Ölschleuderbleche voll

Begonnen von motoclub, 03 Dezember 2021, 07:49:15

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kavallerie2

Hallo Karl,
ich setze es auch noch ins Einzylinderforum.
Patrick, meinst du wirklich, jemand hätte einen gefressenen Kolben öfter verwendet?
Der Kolben hat noch Originalmaß 67,97mm. Ich werde den Zylinder noch genauer untersuchen. Aber so auf den ersten Blick gestern dachte ich schon " leicht mit Wasserschmirgel durch und neuen Kolben rein, fertig" ;D !

Der Kolben war von oben auch dick voll hartnäckiger Ölkohle
Gruß




Elefantentreiber

Ich habe Dich so verstanden, dass das der dritte in Folge gefressene Kolben in diesem Motor war.

Kolbenfresser sind in der Regel Schmiermangel.

Oder ein stumpfer Fahrer der trotz klemmenden Kolben wegen Überhitzung weiter gefahren ist.

Es gibt heute so viele verschiedene Möglichkeiten warum das passiert ist.

Zum Teil wurde das falsche zu billige Öl zu lange gefahren usw.

Wenn das jetzt tatsächlich der dritte Kolben im Grundmaß war, dann hat da lange Zeit jemand mächtig gespart.

Und ja, es gab Zeiten da war so eine BMW, egal ob 1 oder 2 Zylinder eine fast wertlose Karre in die niemand investiert hat.

Das wurde nur am fahren gehalten, und ja auch ich habe schon Klemmer bzw. Fressspuren raus gearbeitet und den Kolben wieder verwendet. Wenn alles andere i.O. ist, kann man das schon mal machen.

Frag mal F.B. nach der letzten türkischen R27 hier bei mir, das die überhaupt lief grenzt an ein Wunder.
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

kavallerie2

Ich war gerade in der Werkstatt.
Am Samstag habe ich wirklich nur "flüchtig auf die Schnelle" in den Zylinder geschaut.

Es sieht so aus als ob beides noch erste Garnitur ist! In der Laufbahn sind genau die drei! Ebenbilder vom Kolben zu sehen, und das nicht zu knapp. Daß heißt, Zylinder auf erstes Übermaß schleifen und neuen Kolben rein. Alles andere ist noch sehr gut!

Das Zylindermaß liegt jetzt, ca. mittig quer zum Kolbenbolzen gemessen bei 68,15 mm.

Gruß

Harkstroem

Guten Morgen, das mit den Ölschleuderblechen scheint ja ein sehr heißes Eisen zu sein. Ich habe vor kurzen einen Bericht gesehen da wurde mit einem Endoskop innerhalb des Motors einige problematischen Teile angesehen die normal nur mit einer Demontage zu finden gewesen werden. OK....das war ein Automotor....aber aus welchen Grund sollte das nicht auch bei unsern Motoren möglich sein. Ich meine bevor man auseinander baut, mehr Kaput geht als es gut ist, um dann festzustellen das es eigentlich noch OK ist wäre solch ein Blick doch eigentlich besser. Oder geht das Bauartbedingt nicht? Ich habe auch noch keinen Motor geöffnet würde es mir mit den passenden Werkzeugen zutrauen überlass das aber lieber den Spezis die das schon mehrfach gemacht haben. Teile werden ja auch immer seltener und da sollte man nicht noch mehr in den Schrott geben was noch viele Jahre seinen Dienst leisten könnte. Grüße aus Bremen

Kees

Leider geht das bauart bedingt nicht. Absolut kein platz für eine Endoskop da wo das Ölschleuderblech ist.

Gerrit

Mir ist klar, dass ich auch an meinen Motor ran muss (wenn ich dann die anderen Baustellen gefixt habe). Aber ich habe keinen Idee wie hoch der Arbeitsaufwand ist. Reden wir über Stunden oder Tage? Muss der Motor dafür ausgebaut werden, oder kann er eingebaut bleiben? Braucht man Spezialwerkzeug (Abzieher, Pressen, Backöfen) oder reicht das übliche Schrauberbesteck? Fahre ich zum Schrauber meines Vertrauens und kann das Moped dann nach einigen Stunden wieder mitnehmen? Oder bedeutet dies immer gleich eine "große" Überholung inkl. aller Lager, Hohnen, etc. etc.?


Elefantentreiber

Hallo Gerrit,

der Motor muss raus und auseinander.

Kurbelwellen Hauptlager und Dichtungen macht man auf alle Fälle mit.

Alles weitere, ergibt sich leider erst wenn man die Brocken in der Hand hat.

Steht der Motor vor mir, gehen gute 7-8 Stunden drauf für den Akt.

Einige Menschen werden sicher schneller sein.

Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

berndr253

Mit 6 bis 7 Stunden bist Du aber recht flott. Der engagierte Hobbyschrauber braucht da erheblich länger!

Grusz

Bernd

Heiko

Wenn der Motor vor Ihm steht Bernd.
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

berndr253

Na die 6 bis 7 Stunden mit selbstegefertigem "Bastelwerkzeug", der Instandsetzungsanleitung im Blick und immer ne Hülse in der Hand .... das dauert länger ;D

Bernd

motoclub

7-8 Stunden sagte Patrick ...

Diese Zeit geht nur, wenn in der Werkstatt alles vorbereitet ist, das Spezielwerkzeug sauber und griffbereit sortiert und der Ofen angeheizt ist - und der Schrauber routiniert ist. Also wie bei Patrick  ;)

Das Zeitkonzept kippt natürlich sofort, sobald etwas unvorhergesehenes passiert. Ich hatte vor vielen Jahren mal einen Motor auf der Werkbank, bei dem die Schwungscheibe aufgrund des ruinierten Konus' auf der Kurbelwelle festgeschweißt war (kein Witz). Da brauchst Du die 7-8 h, um die Schwungscheibe zu entfernen... Viele unserer Gefährte haben in dem langen Leben so viel erlebt, dass es kaum abzuschätzen ist, was genau in dem Motor los ist und wie lange es dauert.
Viele Grüße
Thomas

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