Seitenwagen S350 einstellen

Begonnen von rolf.soler, 03 Juni 2024, 12:38:31

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

rolf.soler

Ich habe vor dem Ederssetreffen den Steib 350 an die R50 angebaut, kam vorher nicht zum Fahren
Gestern Ausfahrt ins Emmental ( 2 x 90 km hin und zurück).
Nach meinem Empfinden sind die Rechtskurven heikel zu fahren.Geradeaus und Linkskurven geht gut, weite Rechtskurven auch, aber bei etwas engeren Kurven neigt das Gespann sehr auf die linke Straßenseite zu drücken und ich habe das Gefühl fast links herunterzufallen...Abgehoben hat der SW nicht.
Ein Stück weit ist das normal, aber scheint mir etwas zu ausgeprägt.
Frage: kann man das mit Einstellen noch etwas verbessern ?

Aktuelle Eistellungen:
Vorlauf ca. 250 mm (Betriebshandbuch sagt 200, Forum besser 300), mehr als 250 krieg ich nicht hin
Vorspur ca. 40 mm (Betriebshandbuch sagt 30-40 mm)
Sturz am Hinterrad ca. 6 mm (nach Betriebshandbuch 4-10 mm), entspricht etwa 7°

R50 ist auf SW-Betrieb umgerüstet (Gespannfedern, Stahlfelge mit M4 Speichen, vordere Schwinge kurzer Nachlauf, Hinterradantrieb von 50S, etwas zwischen Solo und Gespann)
Beladung war ca. 25 kg Werkzeug und Ballast im Seitenwagen (noch keine Person...)

Gefühlsmässig möchte ich den Sturz fast ganz rausnehmen (ich finde die Neigung nach links unangenehm und er erschwert ws. Rechtskurven
Und die Vorspur etwas reduzieren auf 20-30 mm
Macht das Sinn ? Andere Tips ?




motoclub

Das mit dem Sturz ist so eine Sache: Auf den früher gewölbten Landstraßen macht das Sinn. Heute sind die Straßen kaum noch geneigt / gewölbt, da macht der Sturz keinen Sinn mehr. Also schon mal den Sturz auf '0' stellen.

Die Vorspur stellst Du so ein, dass das Gespann auf gerader Strecke bei konstanter Fahrt 70-80 km/h ohne große Aktion einfach geradeaus läuft. Du kompensierst damit den unsymmetrischen Antrieb. Dazu kann man kaum eine pauschale Angabe machen - und es macht erst Sinn, wenn der Sturz der Maschine korrigiert wurde.
Viele Grüße
Thomas

rolf.soler

Aha, danke, das mach ich mal

Elefantentreiber

Zum Sturz ist noch zu sagen, nahezu senkrecht wenn "Du" in voller Klamotte drauf sitzt.

Ansonsten beschreibst Du genau das warum ich keine "Schwingen" Gespanne mag, sind sind einfach zu weich gefedert und geben in rechts Kurven zu sehr nach.

Ich habe in unserem Gespann noch einmal härte Federn drin und Koni Dämpfer mit deutlich strafferer Zug und Druckstufe.

Damit geht es, bevorzugen tue ich dann allerdings doch wieder mein KS601 Gespann.

Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

motoclub

Das kann ich nur bestätigen: Meine R60/2 mit Steib S501 war mit Solo-Federn geradezu unfahrbar, mit härteren Federn hinten hat sich das komplett geändert, das geht jetzt wirklich gut.
Viele Grüße
Thomas

rolf.soler

Härtere Federn (also Gespannfedern gemäss BMW...) hab ich drin....noch was Härteres ? :)

CowBoy

Hallo Rolf,

für die Fahrwerkeinstellung sind beim Gespann 2 Kenngrößen wichtig:
Vorspur des SW und Maschinensturz.

Der nicht angetriebene Seitenwagen drückt beim Fahren das Gespann nach rechts.
Um dem entgegen zu wirken wird das Seitenwagenrad nach links gelenkt. Das geht aber nur in Grenzen.
Sonst fällt das mächtig über den Reifen her.
Darum neigt man die Maschine nach links außen, ebenfalls um dem Fahrwiderstand des SWs etwas entgegen zu setzten.
Was oft vergessen wird, ist der SW-Rad Sturz. Das SW-Rad soll genau senkrecht stehen - Sturz 0°.

Der Vorlauf des SW-Rades muß nicht zu groß werden. Bei den Schwingen Maschinen hat sich als ideal herausgestellt, wenn Mitte SW-Achse auf Höhe der Sozius-Fußraste steht.

Mein Gespann hat aktuell nur noch knapp 120mm Vorlauf und fährt sich hervorragend.
Schlag mal den Lenker voll nach rechts ein und schiebe das Gespann. Dann siehst Du wie das SW-Rad radiert, wenn mehr als 200 mm Vorlauf und viel Vorspur da sind. Das macht das Lenken nach rechts schwer.

Wie viele KM-Erfahrung  hast Du denn schon auf Gespannen gesammelt?
Anfangs hat man immer das Gefühl, das sich das Gespann nach links neigt...

Ich würde etwas größer als 2° Maschinensturz geben und die Vorspur auf 40-80mm einstellen.
Wenn das Gespann dann mit ca. 70 km/h gerade aus läuft und nicht einseitig zieht ist alles gut.

Viele Grüße, Ulli

PS: ich hatte den SW jahrelang abgebaut und bin nur solo gefahren weil die Schwingen-Modelle zu weich sind.
So wie Patrik schrieb.
Dann habe ich eine R69S Probe gefahren, die genauso gut lag wie meine Molotov. Warum?
Gespannfedern vorn und hinten und (alte) Konis vorn ganz auf und hinten ganz zu.
Seitdem lasse ich nicht mehr auf die Schwingen Gespanne kommen.
Geht aber nur mit den alten Konis. Die neuen, nicht einstellbaren, sind viel besser als die TOS und fast so gut wie die alten Boge.
Kommen aber nicht annähernd an die alten Konis ran.




Elefantentreiber

Ja, denn ich denke auch Du bist nicht ganz die Gewichtsklasse wie sie in der 50/60er Jahren Standard war,
dazu kommt das wir heute ganz andere Geschwindigkeiten fahren können.

Ich habe vorn die 7,6 mm Gespannfedern drin die sonst hinten sitzen

und hinten die 8,5 mm Federn von Rabenbauer:

Nr. 33 53 3 054 286.7



Zitat von: rolf.soler am 03 Juni 2024, 15:21:08Härtere Federn (also Gespannfedern gemäss BMW...) hab ich drin....noch was Härteres ? :)
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

jan.h.

Hallo Beiwagenfahrer,
ist es eigentlich erorderlich bei Anbau eines Seitenwagen die vorhandene
Alufelge auf Stahlfelge hinten umzurüsten?
(TÜV relevant?)
Jan.

Elefantentreiber

BMW hat da keine Unterscheidung gemacht, Solo Alu, Gespann Stahlfelgen und basta.

Ich denke aber der Tüv weiß das heute eh nicht mehr und für vorne hätte ich da
gar keine Bedenken.

Nur ist das die Austauschbarkeit natürlich eingeschränkt.


Zitat von: jan.h. am 03 Juni 2024, 17:31:49Hallo Beiwagenfahrer,
ist es eigentlich erorderlich bei Anbau eines Seitenwagen die vorhandene
Alufelge auf Stahlfelge hinten umzurüsten?
(TÜV relevant?)
Jan.
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

rolf.soler

Da gibts dann aber unterschiedliche Angaben...die einen sagen, Vorlauf 30-35 cm, bei Cowboy 12 cm...
der S350 hatte etwa 8 cm Vorlauf (und er war nicht an einer Schwinge, sondern an 51/3), ich habe dann den Rahmen nach vorne geschoben bis etwa 22 cm Vorlauf...deutlich vor der Soziusrastenbefestigung am Rahmen...Soll ich wieder zurück ?
Vielleicht oder wahrscheinlich muss jedes Gespann individuell eingestellt werden...
Ich bin früher Gespann gefahren, eine Chang Jiang 750 SV (hab sie geschenkt gekriegt ! :)  ein ziemlich grobschlächtiges Produkt, aber lief wie auf Schienen. Und die hatte in meiner Erinnerung weniger Sturz
Ich werde jedenfalls mal die hinteren Solo Federn vorne einbauen,  evtl. hinten dann noch verstärkte...und mit Vorspur und Vorlauf etwas experimentieren
Ich hatte nicht das Gefühl dass das Gespann nach rechts zieht, auch bei 70 km/h geradeaus nicht. Von da her könnet Vorspur (40 mm) ungefähr passen, Sturz fühlt sich zu stark an.
Wo bekommt man Koni Dämpfer ? 

jan.h.

Zitat von: Elefantentreiber am 03 Juni 2024, 17:51:40BMW hat da keine Unterscheidung gemacht, Solo Alu, Gespann Stahlfelgen und basta.

Ich denke aber der Tüv weiß das heute eh nicht mehr und für vorne hätte ich da
gar keine Bedenken.

Nur ist das die Austauschbarkeit natürlich eingeschränkt.

ICH DANKE;
JAN:



Kees

Rolf, Vorlauf ist deine Sicherung gegen überschlag in die Linkskurven. Das ist ein tückisches übel, weil es schlagartig und immer unerwartet kommt. Aber jedes zeitgenössische Gespannlehrer ratet mehr Vorlauf an. Zum beispiel in die Motorrad Publikationen
https://cms.bmw-einzylinder.de/index.php/presseberichte-und-medien/presseberichte.html
Oder Peikert:


Eine Niederländsche Gespannbauer damals, Ed Pols von Moturist Gespanne hatte da eine Formel. Leergewicht des Motorrads in kg ist Vorlauf in mm. Und Vorspur in mm ist Vorlauf in cm * 2.
Für Sturz mit diagonal Reifen rät er 2-5 Grad.

Und Ja, Vorlauf hat Nachteile. Das Seitenwagenrad radiert mehr. Peikert erklärt das sehr gut, hat er auch berechnet. Die erste 25 cm Vorlauf bringen am meisten, Mehr Vorlauf gibt immer wenger Vorteil, die Nachteile überwiegen.

motoclub

Kees hat es richtig gesagt! Durch den Vorlauf verhinderst Du, dass in Linkskurven das Hinterrad hochgeht - insbesondere, wenn zusätzlich vorn noch gebremst wird.

Das gemeine daran: Wenn das Hinterrrad hochgeht, tritt ein selbstverstärkender Effekt ein. Der Schwerpunkt verlagert sich nach oben, deswegen geht das Hinterrad noch leichter hoch. Und dann kommt es zum GAU beim Gespannfahren: Überschlag.
Viele Grüße
Thomas

rolf.soler

OK, dann bin ich mit 22 cm (220 mm) Vorlauf und 40 cm Vorspur gar nicht so schlecht eingestellt.
Lieber nicht zu wenig...wie ist es mit SW-Rad hochkommen bei Rechtskurven ? - weniger gefährlich, aber wird das auch durch Vorlauf/Vorspur beeinflusst ?
R50 wiegt 198 kg leer...Seitenwagen ca 80 kg total 275 kg...zum Rechnen Gewicht nur Motorrad ? oder beides ?)
Ich mach jetzt mal verstärkte Federn rein, erst vorne (Solo hinten, ev. Gespann hinten) dann ev. hinten (verstärkte Gespannfedern vom RB)
- und bessere Dämpfer wenn mir jemand sagen kann wo ich Konis  bekomme....bzw. welches Koni Modell passt (auf der website kann man nur auslesen für Auto, Eisenbahn, Camper....nicht Motorrad)
Danke für die tips. Aktuell Farpause, weil die Lima nicht funktioniert...ws. Anker defekt, siehe anderen thread

Kees

In Ed Pols Formel sollte man nur das Leergewicht der Motor mitnehmen, also 198 kg. Das ist aber auch nur ein Faustformel und das muss man auf die Strasse weiter justieren.

Vorspur und Sturz haben beide Einfluss auf der Rechtsdrang durch der Seitenwagen. Mann stelt also erst eine Vorspur ein nach Handbuch oder Formel oder was auch. Dann kan man das mit der Sturz weiter verfeinern weil das einfacher ein zu stellen ist.

Das hat alles nichts mit hochkommen in Rechtskurven zu tun. Das ist eben Naturgesetz. Kann man nur mit Gewicht im Beiwagen verringern. Das Hochkommen ist aber viel offensichtlicher. Es kommt auch nicht so schlagartig als der Überschlag in Linkskurven, man kan nocht etwas dagegen tun. Kan natürlich auch sehr gefahrlich sein.

Ein Gespann ist immer ein Kompromiss. Ändert man etwas zu gunsten auf die eine Seite wird es auf die andere Seite wieder schlimmer.

CowBoy

Für vorn ist die Koni-Nummer 76-1290 und hinten 76-1291.
Die Nummer ist gleich geblieben - die Konstruktion ist aber anders.
Die guten, alten Konis in der roten Verpackung sind seit Jahren nicht mehr lieferbar.
Ggf. gibt es irgendwo noch Restbestand oder man sucht sich gute gebrauchte.
Meine Dämpfer habe ich vor zehn Jahren von Breindl-Grope nach intensiven Gesprächen aus dem privat Fundus ergattern können.

Das mit dem Abheben in Linkskurven kommt recht selten vor. Dazu ist Beladung im SW VOR der SW-Achse z.B. durch eine gewichtige Sozia notwendig.
Und entsprechend scharfe Fahrweise.
In meinen 40 Jahren und nicht ganz 100.000 (belegbaren) Gespann-KM sind mir nur zwei Fälle untergekommen, in denen das Hinterrad hoch kam.
Einmal ist es mir mit 100kg Mann im Boot passiert, als ich mit ziemlich Knast "wenden um die Hochachse" vorgeführt habe.
Einmal hat es mein Freund Jürgen geschafft die Molotov mit seinem Sohn fast umzukippen. Ebenfalls beim Show machen.

Unfälle mit teilweise tödlichem Ausgang in Rechtskurven sind mir dagegen mehr als zwei Dutzend bekannt.
Immer das gleiche Schema: Rechtskurve zu schnell angegangen, Seitenwagen will steigen, der Fahrer bekommt Angst und mach das Gas zu.
Mit etwas Glück endet das auf dem Acker, im Graben oder Nachbars Zaun.
Mit Pech im schnell fließenden Gegenverkehr oder unter der Straßenbahn.

Gewicht im SW kann helfen. Aber immer auf den Schwerpunkt achten. Wir hatten mal ein Gespann auf dem Hof stehen.
Der Neuling wollte auf Nummer sicher gehen und hat 100l in Wassersäcken als Ballast in die Bootsnase gelegt...

Kees

Koni macht das nicht mehr. Es wird jetzt von Ikon in Australien (?) gebaut.

https://www.ikonsuspension.com/

Kees


Peter

der war nicht schnell genug unterwegs. Bei meinem Überschlag stand das Gespann wieder auf den Rädern   :angel:
und ich lag im Graben....

Kees

Zitat von: CowBoy am 03 Juni 2024, 15:40:34Der Vorlauf des SW-Rades muß nicht zu groß werden. Bei den Schwingen Maschinen hat sich als ideal herausgestellt, wenn Mitte SW-Achse auf Höhe der Sozius-Fußraste steht.

[...]
Viele Grüße, Ulli



Ich war gerade in die Garage und da habe ich an deine "Formel" gedacht und mal nachgemessen. Vom Hinterradachse bis zum Soziusfussrastenbolzen sind es +/- 24 cm. Also, wir sind uns alle eigentlich einig bis auf vielleicht ein paar cm.

Elefantentreiber

Also, links rum beim Überschlag stand das Gespann nahezu unversehrt wieder auf seinen 3 Rädern.

Rechts herum, im vollen Drift hat es das Gespann nur auf den Rücken gelegt und mir ist nichts weiter passiert.

Kann ich bei linken Überschlag nicht ganz sagen.....
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

rolf.soler

Uiii ... alles abgeheilt hoffe ich..

Kees:
Zitat von: Kees am 06 Juni 2024, 11:44:33Ich war gerade in die Garage und da habe ich an deine "Formel" gedacht und mal nachgemessen. Vom Hinterradachse bis zum Soziusfussrastenbolzen sind es +/- 24 cm. Also, wir sind uns alle eigentlich einig bis auf vielleicht ein paar cm.
hab ich jetzt nicht ganz verstanden...Hinterradachse und Soziusfussraste sind ja beide am Motorrad, also immer gleich, auch ohne Seitenwagen
Meinst Du Seitenwagen-Radachse ?

Kees

Lese mal Ulli's Beitrag: wenn Mitte SW-Achse auf Höhe der Sozius-Fußraste steht.
Vorlauf ist das Unterschied Hinterradachse -> Seitenwagenachse. Also wann Ulli vorstellt die Seitenwagenachse auf höhe der Soziusfussraste zu stellen und da messe ich ein Unterschied von 24 cm, dann konnte man daraus schliessen das Ulli ein Vorlauf von 24 cm vorschlagt. Also nicht anders als was jeder Seitenwagenpapst in die 60-70 Jahren geschrieben hat.

rolf.soler

Ach so, verstanden ! Dann bin ich mit etwa 22 cm ungefähr richtig. Vich nochm
Ich werde das prüfen/einstellen / ausprobieren, auch Vorspur und SW--Rad-Sturz prüfen

Zur Verstärkung der Federung:
ich werde das in Schritten machen, Frage ist wo anfangen / Reihenfolge ?Zuerst Tragfedern oder Stossdämpfer ? Zuerst hinten oder vorne ?

Ich habe mal folgenden Plan
  • ausgebaute hintere Solo-Tragdedern (7 mm Draht) vorne einbauen (jetzt Gespannfedern mit 6,3 mm Draht) : gratis, nur Arbeit; wenn noch nicht gut:
  • hinten verstärkte Gespannfedern von Rabenbauer Dicke 8,6 mm (jetzt sind Gespannfedern 7,6 mm drin): kostet mässig viel, 2 x 42 Euro; wenn noch nicht gut:
  • ev. vorne die ausgebauten hinteren Gespannfedern 7,6 mm einbauen; gratis, nur Arbeit
  • vorne IKON Stossdämfer 76-1290 einbaue (teuer, 2 x 200 Euro...) wenn noch nicht gut:
  • hinten auch IKON Stossdämofer 76-1291 (teuer, nochmal 2 x 200 Euro...)
  • Seitenwagen verkaufen  :)

Macht das Sinn ? oder zuerst hinten ? zuerst Stossdämpfer ?

Ist das Motorrad dann nicht sehr hart gefedert ?

Danke für Tips/Kommentare

alt-aber-gut

Die Vollschwingen Boxer mit angebautem Seitenwagen sollten wegen besserer Fahrbarkeit generell nicht zu weich gefedert sein. Hier muß auch die Abstimmung zwischen Federung und Dämpfung der Maschine zum Seitenwagen stimmig sein. Eine härtere Auslegeung, speziell bei der Maschine, wirkt sich nach meinem Empfinden sehr positiv auf die Fahrbarkeit in  schnellen Kurven und auf unebenen Fahrbahnen aus.
Eine zu weiche und schwammige Federung machen keine Freude und können sogar in manchen Situationen gefährlich werden was die Spurhaltung anbetrifft.
Auf die Einzylindern übertragen ist dies nicht ganz komplett übertragbar da hier die Gewichte, sprich Masse und die erreichbaren Geschwindigkeiten sehr viel bescheidener sind.
Grüße, *****
La bêtise est toujours nettement supérieur à l'intelligence, car toute intelligence du monde ne permettra jamais de comprendre la bêtise universelle qui nous entour au quotidien.

Elefantentreiber

Ja, das war 2006 und die BG Klinik in Ludwigshafen hat gute Arbeit geleistet.

Das war auch der "letzte" Stunt, alle davor, egal ob im Gelände auf der Straße und dem Rundkurs gingen glimpflich aus.



Zitat von: rolf.soler am 06 Juni 2024, 21:08:51Uiii ... alles abgeheilt hoffe ich..

Kees: 
hab ich jetzt nicht ganz verstanden...Hinterradachse und Soziusfussraste sind ja beide am Motorrad, also immer gleich, auch ohne Seitenwagen
Meinst Du Seitenwagen-Radachse ?
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

rolf.soler

Umso besser !
update: habe vorne die hinteren Solotragfedern (7 mm Draht statt 6,3) eingebaut. Verstärkte Federn für hinten (8,6 mm) sind unterwegs Koni Dämpfer gibts aktuell nur für vorn in D. LiMa ist unterwegs....sollte OK sein. Bei dem Wetter ist Probefahren sowieso nicht angesagt
Werde berichten

rolf.soler

#28
So, einige Schritte weiter, aber noch nicht ganz fertig
Gestern erster Belastungstest mit meiner Frau im Seitenwagen. ca 60 km hin und zurück.
as fährt sie schon deutlich besser, aber noch nicht perfekt.
Ich habe folgendes gemacht
1. vorne die hinteren Solofedern eingebaut (Draht 7 mm statt 6,3 mm Gespannfedern vorne)
2. hinten IKON Dämpfer 76-1291 neu eingebaut (aus Amerika, in Europa nirgends lieferbar)
3. hinten die stärksten Federn ("Gespannfedern verstärkt" von RB) eingebaut, 8,5 mm Draht statt 7,6 mm Gespannfedern hinten. Das ist schon ziemlich hart jetzt. Ich fahr mal, vlt. wechsle ich irgendwann zurück auf Gespannfedern normal (7,6 mm). Gefühlt muss es hinten nicht unbedingt so hart sein, vorne eher
4. Vorlauf und Vorspur nochmals genauer gemessen mit geraden Latten und Kreide: Vorlauf war 280 mm, Vorspur fast 60 mm. Beides zuviel. Habe den SW wieder 6 cm nach hinten geschoben, Vorlauf jetzt 220 mm, Vorspur 35-40 mm.
- Immer noch fühlt sich der Sturz der Maschine nach links ( 4 mm auf Reifendruchmesser) fast ein wenig zu stark an, v.a. bei Rechtskurven. Werde evtl. auf 0 mm Sturz gehen (SW leer - steht in der Reparaturanleitung R50 auch so...im Gegensatz zum Fahrerhandbuch, dort 4-10 mm Sturz am Hinterreifen empfohlen...)
- Immer noch sind Rechtskurven schwieriger zu fahren als Linkskurven
grosse Radien gehen recht gut, bis 50 km/h, enge Haarnadeln muss ich vor der Kurve auf max. 30 km/h runter
- Geradeaus läuft das Gespann sehr gerade und ruhig, man kann sogar den Lenker loslassen
- Bei sehr unebener Strasse oder in Kurven beginnt sie vorne zu schwabbeln, wenn der Lenkungsdämpfer nicht recht gut angezogen ist.
- Die Earles-Schwingengabel ist vorne immer noch tendenziell recht weich (trotz stärkerer Federn)

Was kommt noch:
- IKON-Dämpfer 76-1290 für vorne (auch aus den USA...der deutsche Lieferant hatte mir welche versprochen und ich habe bezahlt, dann hat er gesagt es gibt doch keine mehr...Geld kommt zurück; nochmals in Amerika bestellt
- Evtl. gehe ich mit dem Vorlauf nochmals runter, auf 200 mm, Vorspur auf 20-30 mm ?
- Sturz ausprobieren

Fragen:
- weitere Tips ?
- Massnahmen gegen schwabbeln vorne...?

rolf.soler

Ach ja, zur Ausfahrt: soweit gut, aber wenn die R50 schön warm ist, springt sie nicht mehr so gut an; 2-3x  knallte es auch im Auspuff, sie hat 2 x abgestellt bei Gswegnehmen/niedriger Drehzahl. Einmal lief 2-3' nur 1 Zylinder (ws. Benzin rechts alle...auf Reserve nach Neustart wieder 2 Zylinder...). Startverhalten etwas unangenehm auf der Fähre (10' Zürichsee queren), wo man mit Motorrad immer zuvorderst steht und dann beim Anlegen nicht minutenlang mit rotem Kopf treten möchte vor der Autokolonne
Mein 1.Verdacht ist, dass im Betrieb mit mir, meiner Frau und Seitenwagen bergauf der Motor sehr warm wird und dann Spule oder Kondensator schwächeln...
Die R50 meines Schwiegervaters hatte früher immer Aussetzer wenn sie warm war, nach Kondensatorwechsel dann alles gut.

Hauptmenü

Startseite Baureihe Vergleichsliste Specials Anleitungen & Bücher

Presse & Wissen

Historisches Liste der BMW Modelle Bauzeiten & Stückzahlen Prospekte & Plakate Presseberichte

Tipps & Service

Tipps Händler Dienstleister Märkte & Museen Verschleißteile & Werkzeuge

Foren & Literatur

Bildtafel-Suche Forum: Einzylinder Bildergalerie Servicedaten Handbücher

Allgemeine Infos

Kontakt Sitemap Glossar Impressum Bildtafelsuche