Frust am Ostermontag - Getriebe fest 😥

Begonnen von Gerrit, 18 April 2022, 17:02:46

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motoclub

Zitat von: F.B. am 28 April 2022, 21:45:13Für den Extremfall

Rabenbauer Katalog:

23 11 1 006 025.G
Getriebe, kpl., R51/2, gebraucht ab:    Preis: 500,00 €   

    23 11 1 006 027.A
Getriebe, kpl., R51/3 - R68, überholt ab:    Preis: 1.300,00 € - ist quasi identisch, hat aber Wellendichtringe statt Filzringen

Gruß
Frank   



Frank, neben der Abdichtung (das wäre ja noch eine technische Verbesserung) sind aber Luftfilter und die Befestigung des Luftfilters komplett anders, das sieht man auch von außen. Auch beim Handschaltdeckel gibt es Unterschiede.
PS Falls das Gehäuse ersetzt werden muss, ich hätte noch eines.
Viele Grüße
Thomas




Wilhelm

Hallo,
bei meinem Getriebe zur R51/2 war das Ölblech aber drin.
Anbei ein Bild von den Einzelheiten zum Unterschied zur R51/3. Luftfilter und ohne Leerlaufganganzeige.

berndr253

Hab das Getriebe nun hier und schon mal aufgemacht.
Das sieht nicht gut aus - das Zwischenrad auf der Kickstarterwelle und das 1. Gangrad auf der Abtriebswelle haben nun einen innigen Kontakt.
Verbunden duch eine halbe Schraube in M8. Einen Teil konnte ich entfernen - das Material zwischen den Zähnen ist jedoch nicht zugänglich.
Demontieren kann ich das Getriebe auch nur bedingt - die Kickstarterwelle ist so krumm, dass ich das Gleitlager auf der Rückseite nicht mehr aus dem Gehäuse entfernen kann. Das Wellenende auf dem der Kickstarter sitzt ist soweit verbogen, dass man das Gleitlager, dass "saugend" auf Welle und in dem Gehäuse sitzt nicht mehr herausziehen kann.
Hier wird wohl spanend gearbeitet werden müssen - heisst den Rest des aussenliegen Zapfens absägen und dann die Welle aus dem Lager herausfräsen. Die Welle ist eh Schrott.
Dann hoffe ich die Kickstarterwelle zusammen mit den beiden anderen Wellen und dem vorderen Lagerdeckel rausziehen zu können bis ich die Kickstarterwelle runter drücken kann um so die Abtriebswelle frei zu bekommen.
Ist ne echte Herausforderung.
Der Bruch des vorderen Lagerdeckels ist eindeutig auf die verbogene Kickstarterwelle zurück zu führen.

Fotos stell ich vielleicht noch ein

Grusz

Bernd

Elefantentreiber

Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

berndr253

#34
Ja - eindeutig M8

Beigefügt das Foto von der abgeknickten Kickstarterwelle

IMG-20220502-WA0012.jpg

rolf

Zitat von: Wilhelm am 02 Mai 2022, 16:03:32Hallo,
bei meinem Getriebe zur R51/2 war das Ölblech aber drin.
Anbei ein Bild von den Einzelheiten zum Unterschied zur R51/3. Luftfilter und ohne Leerlaufganganzeige.

ist dann aber nachträgtlich reingebaut worden....kam erst 52-53 (?) aLS Verbesserung

Elefantentreiber

Dann muss die doch lose drin gelegen haben.

Habe gerade kein Getriebe offen, aber M8 ist doch nix da drin.



Zitat von: berndr253 am 02 Mai 2022, 19:39:10Ja - eindeutig M8

Beigefügt das Foto von der abgeknickten Kickstarterwelle

IMG-20220502-WA0012.jpg
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

Gerrit

Lose kann ich kaum glauben. Letztes Jahr bin ich ca. 200km gefahren und dieses Jahr habe ich den Deckel mit dem Fußschalthebel neu abgedichtet. Da habe ich natürlich auch reingeschaut und ausgeleuchtet so weit es ging. Die ersten beiden Touren (einmal 15km einmal 120km) liefen ja auch problemlos. Die Schraube lag jedenfalls nicht lose am Boden.

F.B.

#38
Das Demontage Problem verstehe ich nicht ganz.
Wenn Du den vorderen Lagerdeckel der Kickstarterwelle, mit den beiden Senkkopfschrauben, entfernst hängt die Kickstarterwelle, wie immer sehr frei, auch wenn sie verbogen ist.
Dann kannst Du den großen gerissenen Lagerdeckel vorne, mit den beiden Getriebewellen, sicher wie üblich nach Anheizen entfernen. Zuvor müssen halt, wie üblich, die beiden Schaltklauen mit ihrer Führungswelle raus.
Das sollte ja normal gehen denn da ist ja nichts verbogen?
Anschließend kann man meines Erachten die Kickstarterwelle mit dem hinteren Lager weiter nach hinten(!) aus dem Gehäuse raustreiben, nach Entfernung der 4 Senkkopfschrauben.
Zumindestens so weit das man das beschädigte Lager und die verbogene Welle außen eng am Getriebegehäuse mit der Flex abtrennen kann. Dann sollte sich die Kickstarterwelle, wie immer, nach innen entnehmen lassen. Ein eventuell im Gehäuse verbliebener Lagerrest ist dann leicht zu entfernen.

Den vorderen großen (gerissenen) Lagerdeckel sowie die Kickstarterwelle mit Zahnrad hätte ich hier liegen(Allerdings die neuere Deckel Variante mit dem Wellendichtring). Eventuell auch das hintere Lager, aber da müsste ich suchen. ???

Werde ich wohl nie mehr brauchen, da ich noch zwei restaurierte Getriebe liegen habe, mir aber bisher an beiden zugehörigen Geradwegs Maschinen noch nie eins kaputt gegangen ist und keines der verbauten einen Fehler im Betrieb aufweist. 8)

Natürlich alles unter Vorbehalt, denn ich bin kein "Papst". :angel:

Gruß
Frank

Guzzi Fuzzi

Hallo Bernd,

also ich habe schon vielen Getriebe auf der Werkbank gehabt, aber sowas ist mir noch nicht vorgekommen. :'( 

Melde Dich wenn Du Teile brauchst, ich habe noch einiges.

Guzzigrüsse
Alex
Servus aus Bayern

berndr253

#40
Urbi et obi - Frank ;D

Leider stellt sich die Demontage schwieriger dar. Der Grund dafür ist, dass das Zwischenrad auf der Kickstarterwelle sich mit dem 1. Gangrad "verbissen" hat. Heisst, beide Räder können nicht getrennt werden weil sich zwischen den Zähnen noch jede Menge Material von der zerquetschten Schraube befindet.
Das vordere Lager der Kickstarterwelle ist draussen - die Welle ist aber absolut unbeweglich - weder hin und hier noch vor und zurück.
Ich werde das hintere Gleitlager wie Du das vorgeschlagen hast zusammen mit dem noch herausragenden Stück Kickstarterwelle abflexen und dann schauen ob ich bei angeheiztem Gehäuse das vordere Lagerschild zusammen mit den Wellen herausziehen kann.
Auf Dein Angebot komme ich gerne zurück - da werden sicherlich noch andere Bauteile geschrottet sein - das kann ich aber erst beurteilen, wenn ich das Getriebe komplett zerlegt hab.
Danke auch an Alex für das Angebot ggf. zu schauen ob er noch Teile liefern kann.
Ich halte euch auf dem Laufenden

Grusz

Bernd

M8_51_2.jpg M8_51_2.jpg

berndr253

Hab mich dran erinnert, dass ich noch einen 2-Kilo-Hammer habe den ich eigentlich selten benutze ... ;D

Das vordere Lagerschild kann ich ja auch ohne die Wellen gleichzeitig rauszuziehen von den Lagern der Wellen runter klopfen. Und so hab ich das dann auch probiert, das Gehäuse ordentlich warm gemacht (jetzt riechts wieder so gut in der Werkstatt ...) und dann das Schild von der Innenseite des Getriebes rausgeklopft.
Kickstarterwelle und Abtriebswelle immer noch ohne jede Bewegungsmöglichkeit.
Dann mit dem Hammer und einem zwischengelegten Stück Alu "sanft" auf den Zapfen der Abtriebswelle geklopft - und dann rutschte der ganze Kram auseinander!!

Die Kickstarterwelle ist nicht verbogen - die ist gebrochen. Das was zwischen den beiden Zahnrädern verklemmt war seht in auf dem Foto

Berndk-schraubenrest.jpg k-k_welle_1.jpg k-schraubenrest.jpg k-schraubenrest.jpg

alt-aber-gut

Hallo Bernd,
du kennst doch sicherlich den schönen Spruch " schlimmer geht immer"!
Wie sehen den die Lagersitze der Wellen jetzt aus. Da wurden ja bestimmt ordentliche Kräfte in die Lager bei der Zerspanung eingeleitet. Derartige Fotos können echt nachdenklich machen. Grüße und eine glückliche Hand bei der Wiederaufbereitung, *****
La bêtise est toujours nettement supérieur à l'intelligence, car toute intelligence du monde ne permettra jamais de comprendre la bêtise universelle qui nous entour au quotidien.

berndr253

Die Lagersitze der Wellen sehen gut aus - was die Lager angeht werde ich die naturgemäß alle tauschen. Krumm sind Antriebs- und Abtriebswelle auch nicht - die gesamte Energie ist in die Brucharbeit der Kickstarterwelle und die Verformung der Schraube gegangen.
Die Zähne der betroffenen Zahnräder hab ich mit der Lupe inspiziert - keine Schäden feststellen können. Sogar die Lagerbuchse des 1. Gangrades hat sich nicht verformt - heisst das Rad hat kein fühlbares radiales Spiel!
Ein echter Trecker - unkaputtbar.
Insgesamt wird sich der Aufwand also in Grenzen halten - nur die Antriebswelle muss ich ändern. Hier gibt es keinen Lagerdeckel mehr für die 51/2  - lieferbar ist der Deckel der /3 mit einem Wedi und einen Laufring statt dem Distanzring für die Filzdichtung.
Auch liegt hier der Sicherungsring nicht mehr vor dem Lager sondern vor dem Laufring.
Hier muss also eine Nut geschliffen werden.

Ist alles machbar.

Gruesse

Bernd

Wilhelm

#44
Hallo Bernd, wie oben schon angesprochen sind die Ölleitbleche original nicht in den R51/2 Getrieben eingebaut. Bei mir im Getriebe war ja eins installiert. Mir kam es komisch vor das der Ansatz welcher hinter dem Blech steht so hoch war. Das würde darauf hin deuten das das Blech wirlich nicht original angedacht war. Um den Ölfluss zum Lager hin ohne Rückstau zu ermöglichen habe ich zwei rundungen in den Alurand gefeilt. Diese liegen genau in den Ölrillen des Ölleitbleches. Schau mal wie es bei dir im Getriebe der R51/2 aussieht.

berndr253

Das Ölleitblech ist bei dem /2-Getriebe das auf meiner Werkbank liegt nicht vorhanden.

Grusz

Bernd

rolf


Alexander

Wenn es wieder erfolgreich repariert ist , dann sollte auch gleich eine Magnet Ölablassschraube da rein . Es muss ja nicht immer gleich eine ganze Schraube sein , die durch das Getriebe geistert . Aber im Getriebe gibt es ja sowieso immer etwas FE Abrieb oder wenn mal ein Zahn Abbricht , ist sone Magnetschraube stets eine gute Sache .
Bin recht bescheiden

Gerrit


motoclub

Das Ölleitblech ist doch eh nicht mit M8 angeschraubt - das kann nicht die Herkunft der Schraube gewesen sein. Die lag da schon länger drin, wenn Du mich fragst ...
Viele Grüße
Thomas

Gerrit


motoclub

Die Frage ist einfach gestellt, die Antwort wird nun schwierig.

Als alter Krimi-Freund würde ich allerdings sagen: die Methode 'schmeiß eine M8-Schraube ins Getriebe' dürfte sicherer sein als der Klassiker 'beim Auto die Bremsleitungen ansägen'. Es dürfte schwierig werden, das Attentat nachzuweisen oder nur als solches zu erkennen  ;)
Viele Grüße
Thomas

Gerrit

Es ist ein "Scheidungsmoped" - Rache von der Ex-Partnerin? Gäbe dann ggf. ein schlechtes Drehbuch für einen mittelmäßigen Tatort. Vielleicht kann Bernd ja noch DNA aus dem Gewinde der Schraube extrahieren, oder findet noch einen Teil eines Fingerabdrucks auf dem Schraubenkopf .....

berndr253

Kann keine kleine, einfache Aktion gewesen sei, denn die Schraube ist/war recht lang, zu lang um sie über den Öleinlass irgendwie reinzufummeln.
Um die Schraube ins Getriebegehäuse reinzubringen hätte man schon einen Schalthebeldeckel öffnen müssen.
Alternativ - diese Schraube ist beim Überholen des Getriebes irgendwie da rein geraten (betrunkener Nachbar: ich helf dir mal ein wenig, oder spielendes Kleinkind, oder, oder, oder, ...)
Es ist müssig darüber zu filosophieren - wir werden die Geschichte wie die Schraube ihren Weg ins Getriebe gefunden hat wohl nicht mehr klären können. Es muss ja auch noch Geheimnisse geben - immer noch ungeklärt ist ja auch das Verschwinden von Einzelsocken in der Waschmaschine. Die Theorie, dass diese durch den Schleudervorgang durch ein Wurmloch in ein Paralleluniversum verschwinden halte ich für gewagt.

Grusz

Bernd

Gerrit

Der vorherige Besitzer war wohl auch hier im Forum unterwegs, aber ich kann mir nur einen seiner insgesamt 40 Beiträge anzeigen lassen. Vielleicht hätte uns das auf die Spur geführt ....

Anulu

Zitat von: berndr253 am 06 Mai 2022, 12:18:00immer noch ungeklärt ist ja auch das Verschwinden von Einzelsocken in der Waschmaschine. Die Theorie, dass diese durch den Schleudervorgang durch ein Wurmloch in ein Paralleluniversum verschwinden halte ich für gewagt.

Grusz

Bernd

Soll ich deine Illusion zerstören?

Die arbeiten sich zwischen Trommel und Bottich vorne an der Tür rein.
Betrifft meistens nur Kindersocken ( da fehlt eh immer einer, hat aber mit der Waschmaschine nix zu tun) oder kleine Söckchen.


So jetzt zum Bermudadreieck:......

berndr253

#56
Dann dürften sich aber nach 20 Jahren Betrieb die Trommel nicht mehr im Bottich bewegen können - bei der Anzahl von Strümpfen die sich da reingearbeitet haben ...
Was die Schraube im  Getriebe angeht - die hat einen schwarz lackierten Sechskantkopf - hier ist nur ein wenig von der Farbe abgeplatzt - soooo lange kann die Schraube nicht im heissen Getriebe gewesen sein, sonst hätte sich der Lack auf dem Kopf sicher schon gelöst.

Bernd

Gerrit

Ich habe mal recherchiert:

Historie zur 51/2

Gebaut am 11.8.1950
Ausgeliefert in die Schweiz am 14.8.1950

Neuer Brief 8.8.1975 in Norden
Besitzer: Ommi Ahrens (siehe Einzylinder Forum). Ommi hat wohl einiges gebastelt (OAR).

Stillgelegt 4.11.1975      Wiederanmeldung 15.4.1976
Stillgelegt 1.10.1976      Wiederinbetriebnahme 27.5.1977
Stillgelegt 31.8.1977

Ommi Ahrends ist am 15.4.2002 verstorben

Neuer Brief 28.4.2009

27.4.2009TÜV   KM Stand 62518
14.3.2017 TÜV KM Stand 63820
24.3.2021 Besichtigung KM 63926
30.3.2021   TÜV KM Stand 63927
21.4.2021   Wartung Selbsthilfewerkstatt KM Stand 64003
18.4.2022   Getriebeschaden KM Stand 64460

Bei der Wartung in der Selbsthilfewerkstatt habe ich einen Hexenschuss bekommen und
musste die Wartung abbrechen. Das Moped stand dann 4 Tage auf der Bühne. Das wäre
eine theoretische Möglichkeit, dass jemand die Schraube hineingeworfen hat, aber glauben
kann ich das kaum. Auf jeden Fall bin ich mit der Schraube über 400km gefahren. Oder die
Schraube hat sich schon über 2000km in einer Ecke versteckt.

Guzzi Fuzzi

Bei einer Wartung kann man nicht so eine große Schraube reinschmeißen. Wie Bernd schon gesagt hat, das Getriebe muss offen gewesen sein.

Aber das ist ja eh müßig zu spekulieren.
Servus aus Bayern

berndr253

Wenn der Deckel (Fussschalthebel,Handschalthebel) abgenommen ist kann man wohl irdendwelche Teile ins Gehäuse stecken

Bernd

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