Hinterradfederung

Begonnen von Karl, 29 Juli 2005, 00:29:01

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Karl

Hallo Allerseits,

vielleicht kann mir jemand einen Rat geben bei meinem neuesten Problem an meiner /0 ...

Hinterradfederung (Endtopfseite) hat unten (an der Stelle wo das Gleitrohr in der Halterung vom Rahmen steckt) eine "Fettbuchse" (in ET-Liste heissts "Verkleidung unten"). Dieses vermaledeite Ding verkantet sich jedesmal, wenn ich beim Fahren über eine Bodenwelle mit dem Hinterrad zu sehr einfedere. Diese Buchse verkantet sich derart, dass sie unter dem unteren Rand des Achshalters hervortritt und dann beim Ausfedernkann der Achshalter nicht wieder ganz zurück, weil er unten gegen den oberen Rand der "Fettbuchse" knallt ... Holger hatte mich bereits am Edersee darauf aufmerksam gemacht dass mein Hinterrad "... irgendwie schief steht ..." -> (war mir leider nicht aufgefallen) ist aber klar, weil das Kardangehäuse auf der rechten Seite "ganz normal" wieder zurückfedern kann, aber der Achshalter eben nicht.

Habe bereits zweimal den Achshalter manuell nach oben und die Fettbuchse wieder zurück geschoben; bringt keine Abhilfe. Beim zweiten Versuch hatte ich auch die Halterung des Endtopfes etwas gekürzt, da er von unten etwas gegen die Fettbuchse drückte - brachte aber keinen Erfolg, eben auf dem Heimweg hat sich die Buchse zum dritten Mal verkantet.

Frage:
- woran kann das liegen?
- kann es sein dass hier die Feder ermüdet ist und der Achshalter zuweit nach oben hüpft?
- falsche "Fettbuchse"? (hat doch all die Jahre gefunzt...)
- ??

Fragen über Fragen ...

Karl V(erwundert)

Zu den Bildern:

- Buchse Nr. 41 knallt gegen den unteren Rand des Achshalters (in etwa in der Höhe der Mutter Nr. 48)
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Karl


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emm

Moin Karl,

die Fettbüchse wird mit einem kleinen Absatz am Gleitrohr von demselben unten am Rahmen gehalten, zumindest ist das bei meiner /3 so. Wenn nun das Loch in der Fettbüchse auch nur einen Tick zu groß ist (oder geworden ist) oder die Kante am Rohr nicht mehr so scharf ist, kann das Ding kippen und verklemmt so.
Abhilfe: Neue Büchse/ neues Gleitrohr oder die Teile nacharbeiten. Den Rand von der Büchse kann man zu Beispiel prima etwas enger dengeln.
Gruß
Markus
Alt werden ist unausweichlich, erwachsen werden optional...

Holger

Hallo Karl,

wenn Markus recht hat und die Büchse putt ist, ich habe noch welche von meiner /3 über.
Also falls die passen, lannst du eine haben.

Holger
Viele Grüße aus Hamburg

Holger

R25/3 - R26 - R71 - R51/3 - R50 mit S500

rolf

Hallo Zusammen,
/3 Kappen passen nicht.
Karl,
wie Markus schon schrieb. scharfe Kanten an dem Gleitrohr sind das (2.) Wichtigste,
noch wichtiger ist es, beim Zusammenbau darauf zu achten das die Buchse auch richtig fest geklemmt wird (löst sich gerne wieder beim zusammenschrauben der Klemmschrauben), also ddas Gleitrohr richtig nach unten schlagen, dann die untere Klemmschraube anziehen , kontrollieren ob Buchse fest sitzt.
dann Maschine abbocken (Feder drückt jetzt die obere Verkleidung oben an den Rahmen fest)und obere klemmschraube anziehen.
Rolf

Karl

Hallo Allerseits,

danke für die guten Tips; werd' ich mal ausprobieren.
(vielleicht hilft da ja auch 1kg 2K-Kleber  *ggg*)

Dank und Gruss,
Karl
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Karl

#5
Nachtrag:

sooo ... heute hab ich mal die komplette Hinterradfederung (Li/Re, + Antrieb) um eine Generalinspektion zu machen.
Und ich denke ich weiß jetzt wo das Problem liegt.




Ich denke es handelt sich hierbei um einen weiteren Fall von "Kinderkrankheit" bei der R25/0. Hab die Hinterradfederung Li/Re und Antrieb haargenau nach Ersatzteilliste R25/0 zusammengebaut - deshalb konnte ich mir nicht erklären warum mir die linke-untere Fettkappe immer raussprang und die linke Federung blockierte.

Ursache: Boden der Fettkappe (Nr. 54) ist total nach Innen eingedrückt. Warum? Beim Entlasten der Federung knallt der Achshalter auf den unteren Gummipuffer (Nr. 15); dieser wiederum drückt die Fettkappe mit Schmackes nach unten auf die untere Halterung vom Rahmen -> Fettkappenboden wird mit der Zeit eingedrückt.

Diese Problematik muß bekannt gewesen sein, denn ab der /2 wurde eine zusätzliche Scheibe (Nr. 14) zur Verstärkung eingebaut.

Und was lern' ich draus? Man kann noch so genau nach Handbuch gehen - es heisst trotzdem nicht, dass alles 100% richtig ist ...  ::)

Etwas Gutes hat die Sache trotzdem - beim Check habe ich bemerkt dass:
- auch die Buchse auf der rechten Seite begonnen hat sich einzudrücken
- mein Simmering in der Kardan-Glocke undicht ist
- die Sternmutter vom Kardan locker war (und nur noch vom Splint gehalten wurde)
- die Krümmerschelle ist durchgebrochen

Also - dann mal frisch ans Werk

Gruss,
Karl

Nachtrag 2:

Frage zu den Federn:
- WANN sollte man die Federn wechseln? Nur wenn sie gebrochen sind oder können die vielleicht mit der Zeit "weich" werden? (ich frag deshalb bevor ich meine alten Federn wieder einbaue)
- welche Federtypen gab es alles? Ich habe drei Paar Federn zur Hand: zwei mit einer Länge von ca 12,7 cm (Dicke: ca 8mm) und ein Paar á 13,2 cm (Dicke: 6mm); Durchmesser bei allen Paaren identisch. Würde gern wissen von welchem Modell das längere Paar stammt.
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Heiko

Moin,

@Karl:

Das stimmt schon, Federn können im Laufe der Jahre ermüden, aber ob das in unserem Fall merklich zutrifft? Solange sich das Fahrverhalten nicht schwammig und weich anfühlte und jeder andere Grund für ein schwammiges Fahren ausgeschlossen werden kann, würde ich die Federn wieder einbauen... es gibt Federnprüfstände, aber dafür muß man dann auch wissen auf welche Kraft eine Feder bei der Produktion ausgelegt wurde. Ich habe bei meiner 27 die alten Federn wieder eingebaut und im Vergleich zur 26 ist das Fahrwerk wesentlich härter...

Welcher Federtyp wofür ist, kann ich leider nicht sagen.

Heiko
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Karl

@ Heiko:

Ich denke mittlerweile dass solange die Federn nicht gebrochen sind, diese okay sind (hoffe ich jedenfalls).

Nachtrag zu oben:

- ein weiterer Grund, warum sich die Fettkappe verbogen hat, liegt in der WANDSTÄRKE der Fettkappe! Habe mal ausgemessen:

- "alte" Fettkappe eines bekannten Händlers:  0,76mm Wandstärke
- "neue" Fettkappe vom Rabenbauer:  1,32mm Wandstärke

Die "neue" Fettkappe hat fast die doppelte Wandstärke wie die "alte". Genauso ist es auch mit der oberen Verkleidung: die "alte" war zu dünn und konnte von der Feder nicht festgeklemmt werden (klapperte die ganze Zeit); die neue sitzt wie angegossen!

Also: Trau schau wem! Manche Nachbauten sind fürn A...bfalleimer!

Gruss,
Karl
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mekgyver

Moin Leute,
gestern hat's mich auch erwischt, mit dieser Fettkappe, die sich querstellt.
Das sind schon harte Schläge und dann noch : nur auf einer Seite  :o
Mal sehen wie es bei meiner Maschine aussieht ...

Gruß mek
... 73er-Gang

Karl

@ Mek:

Jepp, genau so sah es bei meiner Maschine aus; nur auf der anderen Seite ... Hauptursache ist meistens zu dünnes Material der Fettkappen (Nachbau: ~0,75mm, ~Original 1,3-1,5 mm).

Hab' jetzt "Originale" drin, mal schauen wie lange das hält ...

Gruss,
Karl
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rolf

Hauptursache ist meistens zu dünnes Material der Fettkappen (Nachbau: ~0,75mm, ~Original 1,3-1,5 mm)
Leider falsch, halten würden auch welche aus o.1er Material.
Ursächlich ist der Fehler beim Zusammenbau (wie schon mal beschrieben).
Von alleine, wenn richtig zusammengebaut, kippen die Fetthülsen nicht.
Gruß
Rolf

Karl

#11
Hi Rolf,

also, das Problem ist schon früh bei der BMW AG bekannt gewesen. Man hat dort ab der /2 eine dicke "Unterlegscheibe" zur Verstärkung eingesetzt.

Ich hab mal zwei Grafiken gemacht, wie ich es mir zumindest erklärt hab, warum es zu diesem Problem kommt und warum ich gedacht habe dass es an der Materialdicke liegt.

Hier der Originalzustand



und hier nach dm "Eindrücken"



Natürlich hast du recht dass wenn die Fettkappe fest eingespannt ist diese dann auch nicht wegkippen kann. Aber wenn das Material dünn ist, dann verbiegt sich das Material auch leichter, so dass die Kappe dann schräg steht (bei meiner F.kappe war eine Seite weiter eingedrückt als die andere), unter die Gehäusewand gelangt und sich dann verkantet... Wenn das Material dicker ist, VERMUTE ich mal dass es sich nicht so leicht verbiegt...

Angenommen es läge an einem Fehler beim Zusammenbau -> wäre das nicht der BMW AG bekannt gewesen und warum haben die dann diese komische Unterlegscheibe eingebaut? *Fragen über Fragen* ...   ::)

Gruss,
Karl
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rolf

Angenommen es läge an einem Fehler beim Zusammenbau -> wäre das nicht der BMW AG bekannt gewesen und warum haben die dann diese komische Unterlegscheibe eingebaut? *Fragen über Fragen* ...   

Och, BMW hat des öfteren Bauteile verändert um Fehler , die Werkstätten beim Zusammenbau machten, zu verhindern.
Du hast schon damit Recht das die Verstärkung zumindest eine Fehlerquelle minimiert (nicht verhindert!), es verbiegt sich nicht so schnell und es gibt schärfere Kanten(!).
Das einseitige Verbiegen dürfte aber ein Problem sein das früher nicht auftrat, es gibt eigentlich keinen Grund (außer verwarzte Kanten am unteren Alu des Kardan ,ausgeschlagenen Führungen und vielleicht noch verhärtetes Anschlaggummi) das die Kappe einseitig weggedrückt wird. Beidseitiges wegdrücken (bei korrekten Zusammenbau) dürfte keine Probleme geben.
Die /3 hatte (zumindest am Anfang) die Fettkappen aus puren , dünnwandigen Alu, das ist auch nicht besonders stabil.
Gruß
Rolf

mekgyver

#13
Also meine verkantete Fettkappe habe ich erst gar nicht demontieren können, alles war unter Federspannung. Daher habe ich sie abgesägt.
Es ist so wie schon zu Anfang dieses Theads beschrieben : Das Gleitrohr hält diese Kappe unten, durch den Absatz am Rohr. Meine Fettkappe konnte nicht mehr festgeklemmt werden, das Loch war zu groß, dadurch konnte sie hoch rutschen und sich querstellen.
Zusätzlich hatte sich das Gleitrohr oben etwas "aufgepilzt" (durch Schläge mit dem Hammer beim Eintreiben. Da ist sowieso völlig überflüssig, eine 12erNuß passt ins Gleitrohr ;) ). So konnte das Rohr auch gar nicht tief genug eingespannt werden.
Jetzt ist wieder alles ok, bis auf die Zündspule, aber das ist 'ne andere Story  8)
Gruß mek
... 73er-Gang

Heiko

Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

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