Nockenwelle R51/3

Begonnen von big-tschenso, 21 August 2024, 14:16:55

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big-tschenso

Hallo Leute,

ich baue so langsam meinen Motor wieder zusammen. Kurbelwelle ist schon drin und die Nockenwelle auch. ich habe das nach Anleitung in der Instandsetzungsanleitung gemacht. Da werden beide Zahnräder erst nach dem Einbau, aufgesteckt. Beim Kurbelwellenrad ist das ja logisch, aber beim Nockenwellenrad wohl nicht. Ich habe mir jetzt gerade die Tipps beim Rabenbauer angeschauz uns auch ein Video auf Youtube. Die machen das Nockenwellenrad erst drauf und dann wird diese eingebaut. Jetzt klar logisch. was soll ich jetzt denn tun? Nockenwelle noch mal raus?
Gruß Tschenso




CowBoy

Ja. Nochmal raus und das Alurad aufpressen.

big-tschenso

ok, dann mache ich das.

big-tschenso

Wenn ich das Zahnrad der KW aufpressen möchte, heiß machen, auf etwa 180 Grad. Ok, geht klar. Würde es aber was bringen, wenn ich den ganzen Motorblock in die Kühltrue legen würde und dann das Warme Zahnrad draufpressen?
Gruß Tschenso

CowBoy

Das kannst Du probieren, wobei mir das zu viel Aufwand wäre. Für mich ist das zu heikel, das Zahnrad nur über das M8 Gewinde in der NW aufzuziehen. So schnell kannst Du gar nicht schrauben, wie sich das Zahnrad abkühlt und die NW erwärmt und alles auf halbem Wege fest sitzt.

wenn Du das Zahnrad aufschlagen willst, fällt das ziemlich über die NW-Lager her. Keine Gute Idee.

Was spricht denn dagegen, die NW wieder rauszunehmen?

big-tschenso

Die Nockenwelle mache ich wieder raus, das ist klar. Wegen dem Zahnrad auf der Kurbelwelle meinte ich.

Heiko

Warum willst Du dann den Block in die Truhe legen?
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

Anulu

Weil die KW eingebaut ist und er das KW Rad noch auf der Werkbank liegen hat ( huch.., wo gehört der kleine Teufel denn hin?! )

Heiko

"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

big-tschenso

Na ja, das Kurbelwellenrad wird ja immer erst später eingebaut! So schnell kann man gar nicht arbeiten, als das die Kurbelwelle, wenn Sie dann eingebaut ist, noch kalt ist. Daher meine Frage, den ganzen Block noch mal in die Kühltruhe?

big-tschenso

Und ausserdem, was macht Ihr Zwei eigentlich im Boxerforum? Da habt Ihr doch gar nichts zu suchen!  ;D

berndr253

Den Block braucht man nicht in die Kühltruhe zu legen - das ist bei ausreichend heissem Zahnrad nicht erforderlich.
Beim Aufschieben des heissen Zahnrads ists wichtig ausreichend schnell zu arbeiten und sicher zu stellen, dass die Scheibenfeder nicht zu hoch aufbaut (häufig bei neuen Scheiben der Fall, dann die Scheibenfeder abfeilen).
Hilfreich ists auch die Position der Scheibenfeder mit einem Filzschreiber auf der Welle zu markieren und auch die Lage der Nut im Zahnrad zu markieren.

Grusz

Bernd

big-tschenso

Hallo Bernd,
das werde ich so machen!

Kees

Und hallte der Druckbuchse mit hochwertige 8 mm Gewindestange bereit, damit du schnell nachdrücken kannst. Ich hatte dazu eine Mutter aus eine 17 mm Imbusschraube gebaut, damit ich mehr Kraft setzen konnte als mit der 13 mm Schlüssel. Bei mir war 180 Grad noch nie genug. Ich war froh als das Zahnrad es bist Scheibenfeder geschaft hatte und dann das letzte Stück nachdrücken. Hat mir schonmal 3-4 Anlaufe gekostet. Ich meine das ist das schwierigste Teil einer Boxermotor Revision.

Anulu

Zitat von: big-tschenso am 22 August 2024, 09:26:54Und ausserdem, was macht Ihr Zwei eigentlich im Boxerforum? Da habt Ihr doch gar nichts zu suchen!  ;D
Verlaufen.

Ausserdem
Muss ja jemand kontrollieren was du so anstellst.
Dann sind wir wenigstens im Bilde wenn du deine Boxerfrage mal wieder in unserem Einzylinderforum stellst!


Heiko

Zitat von: big-tschenso am 22 August 2024, 09:26:54Und ausserdem, was macht Ihr Zwei eigentlich im Boxerforum? Da habt Ihr doch gar nichts zu suchen!  ;D

Kontrolle... nur Kontrolle.
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

big-tschenso

Ich habe das schon mal gemacht, kann mich aber nicht mehr genau daran erinnern. Man macht es eben nicht jeden Tag. Ich denke, ich bekomme das hin.
Kann aber noch etwas dauern, ich habe zur Zeit vor dem Haus aufgebaggert. Das muss wieder zu werden, vor dem Urlaub.
Gruß Tschenso

motoclub

180°C reichen definitiv nicht. Der Presssitz ist an der Stelle schon heftig, und ich gebe Kees recht: Das ist der heikle Moment bei der Montage. Ohne einen ordentlich Halter für das heiße Ritzel wird es nix. Ich runde die Passfeder vorn sogar immer etwas ab, damit sich das heiße Zahnrad nicht in der falschen Position abkühlt.

Den Block in die Truhe legen bringt ja nur max. 40K Verbesserung - auch dann reichen die 180°C am Zahnrad nicht. Geschätzte 300°C brauchst Du schon. Das Rad hält das locker aus.
Viele Grüße
Thomas

Kees

300 grad. Und dann ist er schon blau!

jan.h.

stimmt, 300 Grad halte ich auch für bedenklich.
Aber um auf das Alu Nockenwellenrad zu kommen, auf welche Maximaltemperatur
kann man hier gehen,ohne dass die Alulegierung Schaden nimmt.
Gruß Jan.

Kees

Mein Kurbelwelle Zahnrad ist jetzt auch blau. Uns bis jetzt keine Probleme (ist aber erst 2000 km gelaufen).

motoclub

Ok ok, den Temperaturwert abzuschätzen finde ich schwierig. Vielleicht sind 300°C etwas zu hoch gegriffen - sicher ist aber, dass eine zu geringe Temperatur an dieser Stelle die Arbeit erschwert und im Ergebnis nix gescheites herauskommt. Entweder es bleibt direkt stecken oder das Zahnrad lässt sich nicht nachsetzen und sitzt nicht weit genug auf der Welle. Und das Ganze bei der engen Passung mehrfach zu montieren und immer wieder abzuziehen und von vorn zu beginnen macht die Sache nicht besser. Ist der Sitz auf der Welle hin, werden die Probleme nicht kleiner ...

Das Rad läuft erstmal gelb an, und dann kommt man in die Nähe einer Temperatur, bei der die Montage problemlos in einem Zug möglich ist. Selbst, wenn das Zahnrad zart blau anläuft - was soll passieren? Im Getriebe wäre es möglicherweise kritisch, da läuft Stahl auf Stahl und es wird richtig Last übertragen. An dieser Stelle treibt das Rad zwei Alu-Räder an und die Last (Nockenwelle und Ölpumpe) ist klein.

Metallurgen können sicher über Veränderungen im Gefüge referieren. Vielleicht bin ich da ja auch zu entspannt?


Hilfreiche Details gibt es hier:
https://rabenbauer.com/restaurationstipps/detail.html?id=15&section=
Viele Grüße
Thomas

berndr253

Nach Handbuch reichen fürs Aufschieben eigentlich 150 Grad - ist meiner Erfahrung nach nicht wirklich ausreichend. 180 bis 200 Grad reichen hier aber auf jeden Fall aus.
Wichtig beim SCHNELLEN Aufschieben ist es Nut im Zahnrad und die Scheibenfeder korrekt zu positionieren. Ich ziehe mir, auch bei den Einzylindermotoren als "Hilfslinie" mit einem Edding recht genau die "Flucht" der Scheibenfeder auf dem Wellenzapfen.

Grusz

Bernd

Kees

Na ja, bei mir ist das bisher immer noch nicht so einfach bei 200 Grad aufgeschoben.

Ich habe aber eine Theorie. Ich hatte das Rad immer auf meine elektrische Kochplatte aufgeheizt. Es ist aber eine ziemliche Klotz Eisen. Und Eisen ist nicht so eine gute wärmeleiter. Vielleicht war er nur aussen herrum so heiss und von innen noch nicht. Zum ausdehenen muss er aber durch und durch heiss sein. Nächstes mal werde ich das in eine Ofen aufheizen und etwas länger drin lassen.

Über 50.000 km werde ich wieder berichten wie es abgelaufen ist  ;D

Elefantentreiber

Das mit diesen Temperaturen ist vermutlich auch wie die Drücke auf der Presse.

Im 2V Forum sagt man, man braucht 10-15 Tonnen und eine Zwischenwelle auseinander zu pressen.
Meim ehemaliger China-Böller als auch meine dänische Qualitäts Presse machten/machen das mit 4-6 Tonnen.

Ich setzte ja nicht gerade wenige Zahnräder auf diese Kurbelwellen, mehr wie echte 150°C braucht es da nicht.

Bei einer neuen Kurbelwelle mit einem neuen Zahnrad kühle ich die KW sicherheitshalber mit Kältespray runter,
das Zahnrad bekommt aber trotzdem nur 150 °C.
Aber die durchgewärmt und nicht nur an der Oberfläche.

Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

berndr253

Man könnte den Durchmesser der Bohrung im heiessen Zahnrad ja auch mal fix mit dem Meßschieber prüfen. So hat man dann zumindest eine "Vorstellung" davon ob es passen könnte oder nicht.

Grusz

Bernd

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