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Autor Thema: Elektronische Zündung an einer R50 mit Batteriezündung  (Gelesen 618 mal)

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Chobber

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Elektronische Zündung an einer R50 mit Batteriezündung
« am: 16 September 2020, 14:32:09 »

Ich wollte mal mein Projekt vorstellen:
Ich fahre seit vielen Jahren die Helotronik Transistorzündung an verschiedenen BMWs - zunächst mit U-Kontakten, da ich die einfache Reparaturmöglichkeiten schätze. Über die Zeit wurde ich aber immer genervter wegen der schlechten Qualität der Kontakte gepaart mit meiner ansteigenden Ungeduld die Dinger 3-4 mal im Jahr nachzustellen um dann doch nicht zufrieden zu sein. An meiner R80/7 habe ich vor 4 Jahren das Erstemal den infrarot-optischen Zündgeber eingebaut. Dabei habe ich natürlich so gebaut, dass ich auf der Landstrasse auf U-Kontakte zurückbauen kann. Dafür habe ich mir einen Rotor aus Aluminium mit den passenden Maßen fräsen lassen. Der Rotor wird auf die Nockenwelle des Fliehkraftverstellers geschoben und mit Madenschrauben geklemmt - war schweineteuer, hat sich aber gelohnt. In jeden Lagen ein astreines Zündverhalten. Motorlauf wurde sehr ruhig. Durchweg gut und empfehlenswert.

(Bitte keine Diskussion über fertige elektron. Digitalzündungen - teuer und nicht redundant - für mich keine Option. Habe extrem schlechte Erfahrungen mit OMEGA Zündung und Kundenpflege gemacht)

Klar ist, dass, wenn man weiß, wie es besser geht, und weiß, dass es auch bei anderen Maschinen auch so sein könnte, die Frustationsgrenze sinkt... Meine R50 nervte mich immer mehr mit ihrer UK-Zündung an. Leider passt der Rotor der /7, obwohl ich noch einen habe, da nicht drauf. Das ist ab /5 etwas filigraner. Aber fräsen ging auch nicht, da es meinen (willigen) Fräser nicht mehr gibt.
Irgendwann kam mir die Erleuchtung: 3D-Druck! Flugs eine Zeichnung angefertigt, angefragt, bestellt. Das Material ist ein kohlefaserverstärkter Kunststoff, der die Belastungen aushalten soll.

Da der Kunststoff nur schlecht Gewinde ausgehält, habe ich die Nocken der Z-Verstellers nachkonstruiert. Damit sitzt der Rotor verdrehsicher auf der Welle. Den Optogeber kann man (fast) ohne Änderungen an der UK-Grundplatte einbauen. Sogar die Gewinde dort kann man verwenden. Piece-of-cake! Das ist noch einfacher als an einer /7.

Habe die ersten 100 km bei warmen Temperaturen hinter mir. Der Kunststof hat sich nicht verformt - Motor läuft seidenweich.

Diese Variante belässt alle Komponenten wie sie sind. Nichts muss abgeschnitten oder geändert werden und kann jederzeit wieder in Uhrzustand zurückversetzt  werden. Mein Motor hat keine Magnetzündung mehr, da sie von einem Vorbesitzer schon auf 12V (/5 LiMa) umgebaut wurde. Helotronik hat aber auch 6V Varianten. Natürlich benötigt man in jedem Falle entspechende Zündspulen. Deutlich günstiger als andere Systeme ist es nicht. Mit Zündspule <200€ - aber lässt Raum für den Bastlertrieb, Straßenrandreparaturen, Erhaltung der Originalität...

Vielleicht inspiriert ja das jemanden von Euch.
anbei einige Fotos:
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BMW Boxerforum

Elektronische Zündung an einer R50 mit Batteriezündung
« am: 16 September 2020, 14:32:09 »


berndr253

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Re: Elektronische Zündung an einer R50 mit Batteriezündung
« Antwort #1 am: 16 September 2020, 15:00:56 »

Interessantes Projekt.

Kannst Du noch ein paar Fotos einstellen? Das wäre super

Grusz

Bernd
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Chobber

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Re: Elektronische Zündung an einer R50 mit Batteriezündung
« Antwort #2 am: 17 September 2020, 06:46:16 »

Interessantes Projekt.

Kannst Du noch ein paar Fotos einstellen? Das wäre super

Grusz

Bernd

Sind schon in der angehängten PDF „Helotronik.pdf“. Die Bilder waren zu groß und zu viele...
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Elefantentreiber

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Re: Elektronische Zündung an einer R50 mit Batteriezündung
« Antwort #3 am: 17 September 2020, 08:47:17 »

An sich ein alter Hut, ich kenne Menschen die fahren diese Helotronik Variante schon seit mehr als 15 Jahren.
Bekannte von mir haben passend für den FKR die Steuerscheiben gefertigt, passend für Zündapp KS601.

Für mich hat das ganze einen ganz entscheidenen Nachteil, der Fliehkraftversteller.

Bei BMW mag das ja noch gehen, da findet sich noch genügend gutes Material.

Für mich macht das ganze nur "vollelektronisch" Sinn.

Zum Thema Omega Zündung kann ich nichts sagen außer das ich nix gutes gehört habe.

Ich schwöre auf https://www.elektronik-sachse.de/shopsystem-3/de/digitale-zuendung-zdg-3-10-12v-fuer-bmw-r50-r69.html

oder wenn es etwas anspruchsvoller sein darf : Ignitech


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berndr253

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Re: Elektronische Zündung an einer R50 mit Batteriezündung
« Antwort #4 am: 17 September 2020, 10:59:49 »

Wenn an der R50 schon eine Drehstromlima montiert ist würde ich auch ne vollelektronische Zündung montieren.
Im Anhang was "Selbstgestricktes" von einem unserer Kollegen.

Bernd
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Chobber

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Re: Elektronische Zündung an einer R50 mit Batteriezündung
« Antwort #5 am: 17 September 2020, 11:30:48 »

Das sieht nach einer CDI Zündung mit zwei (N & S)Magneten aus? Das habe ich auch mal mit je einer Zündspulen pro Kerze versucht. Funktionierte tadellos. Einfache Komponenten: CDI-Zündspulen sind klein, lassen sich gut verstecken, leicht verfügbar und günstig. Für die Steuerung habe ich ein programierbares Gerät um die Verstellkurve dem Original anpassen zu können - es scheiterte nur an dem Rotor, den ich nicht richtig befestigen konnte. Ich habe einfach keinen Dreher/Fräser in meiner persönlichen Umgebung, mit dem man sowas "ertüffteln" kann. Betriebe, die Rechnungen schreiben, sind einfach unbezahlbar. Auch deshalb, weil ja meistens der erste Schuss nicht sitzt...Aber mit dem 3D-Druck öffnet sich auch diese Tür wieder! Hat denn der Kollege ein Steuergerät mit der richtigen Zündkurve gefunden oder ist das programmierbar? Moderne Motoren haben ja andere Verstellbereiche?
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