache für den Riss sitzt gerade vorm Rechner. ;D
Das Reißen ist ein bekanntes Problem, wenn die Motoren im schweren Gespannbetrieb genutzt werden.
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

mitoma68

Wo ist eigentlich der Unterschied in der Motorenbelastung zwischen Autobahn max. Leistung bei 5.600 U/Min Nenndrehzahl solo (32/9) oder max. Leistung bei 5.600 U/Min Nenndrehzahl im 'schweren Gespannbetrieb' (35/8)? Ok, solo kühlt stärker wegen der höheren Endgeschwindigkeit...  ;)

Heiko

Ernsthaft?
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

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