Boxer für Newbie in ordentlichem Zustand gesucht!

Begonnen von Chronologisch, 29 Februar 2024, 15:03:35

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Pflotter

Immerhin hat er ja scheinbar schon neuen TÜV.
Viel Glück bei der Besichtigung.





51Chop

Der Kauf eines Oldtimers ist immer ein Kompromiss aus Gutgläubigkeit, Fachkenntnis, Menschenkenntnis und der Bereitschaft, Schmerzen zu ertragen.
In den letzten 40 Jahren waren bei mir die wenigsten Käufe ein "Glücksgriff", an dem man nichts machen musste. Das hatte auch überhaupt nichts mit dem Kaufpreis zu tun, da waren billige und teure, vermeindliche Sahnestücke dabei.

Von daher den gesunden Menschenverstand walten lassen, tief in die Materie eintauchen kannst du eh nicht beim Kauf. Von daher ist der Kauf immer eine Mischung aus allem. Schlauer ist man leider erst hinterher.

Bei Kisten die lange stehen sollte man sich auch fragen, warum sie noch da stehen. Gute, "preiswerte" Oldtimer stehen meist nicht lange.
Gruß
Amir

Chrome dont´t bring you Home

Chronologisch

Die Sache mit dem prüfen ist wirklich nicht ohne - Selbst wenn ich mal eine gekauft habe, geht dann auch das prüfen los
Wird bestimmt eine Zeit mit großer Lernkurve  :)

Das die Maschine ein gültiges Pickerl = TÜV hat, stimmt mich technisch gesehen zumindest auch einigermaßen positiv

Zwei offensichtliche Dinge sind mir eben noch aufgefallen
- Gar keine Spiegel, kenne ich selbst an Oldtimer nicht, normal braucht es immer einen?  ???

- Ein blauer Knuppel auf der rechten Seite des Scheinwerfergehäuses
Könnte eine Anzeige für das Fernlicht sein? Sieht jedenfalls etwas gebastelt aus

LG Roman

Pflotter

Spiegel muß sein.Würde nicht ohne fahren.Der Knuppel ist wohl nachträglich reingekommen.Gehört da bei zivilen Fahrzeugen eigentlich nicht dazu. Meine R 50/2 von 1964 war eine ehemalige Polizeimaschine und hatte da wenn ich mich recht erinnere auch eine Anzeige (Funkgerät?) Die hintere Kugel Aufnahme für den Seitenwagen war auch abgesägt bei diesen Maschinen wegen Funkgerät.
Viel Glück

Chronologisch

Update:
Das war heute eine richtig coole Besichtigung!
Verkäufer war sehr nett, ist fachkundige, allerdings mehr auf dem Gebiet von Autos

Die Maschine ist er selbst nie gefahren, hat sie einem 80 jährigen Bekannten abgekauft der schlussendlich nicht mehr fahrtüchtig war.
Was mir sehr gut gefallen hat, die Maschine war ihr Leben lang nur im Umfeld von Linz Zuhause, absolut stimmig auch mit dem Aufkleber
In Händen war sie vom originalen Typenschein fast ausschließlich bei Bauern - Finde ich gut, denn bekanntlich schauen Bauern auf Ihre Gerätschaften

Als wir den Schuppen betreten hatten viel mein erster Blick auf dem Boden, dort war nix naß und alles staubtrocken - Bis auf ein Gefäß das unter der Motorentlüftung steht, dort kann laut Verkäufer schon der ein oder andere Tropfen herausrinnen?

Zündung an, Vergaser gepumpt, Luftschieber zu (wäre nicht notwendig bei warmen Temperaturen?) ein bisschen Gas gegeben und die Maschine war auf dem ersten Tritt da!
Bisschen weiter Gas gegeben und sie lief auf Standgas schön ruhig, meines ermessens

Probefahrt war die Strafe auf und ab, bisschen angst war anfangs schon da - Fährt sich schon anders als moderne Motorräder, aber sehr spaßig!
Ich habe jedenfalls alle Gänge durchgeschaltet, das klappte wunderbar bis ca. 70kmh
Neutralgang einlegen kein Problem
Elektrik samt Zündschloss ging problemlos

Bleche sehen alle tadellos aus, hier uns da Gebrauchsspuren aber nichts wildes
Am rechten vorderen Stoßdämpfer war mal ein Aufkleber, der hässlich herunter gekratzt wurde - Nur Oberfläche
Lack sieht wirklich original aus, die Linierung ist noch schön vorhanden

Der linke vordere Spiegel ist auch da! Bis auf den Spiegel, Gestänge vorhanden

Nicht so schön war das Lenkerschloss, dort hat jemand bei gestecktem Schlüssel den Lenker gedreht und den Schlüssel abgebrochen - Muss erneuert werden!

Der Knuppel um die hintere Federung von allein auf Soziusbetrieb umzustellen war auf einer Seite schwergängig, konnte aber mit dem Schonhammer wieder gangbar gemacht werden

Ich habe am Hinterrad hin und her gedrückt, konnte kein Spiel feststellen

Motorrad steht gut am Hauptständer, hat am Hinterrad ein paar cm Abstand zum Boden

Original Handpumpe sowie Bordwerkzeug vorhanden

Tank innen tadelos, kein Rost zu erkennen

Ein paar Fotos durfte ich noch machen:

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LG Roman

Chronologisch

#35
Preislich ist nicht mehr viel drinnen - Persönlich fand ich den Termin recht gut, hab mich auch sehr gut vorbereitet gefühlt danke dem Forum!

Jetzt mal darüber nachdenken und schlafen ;)

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LG Roman

51Chop

#36
Lange Rede, kurzer Sinn, ich würde nicht lange fackeln um 10 Scheine, was deutlich Besseres für das Geld wird es nicht geben. Wenn der Lackzustand für dich so in Ordnung ist, sparst du schon mal plus/minus 2 Mille. Der Rest hört sich doch gut an, die Sitzbank geht für mich zwar gar nicht, aber das ist ja schnell behoben.
Gruß
Amir

Chrome dont´t bring you Home

CowBoy

ICH würde sie nicht kaufen: keine Knotenbleche und kleine Ausgleichskammern - macht im SW-Betrieb keinen Spaß.

Wenn Du die 10K€ als venture Capital einsetzt und bereit bist noch mal 5 k€ in den nächsten Monaten bis Jahren
einzusetzen: KAUFEN!

Nach den Gummis und dem Bremshebel scheint das Krad noch nicht gar so viele km gemacht zu haben - gut!!!
Die Edelstahl-Töpfe mit den dicken Auslassdurchmessern sind nicht verkehrt.

Nimm als Ersatz für das fehlende Gummi am Schalthebel die graue /5-Version. Die ist Benzinfest - die schwarzen nicht.

Viele Grüße, Ulli

Kees

10.000? Hinrennen und mitnehmen! So original und im guten schuss sind sie selten.

motoclub

Das Motorrad macht einen ehrlichen, authentischen Eindruck.

Ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind:
- Was ist das für 'Wolle' hinter der Batterie? Wegmachen, da muss Luft dran, und wehe wenn sich das Wasser oder gar Batteriesäure fangen sollte ...
- Der Abstand zwischen Griff und Armatur rechts? Fehlt da was? Ist das richtig montiert? Nur der Gummi nicht ganz draufgeschoben?
- Der LuFi scheint wie vernickelt - nicht schön, aber selten ...
- Die Kerzenstecker und Reflektoren an den Schutzblechen sind 'bah'

Auf jeden Fall ein Motorrad, welches sich lohnt, auch wenn mal was gemacht werden muss.
Viele Grüße
Thomas

Chronologisch

Danke für das schnelle Feedback!  ;)

Bisschen schnell könnte es jetzt schon gehen, ich muss aber auch gestehen im Umkreis (+300km) ist sonst nichts wirklich interessantes zu besichtigen und geht mehr in Richtung 12-15k

Wollte ich eine R25, gäbe es erheblich mehr Auswahl  ;D

Ja, ich denke der Lack ist ok
Bisschen polieren darf ich den bestimmt noch, dann ist es wieder schön authentisch - Neulackierungen und allgemein Motorräder die wie neu aussehen, gefallen mir nun eigentlich überhaupt nicht mehr

Die Sitzbank ist optisch schon gerockt, im Kerne aber noch erstaunlich gut und fest
Die wäre aber schnell ausgetauscht, sehe ich auch so


Seitenwagen ist vorerst noch kein Thema, könnte es aber in vielen Jahren schon noch werden!
Knotenbleche sollte der /2 Rahmen aber eigentlich schon haben?
Zumindest hat mich der VK explizit auf die Seitenwagenanschlüsse (Foto mit Batterie) hingewiesen

Vergaser auszutauschen wäre technisch sicher schaffbar, aber nicht ganz günstig - Guter Hinweis!

Ja, zum venture Capital!  ;D
So habe ich mir das eigentlich von Anfang an vorgestellt
Das restaurieren/aufarbeiten soll ja nebenbei als Hobby passieren
Wichtig sind dabei keine zu großen Brocken - Motor öffnen wäre zB gleich so eine k.O Sache

Wenig Laufleistung wäre natürlich top! Die Gummis sehen auch in real ziemlich brauchbar aus
Das fehlende Gummi am Schalthebel, ist mir allerdings nicht aufgefallen - Danke

Einmal wird sie wohl schon gerundet haben, ich denke mit 107k km könnte ich noch immer sehr zufrieden sein  ;)

Die Wolle ist tatsächlich kurios! Ich vermute fast, die hat jemand rein gepackt um Vibrationen/Geräusche zu dämpfen?
Das Batteriehalteband war auch schon leicht porös, 6V Batterie ist dafür erneuert worden

Der Gasgriff ist mir recht solide vorgekommen, glaube schon das der ganze aufgeschoben war
Der Abstand ist wirklich ein wenig groß, sicherlich ein Punkt den es zu prüfen gäbe

Den Luftfilter könnte ich eventuell verkaufen und mir einen schöneren besorgen  ;D

Die Katzenaugen fand ich auch von Anfang an furchtbar! Müssen auf jeden Fall runter, leider ein Wagnis den Lack dadurch zu beschädigen - Vielleicht geht es aber auch einfach mit Zahnseide
Stecker tauschen wäre wieder eine klassische Arbeit die unter Hobby fällt  ;)

Was ich gestern noch vergessen habe zu erwähnen, der VK würde noch einen Spiegel spendiere bzw. in den Kaufpreis fließen lassen
Ich denke der Runde wäre ganz original? Gibt auch noch den in Nierenform - Gefällt mir persönlich besser! Auf jeden Fall aber mit Lenkerklemmung und nicht als Lenkerendspiegel
LG Roman

motoclub

Wenn es 'nur' 107 tkm wären, dann wäre es super. Bei 60 Jahren hätte das Motorrad dann nur 2 tkm pro Jahr im Schnitt gelaufen. Meistens war aber in den ersten 10 Jahren der Tacho schon das erste Mal rum.

Bei 100 tkm sind die Hauptlager mind. 2x erneuert worden, dabei wären auch die Schleuderbleche gereinigt worden.

All das weiß aber niemand und ist nur Spekulation. Du wirst es nur rausfinden, wenn Du kaufst ;-)

Knotenbleche: Bei der /2 sind die vertikalen Knotenbleche erst in 1963 gekommen (meine R60/2 Bj 1963 hat die auch nicht). Du wirst den Bock aber nicht um jedes Eck prügeln, sondern schön gleiten, das geht selbstverständlich auch ohne die Bleche. Ging davor ja auch fast 10 Jahre ...



Vergaser:

Viele Grüße
Thomas

CowBoy

Also die Knotenbleche sind für reine Solofahrt nicht notwendig. Im Gespannbetrieb sind sie absolut notwendig.
Weniger die hinten unten zwischen Rahmenunterzug und Schwingenaufnahme aber die Flacheisen am Rahmenkopf umso mehr.

Die Vergaser laß mal schön dran - die große Ausgleichskammer wird ebenfalls nur im Gespannbetrieb benötigt. Damit
beim Rausbeschleunigen aus scharfen schnell gefahrenen Kurven der Kraftstoff nicht wegbleibt wurde die vergrößert.
Bei solo Fahrt werden die Fliehkräfte ja durch das in die Kurve legen ausgeglichen.

Zu den Laufleistungen ist zu sagen, dass in den 50er und 60er Jahren erheblich weniger gefahren wurde als heute.
Erstens war der Betrieb mit den Kosten Kraftstoff/Öl/Steuer/Versicherung und Reifen(!) im Verhältnis zum Einkommen
teuer. Es fehlte die Zeit, 5-Tagewoche mit 40 Wochenstunden mußten erst langwierig erkämpft werden.

In den einschlägigen Publikationen werden Autos mit mehr als 5 Jahren und 50.000 km Laufleistung als "Studenten-Autos"
eingestuft, die mehr Schrott als Fahrzeug sind.
Bei den Motorrädern galt das noch mehr. Die wurden nach ein paar Jahren einfach in den Dorfteich geschoben.
Oder wie die NSU Max bei meinem Nachbarn zum Verfüllen in die Baugrube gekippt.

Anders bei den BMW´s ab ca. 1958-1960. Die waren sauteuer. Ein Werksgespann lag kostentechnisch auf dem Niveau vom VW Käfer.
Wer sich so etwas leisten konnte, hat das auch entsprechend gepflegt. Und wer ist in den 60er Jahren noch Motorrad gefahren?!

Allerdings hat diese Klientel sich spätestens Ende der 60er Jahre was modernes aus dem Land der aufgehenden Sonne zugelegt.
Gegen eine Honda K750 four konnte eine R69S nicht mehr wirklich etwas entgegensetzten.
So sind die Telegabel- und Schwingen-Modelle reihenweise von "Rockern" und Halbstarken" als billige Fahrzeuge
mit viel Potenzial zum Chopper-bauen genutzt und verschlissen worden.

Chronologisch

Im allgemeinen finde ich es recht interessant was es alles für den Seitenwagen braucht, einfach dran schrauben und gut ist, ist es jedenfalls schon mal nicht

Vergaser bleiben dran, alles gut

Ganz bestimmt, werde ich nur gleiten mit der R50 - Ich hab schon Respekt vorm fahren, wird sich bestimmt aber auch bald in Genuss ändern

@CowBoy Sehr interessanter Schwank in die damaligen Zeiten
Eigentlich verrückt ein 50k km Auto schon fast wieder dem Recyclinghof zuzuführen

Gedanken die heute schwer vorstellbar sind nachdem alles Nachhaltig sein sollte


Update:
Ich habe jetzt einfach zugeschlagen!  8)

Leider muss ich ab morgen und wahrscheinlich auch nächster Woche ins Ausland, mit dem Wissen das die Maschine auf mich wartet - Wird die Zeit vergehen und dann schleunigst abgeholt, ich freue mich!  :bike:
LG Roman

51Chop

ZitatSo sind die Telegabel- und Schwingen-Modelle reihenweise von "Rockern" und Halbstarken" als billige Fahrzeuge
mit viel Potenzial zum Chopper-bauen genutzt und verschlissen worden

Ähem.. ;D  ;D
Gruß
Amir

Chrome dont´t bring you Home

CowBoy

Zitat von: Chronologisch am 27 März 2024, 15:18:25Im allgemeinen finde ich es recht interessant was es alles für den Seitenwagen braucht, einfach dran schrauben und gut ist, ist es jedenfalls schon mal nicht

Hier mal aufgelistet, was es alles braucht. Von vorn nach hinten.
- Schwinge in der Gabel nach vorn umstecken
- Alufelge gegen Stahlfelge tauschen, BMW schreibt die Verwendung von Stahlfelgen zwingend in der ABE vor
- Federbeine zerlegen und Gespannfedern einbauen oder fertige Gespann-Federbeine verwenden
- nicht vorgeschrieben aber sehr zu empfehlen ist die Verwendung von alten, einstellbaren Koni-Dämpfern. Einstellung auf ganz weich.
- Solo-Lenker 660mm geben Gespann-Lenker 745mm austauschen, entsprechend längere Bowdenzüge einbauen
- Motorachse vorn ausbauen, Hülse aus dem Rahmen entfernen und Motorachse mit Kugelbolzen einbauen
- Nicht vorgeschrieben aber sehr ratsam ist der Umbau des Getriebes von "S"-Version gegen die alte/SW Variante mit größerer Spreizung und kürzeren Gängen 1-3
- Tacho mit Wegstrecke 1,08 einbauen
- SW Tragfedern hinten einbauen und Konis - Dämpfung auf ganz hart
- Reifen 4.00-18 hinten auf Stahlfelge einbauen. Die Werks-Gespanne hatten eine dicke Felge 2.75-18.
- Achsantrieb 26/6 einbauen

Wenn das gemacht ist, kann der SW angeschraubt werden. Damit man länger etwas davon hat, sollte der Rahmen
mit Knotenblechen der letzten Serie ausgestattet sein. Bei meiner sind die nachgerüstet.
Die schon beschriebenen Vergaser mit der großen Ausgleichskammer helfen und um längere Touren machen zu können,
ist der 22l Schorsch Meier-Tank eine große Hilfe.

Das es hinreichend viele Motorräder mit Seitenwagen gibt, die auf Alufelgen stehen und hinten mit 3.50-18 bereift sind,
zeigt wie wenig AaSps sich noch mit der Materie auskennen. Die ABE 1368/1 ist mittlerweile nicht nur erloschen,
sondern auch häufig nicht mehr verfügbar...

Natürlich gibt es Zeitgenossen, die sich mit Solofedern und Solo-Antrieben zufriedengeben und eben so "rumgurken".
Das Potenzial der Vollschwingen BMW´s im Gespann-Betrieb wird damit aber nicht annähernd ausgenutzt.
Es sind dann eben nur Motorräder mit Seitenwagen, aber keine Gespanne.

Viele Grüße, Ulli








hodima

also ich bin viele Jahre gerne damit gefahren,

jetzt allerdings kommt ein R26-Gespann auf die Straße

Gruß
Horst-Dieter

51Chop

Gruß
Amir

Chrome dont´t bring you Home

Chronologisch

@CowBoy Danke für die Zusammenfassung! Wer weiß, ob ich die nicht in ein oder zwei Jahrzehnten noch abarbeiten werde  ;D

Auf jeden Fall bin ich froh, nur eine Zugmaschine gesucht zu haben! Bei den Gespannen erhöht sich die Gefahr eines Geldgrabes offensichtlich ^3  :o


Krasse Umbauten zeigt Ihr da!
Wahnsinn in welche Rahmen man den Boxer hinein bekommt  ;D


Heute habe ich einen Freund bequatscht der mir Anfang nächster Woche die Maschine abholt - Solang sie nicht Zuhause steht, habe ich einfach keine Ruhe
Ich glaube ich brauche bald Schrauberurlaub  :lol:

Bin schon bisschen am schauen wo ich diverse Ersatzteile herbekommen kann
Rabenbauer scheint eine sehr gute Quelle zu sein?
Zumindest finde ich die Suche klasse über die Schaubilder! Sehr intuitiv und auch interessant was es gibt und was es kostet

Mein Hinterradschutzblech ist zB nicht mehr sehr ansehlich und regelrecht matt - Bei 400 für ein neues wird man schnell nachdenklich  :o
Andere Teile sind wiederum recht fair bepreist - Ich freu mich aufs schrauben!  8)
LG Roman

CowBoy

Zitat von: Chronologisch am 28 März 2024, 22:33:06Wer weiß, ob ich die nicht in ein oder zwei Jahrzehnten noch abarbeiten werde  ;D

Es gibt nach meiner Erfahrung genau gleich zwei Gruppen von Fahrern:
a) die, die sich auf ein Gespann setzen und/oder sich eins kaufen und nach 14 Tagen wieder verkaufen und das Wort "Gespann" nie wieder in den Mund nehmen
b) die , die einmal Gefallen am Gespann-Fahren gefunden haben und sich fragen, wie man überhaupt mit einer solo Maschine glücklich sein kann.

ich bin mir gar nicht mehr so sicher, ob ich überhaupt noch solo fahren kann....



Heiko

Zitat von: Chronologisch am 28 März 2024, 22:33:06Mein Hinterradschutzblech ist zB nicht mehr sehr ansehlich und regelrecht matt - Bei 400 für ein neues wird man schnell nachdenklich  :o
Andere Teile sind wiederum recht fair bepreist

Willkommen,

also 400 Euro für ein Hinterradschutzblech finde ich mehr als fair, wenn man bedenkt wieviel Arbeit da drin steckt.

Nebenbei: Wie heißt Du eigentlich?
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

Alter Schrauber

Zitat von: Chronologisch am 28 März 2024, 22:33:06@CowBoy


Krasse Umbauten zeigt Ihr da!
Wahnsinn in welche Rahmen man den Boxer hinein bekommt  ;D


Das sind die zum Motor passenden Originalrahmen.

Gruß Jörg
Grüße Jörg

Kees

400 für ein Hinterradschutzblech? Lackiert und Liniert? Rabenbauer hat nur das Klapteil für 390. Und bei Rabenbauer weiss mann nie was da wirklich im Lager vorhanden ist. Das muss man immer erst nachfragen.

Es gibt heute nachbau Schutzbleche für etwa 500 euro, die sind aber nicht lackiert.

Peter

Ulli hat ja perfekt aufgelistet, was für einen Gespannumbau technisch notwendig oder wünschenswert  ist. Ich will nur zwei Dinge zu Ullis Beitrag ergänzen:
1.) gibt es noch eine Kategorie 3 an Gespannfahrern. Ich fahre super gerne Gespann, aber mindestens genau so gerne nach wie vor Solo. (Zu allem Überfluss auch noch manchmal gerne Autos, sofern es welche vor Baujahr 2000 sind.)
2.) ich hatte zwei klassische Gespanne, das Letzte war meine R69 mit TR500. Die R69 ist eine ehemalige schwedische Polizeimaschine, hatte aber den Georg Maier Tank, Stahlfelgen und eine breiten, verstärkten Lenker. Den Seitenwagen habe ich dann drangehängt und die notwendigen Änderungen vorgenommen. Gefehlt hat bei mir immer eine Gespannübersetzung und eine andere Tachoübersetzung. Knotenbleche waren 1959 meines Wissend auch noch nicht vorhanden. Andere Stossdämpfer und verstärkte Gespannfedern kamen irgendwann dazu. Will sagen: mein Gespann fuhr sich trotzdem sehr gut, vielleicht hätte es sich noch besser fahren lassen mit anderer Übersetzung, aber ich war auch so zufrieden. Im Laufe der Jahre durfte ich einige andere, auch moderne Gespanne fahren. Mein R69-Gespann fuhr sich nicht wesentlich schlechter als solche Modernen mit massiven Fahrwerksanpassungen und teilweise Autobereifung.
Also will sagen: nur Mut, wenn ihr ein Klassiker als Gespann umbauen wollt. Der Aufwand ist für versierte Schrauber absolut machbar. Dafür braucht es keinen Gespannbauer!
Gruß Peter
ps: Gespann fahr ich heute immer noch, vielleicht mehr als je davor. Ab 2018 sind wir für unsere Reisen auf ein modernes R1100 GS Gespann mit Ural Seitenwagen umgestiegen.

hodima



Hast du die noch?

Nein, leider nicht mehr. War eine Original-AME mit H-Kennzeichen. Sehr selten.
Meine Frau konnte sich damit einfach nicht anfreunden.

Gruß Horst-Dieter

alt-aber-gut

Hallo H-D,

ein wirklich beeindruckendes Motorrad. Stimmig und auch von der gesamten Linienführung her sauber umgesetzt.
Trotzdem mal eine Frage zum Fahrverhalten; wie hat sich denn der nun doch recht flache Lenkungswinkel auf die Fahrbarkeit und Wendigkeit bei Kurvenfahrten ausgewirkt? Geradeaus lief das Gefährt vermutlich wie auf Schienen aber bei schnellen Spurwechseln oder in Kurvenkombinationen?? Grüße, ****
La bêtise est toujours nettement supérieur à l'intelligence, car toute intelligence du monde ne permettra jamais de comprendre la bêtise universelle qui nous entour au quotidien.

Alexander

Solche BMW Chopper Umbauten , waren in den 1970 / 80ziger Jahren gar nicht soo unüblich .
Wer etwas Schoppern wollte , der musste sich bei den Harlies oder Triumphen umschauen .
Beides Teuer und Exotisch . Insbesondere für solche Rockers da . Die hatten ja meistens eh grad immer nur genug Kohle , um in der Kneipe ihr Bier zu bezahlen .
Also wurde genommen was da war . Solche BMWs kosteten seinerzeit ja nicht wirklich viel .
Als mir in den 90ziger Jahren meine zuliefen , sahen die halt auch so aus .
Erst fand ich das ganz geil und damit könnte man Heute jeder peinlich gepimpten 50Tsd.€ Harlie die Show stehlen .
Die habe ich derweil aber wieder weitgehend zurückgerüstet , weil sie als eher seltene R67/3 das doch nicht so krass verdient hat .
Dem Themenstarter wünsche ich jedenfalls einen Frustfreien und gutgeratenen Kauf und vielleicht , täte das mit einer /5 Telegabel , gleich auch etwas "Sportlicher" Aussehen .
Bin recht bescheiden

51Chop

Gruß
Amir

Chrome dont´t bring you Home

Chronologisch

#58
Wünsche allen einen schönen Ostersamstag!

@CowBoy Bist du auf dem Video zu sehen? Schöne Linienführung!

Ich behaupte mal das viele gar nicht mehr richtig ein Gespann bewegen können sondern mehr umherfahren?  :Frage:  ;D

@Heiko @Kees
Sorry, hab mich bisschen falsch ausgedrückt, ich meinte tatsächlich nur das kleine hintere Klappteil
Trotzdem steckt auch da Arbeit drinnen - Ist mir bewusst

Ich bin übrigens Roman, hab ich nun auch in der Signatur ergänzt


@Alter Schrauber
Hab recherchiert in meinem Buch, das Stichwort lautet wohl AME - Sehr cool!


@Alexander
Vielen Dank!
Freue mich wirklich sehr über den Neuzugang

So eine Telegabel ist zum fahren schon ein deutliche Gewinn oder?

Gab es an der 50/2 auch schon Telegabeln oder war das gerne im Nachgang gemachtes Tuning?


Weil wir schon bei Tuning sind, hat eigentlich jemand im Forum den Rauch Scheinwerfer, Ausführung 2?
Der sieht wahnsinnig gut aus!
Wahrscheinlich irre selten?
LG Roman

Heiko

Okay  ;D

Den Rauch hat mal jemand hier nachgebaut glaube ich. Ja, irre selten, irre teuer, irre hässlich.  ;D
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

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