Kupplung 51/3

Begonnen von big-tschenso, 10 Februar 2025, 08:36:08

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big-tschenso

Hallo Leute,
ich bin an meinem Motor dran, endlich, und habe gestern die Kupplung montiert. Ist aber noch nicht alles fest, da ich ne Frage habe. Wie weit werden die Schrauben eingeschraubt? Soll die Kupplung bündig mit dem Gehäuse sein, oder etwas tiefer?

Danke Tschenso





Kees

Welche Schrauben meinst du? Ich kenne am Kupplung eigentlich nur Schrauben die ganz hinein und gut fest gedreht werden.

big-tschenso

Na die 8 Senkkopfschrauben zur Befestigung des Druckrings und Zahnkranz. Werden die komplett fest gezogen? Dan werden ja die Federn sehr stark zusammen gedrückt!

CowBoy

Für mich als Bewohner der Norddeutschen Tiefebene sind die Gebräuche des Karnevals ja fremd - aber diese Frage ist doch ein Karnevals-Scherz, oder? :D

Klar werden die Schrauben bis Anschlag eingeschraubt und - ja, die Federn müssen vorgespannt werden.
Es soll ja das Motordrehmoment übertragen werden.

alt-aber-gut

Hallo Kees,

wie eben schon CowBoy schrieb; ja die Senkschrauben der Kupplungsdruckplatte sollten absolut und gleichmäßig festgezogen werden (mit Drehmomentschlüssel)! Wenn sich hier im Betrieb eine oder mehrere der Schraubverbindungen der Druckplatte lösen kannst du deinen Motor direkt vergessen. Da bleibt dann einfach nur noch der Schrotthändler übrig. Davor riskierst du allerdings einen bösen Unfall oder einen Sturz wegen blockieren des Motors unter Drehzahl und Belastung. Also hier besser alles richtig machen!
Immer feste Grüße, *****
La bêtise est toujours nettement supérieur à l'intelligence, car toute intelligence du monde ne permettra jamais de comprendre la bêtise universelle qui nous entour au quotidien.

Kees

Du meinst bestimmt unsere Big-tschenso, nicht mir  ;D . Aber, Drehmomentschlüssel? Mit Schlitzschrauben? Wie machts du das und wo finde ich das richtige Drehmoment in die BMW Literatur der damalige Zeit?

Alter Schrauber

#6
Die original Senkkopf Schlitzschrauben werden ordentlich festgezogen und verstemmt.
Ich nehme INBUS Senkkopfschrauben, Festigkeit 10.9 und Loctite mittelfest, dann ist alles gut.

Gruß Jörg
Grüße Jörg

CowBoy

Erstens wirft man die Schlitzschrauben so weit weg wie man nur kann.  ;D
Verwendet M8x25 Innensechskantschrauben in mindestens 8.8.
Und dann schaut man bei BMW im Rep.-Leitfaden nach.
Da stehen alle notwendigen Drehmoment-Angaben für Schraubverbindungen, falls nicht im jeweiligen RL separat angegeben.

CowBoy

Eine lose Kupplungsschraube zerstört keinesfalls den Moter.
Wenn die sich löst, streift sie am Getriebe bzw. den Deckeln. Das macht Höllenlärm.
Bevor sich da was verkanten kann, stellt jeder sofort den Motor ab.
Außerdem ist der Motor ist kräftig genug so eine M6 Schraube wegzufräsen.
Aus eigener, leidvoller Erfahrung würde ich die Senkschrauben nicht mit Schraubensicherungsmittel verbauen.
Als ich das mal gemacht habe, musste kurze Zeit später der KW RWDR getauscht werden.
Die - damals noch Schlitzschrauben - ließen sich nicht lösen weil fest und der Schlitz ruckzuck weg war.
Ich musste 4 von 6 Schrauben ausbohren. :o

Kees

Dann haben die BMW Mechaniker das sicher bis in die 70-er Jahren alle falsch gemacht. Leider sind dabei reihenweise die Motoren festgelaufen  :traurig:  ;)

Besser geht natürlich immer. Gut genug gibt es zum gluck auch noch.

big-tschenso

Ich bin der Übeltäter, mit der Frage. Ich stand gestern sehr auf dem Schlauch! Ich habe mir mal die Funktionsweise von der Kupplung überlegt und bin auf keinen grünen Zweig gekommen. Hin und her und kein Ergebnis. Heute auf dem Rabenbauer seiner Seite geschaut und dann war es da. Was aber nicht da war, ist eben das, mit den Schrauben. D.h. die zwei Platten werden ganz zusammen geschraubt? Druckring*Druckplatte + Schwungscheibe? Da bekommt die Feder doch keine Luft mehr?

big-tschenso

Ich kann das nicht richtig lesen, auf dem Datenblatt. Das sind dan 12,... Nm ?

Kees

Vielleciht solltest du mal ein paar Bilder posten damit wir nicht aneinder vorbei reden.

Du hast al diese Teile 112-118? Und du meinst die Schrauben 117? Ja die werden fest angeknallt. Und das ist so ausgerechnet das die Feder dann genug luft haben.

51koppeling.jpg

big-tschenso

viiiiielen Dank.
Manchmal frage ich halt etwas doof, aber dann ist hier wenigstens ws los! ;D  ;D

mitoma68

Mal eine Bitte um einen Rat an die erfahrenen Schrauber:

Für den Winter hatte ich mir vorgenommen, den hinteren KW-WeDi an einer vor 1,5 Jahren gekauften R67/2 zu wechseln, weil leicht Öl raus kommt. Heute habe ich Hinterachsgetriebe und Getriebe demontiert und die Kupplung zerlegt. Dabei zeigte sich nach einer Grundreinigung, dass die Teile (meiner Meinung nach) schon recht verschlissen waren. Die geschraubte Druckplatte (im Bild oben Teil 114) schüsselt an der Innenkante mit Fühllehre gemessen ca. 0,6 mm. Die Federn sind statt 52 mm nur noch 46 mm lang (also Schrott). Am äußeren Zahnkranz (im Bild oben Teil 115) sind die Innenzähne leicht eingelaufen. Die Außenzähne an der beweglichen Druckplatte (im Bild oben Teil 113) scheinen mir relativ stark eingelaufen. Die Kupplungsscheibe ist Schrott. Wenn man Teil 115 und Teil 113 zusammensteckt gibt es ein relativ großes Spiel. Nur wie groß darf das Spiel ca. maximal sein?

Beim Rabenbauer habe ich gesehen, dass es ca. 800 € kosten würde, alles zu erneuern. Von daher wäre es schon lohnend, besser einschätzen zu können, was ggf. noch wiederverwendbar ist? Alleine der äuere Zahnkranz (Teil 115) mit den Innenzähnen kostet neu 300 €...

Und dann habe ich bisher die Zentralschraube an der Schwungscheibe nicht aufbekommen. Habe mir zwar aus einer alten Druckplatte eine Haltevorrichtung für die Schwungscheibe geschweißt, die an zwei der Motorgehäusestehbolzen für das Getriebe festgeschraubt ist. Die Zentralschraube sitzt derart brutal fest, dass ich es alleine nicht hinbekomme, weil das Motorrad sonst umkippt. Muss mir erst einen Gehilfen zum Festhalten besorgen - aber gibts evtl. noch eine speziellen Tip wie man die Schrauber leichter aufbekommt (außer Schlagschrauber)? Danke!

CowBoy

Mach doch bitte mal Bilder. Aus der Ferne ist das schon schwierig genug zu beurteilen.
Ohne was zu sehen praktisch unmöglich.

Warum ist die Kupplungsscheibe Schrott?

Um die Schraube zu lösen, ist es ratsam eine Nuß so weit abzudrehen, das der Sechskant komplett auf der Schraube sitzt.
Wenn kein Helfer da ist, einen Holzklotz unter den linken Zylinderkopf stellen, um das Umkippen zu verhindern.
Ein langes Rohr - ab 1 Meter aufwärts - als Verlängerung benutzen.
Oder eben den Schlagschrauber bemühen. Ich persönlich bin kein Freund davon, den an der Kurbelwelle zu verwenden.

mitoma68

Mit einem langen Rohr hat es geklappt. Die Schraube war anscheinend eingeklebt. Bin beeindruckt was ein 1/2 Zoll Vierkant aushält - habs jeden Moment abbrechen gehört...  ;)  Die Kupplungsscheibe ist schräg abgenutzt und hat außen 6mm.

Bilder:

mitoma68

#17
Noch drei Fragen - mit wieviel Nm zieht ihr die Zentralschraube bei einer R67/2 an? Überprüft ihr bei der Montage der Schwungscheiben mit Messuhr ob sie wieder richtig plan läuft? Habe irgendwo gelesen, dass der Planlauf außen kleiner 0,03 mm sein soll. Aber wie korrigiert man das, wenn es größer 0,03 mm ist? Und abschließend: klebt ihr die Zentralschraube zusätzlich mit Gewindesicherer ein oder reicht das Sicherungsblech?

Habe gesehen, dass Kupplungsteile bei S. Meyer und bei Kempmann doch ein ganzes Stück preiswerter sind als beim Rabenbauer - wo würdet ihr kaufen?

omenerer

Hallo Mitoma, ich ziehe die Schraube mit 170 Nm an (17mkp nach Mai) und nutze nur das umgelegte Blech. Kein Kleber.
Der Axialschlag soll max. 0,1mm aussen betragen. Das entspricht einem Rundlauf von 0,02 am Ende des Konus der Kurbelwelle. Du könntest also zunächst den Rundlauf prüfen und dann Deine Schlüsse daraus ziehen.
Zu den Nachbauteilen habe ich keine Erfahrung. Bei Altteilen kann man über Nachfeilen des Zahnkranzes nachdenken, falls die Kupplung hakelt. Ich habe vor ein paar Jahren einen Alltagsmotor mit sehr guten Altteilen ausgestattet. Wie groß das Spiel in der Verzahnung war, kann ich nicht mehr sagen. Hatte nicht altes-motorrad.de auch diese Teile? Ein wages Gefühl sagt mir, dass schlechte Nachbauteile mehr Spiel in der Verzahnung haben, wie gebrauchte Originalteile.
Mit geschüsselter Druckplatte und entsprechend eingelaufener Kupplungsscheibe habe ich persönlich bislang keine rutschende Kupplung gehabt. Diese Teile habe ich bislang immer so wiederverwendet.Es ist auch sicherlich immer zu überlegen, wieviele Kilometer man so im Jahr zurücklegen möchte. Bislang gab es bei der Kupplung bei Dir ja keine Probleme, wenn ich es recht verstanden habe.
Das ist alles nur meine bescheidene Meinung. Die Profis können Dir sicherlich mehr sagen. Gruß Jochen

CowBoy

Mit den 170 Nm machst du sicher nichts falsch. Mehr würde ich auch nicht anziehen.
Die Verzahnung ist meiner Meinung nach normal verschlissen und wenn es bislang keine Probleme gab würde ich das genauso wieder einbauen.
Ich sehe es genauso, wenn das schräg eingelaufen ist und die Kupplung nicht rutscht oder rupft, einbauen und fahren.

By the way: mein aktuelles (Alu) Schwungrad hat rund 5 Zehntel Schlag außen. Beim Fahren merke ich nichts davon. Gut, es waren auch nur 15 km heute.

F.B.

#20
-By the way: mein aktuelles (Alu) Schwungrad hat rund 5 Zehntel Schlag außen. Beim Fahren merke ich nichts davon. Gut, es waren auch nur 15 km heute.-


Ist der Schlag radial, also "unrund", oder "eiert" die Schwungscheibe Richtung Getriebe. Für den zweiten Fall hat mir Heinz Bals mal einen Tip gegeben, als ich das Problem beim Zusammenbau meiner R69 hatte.
Ich habe, bei angezogener Schwungscheibe, die höchste Abweichung so gedreht das sie 180° versetzt gegenüber dem Schauloch stand. Dann den größten passenden Schraubenzieher durch das Schuloch unter die Schwungscheibe gesteckt. Nun unter kräftigem Hebeln am Schraubenzieher ein starker Schlag mit einem Schweren Alu-/Kupferhammer auf die gegenüberliegenden Rand der Schwungscheibe. Die hat sich duch diese Maßnahme tatsächlich gerade gesetzt. Als letztes Drehmoment der 36er bzw. 42er Zentralschraube nochmals nachziehen.
Diese Korrektur hat gehalten.
Gruß
Frank

mitoma68

Danke euch, das hilft mir etwas weiter!

mitoma68

#22
.

Heiko

Zitat von: mitoma68 am 12 März 2025, 20:49:17.

Mal ne Frage: Es ist ja vermehrt im Forum festzustellen, dass einige User einen Betrag nur mit einem . verfassen... ist das ein neuer Trend? Habe ich was verpasst? Findet man den Löschen-Button für seinen Beitrag nicht?
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

rolf

wo befindet sich denn der "löschen" Button?

Heiko

Zitat von: rolf am 13 März 2025, 11:26:47wo befindet sich denn der "löschen" Button?

Im Einzylinderforum gibt es unter ,,mehr" den Button löschen... hier nicht musste ich gerade feststellen.  :-\
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

mitoma68

Wenn die Dichtfläche vom hinteren WeDi auf der Schwungscheibe leicht eingelaufen ist - hab ihr evtl. einen brauchbaren Trick wie man das ggf. auch ohne Drehbank beheben kann?

Alter Schrauber

#27
"Speedi Sleeve"

Gruß Jörg
Grüße Jörg

rolf

den Simmerring etwas versetzen...1mm tiefer z.B.,

Elefantentreiber

Zitat von: Alter Schrauber am 18 März 2025, 09:46:15"Speedi Sleeve"

Gruß Jörg

Braucht man aber dennoch eine Rundmachmaschine.

Die Buchse ist länger als die originale Lauffläche.
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

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