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Autor Thema: Grenzen für Heimwerker?  (Gelesen 854 mal)

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CowBoy

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Grenzen für Heimwerker?
« am: 30 März 2021, 00:49:45 »

Hallo zusammen,

die Steuerräder hatten es hinter sich. Also das Gehäuse zum Rabenbauer zum Messen gesendet und mit angepassten Lagersitz hinten und neuen Steuerrädern zurück bekommen.
Die Kurbelwelle ist wieder im Block, die Stößel sind plan geschliffen

Nun stellt sich die Frage, wie das NW-Stirnrad auf die NW kommt.
Bekommt man das als etwas besser ausgestatteter Heimwerker hin - ohne Presse?
Und wie sieht es mit der Antriebwelle aus? da muß der Laufring für den Eingangs RWDR neu.
Gibt es da einen Trick, dass ohne Presse zu bewerkstelligen?


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BMW Boxerforum

Grenzen für Heimwerker?
« am: 30 März 2021, 00:49:45 »

Elefantentreiber

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #1 am: 30 März 2021, 07:52:22 »

Wärme hilft.

Genau wie beim Stahlrad auf der KS.

Mach das Alurad schön warm und montiere es von Hand.

Gute Handschuhe sollte man haben.
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Q-Michael

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #2 am: 30 März 2021, 07:53:08 »

Das NW-Zahnrad geht gut drauf, wenn man es warm macht.
Die Eingangswelle habe ich mal mit etwas gebastel auseinanderbekommen, als ich noch keine Presse hatte. Ich habe allerdings einen 150er Leinen Schraubstock. Und dann mit Rohren.
Wenn Du in Allgäu kommst, da hätt ich ne Presse.

VG Michael
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CowBoy

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #3 am: 05 April 2021, 16:08:54 »

Erst einmal vielen dank für Eure Antworten!

Nun hatte ich zeit ein paar Tage in der Werkstatt zu verbringen:
- Das NW-Zahnrad kann so nicht verbaut werden. Die Bohrungen für den Entlüfter fehlen.
- Die Bohrung im neuen Rad ist rund 5 Hundertstel kleiner als beim gelaufenen-
- Mit einer "Probiernockenwelle" und dem alten Rad als Bohrschablone die Bohrungen gesetzt
- Warm machen reicht nicht aus, um das neue NW-Zahnrad auf die NW zu schieben.
- Mit einem Rohr und Gewindestange geht es auch nicht. Das Rad verdreht sich auf der NW beim Anziehen und fluchtet nicht mehr mit der Scheibenfeder.

@Michael: danke für das Angebot mit der Presse!
Das Allgäu ist aber etwas weit weg. Das wird nun doch in der Edelschmiede am Rande der Südheide gemacht.
Wenn sich das mit Corona gebessert hat und Urlaube wieder möglich sind, steht das Allgäu als Ziel schon auf dem Zettel - dann könnte man ja mal eine "Werkstattbegutachtung" machen. :)

Die Antriebswelle konnte ich mit einem Rohr, Gewindestange und einem dicken Abzieher zerlegen und zusammenbauen.
Nun stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, den Laufring abzudrehen und den /5-Simmerring zu verwenden. Hat da jemand Erfahrungen?

Des Weiteren habe ich bemerkt, dass die Nebenwelle vorne nicht in dem zweireihigen Lager sondern in einem Kegelrollenlager sitzt.
Derjenige, der das Getriebe mal gemacht hat, sagt, dass er mal eine Phase hatte, wo er von Guzzi inspiriert das 30203 verbaut hat.
Da mein Getriebe mit dem 30203 seit nunmehr knapp 20.000 km unauffällig läuft, würde ich das Kegelrollenlager drin lassen.
Hat das auch schon mal jemand gemacht?

 Weiterhin Frohe Ostern!
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Rütz

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #4 am: 06 April 2021, 18:14:46 »

30203...
Hmm, eigentlich sollen Kegelrollenlager prinzipiell nur paarweise verwendet werden.
Das Kegelrollenlager selber wird es wohl aushalten, aber wie sieht es beim Gegenlager aus, das so permanenten Axialkräften ausgesetzt ist?
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alt-aber-gut

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #5 am: 06 April 2021, 22:22:52 »

30203...
Hmm, eigentlich sollen Kegelrollenlager prinzipiell nur paarweise verwendet werden.
Das Kegelrollenlager selber wird es wohl aushalten, aber wie sieht es beim Gegenlager aus, das so permanenten Axialkräften ausgesetzt ist?

Das sehe ich genau so.
Das Kegelrollenlager kann so nicht richtig eingestellt werden ohne das Rollenlager falsch zu belasten oder gar vorzeitig zu zerstören. In jedem Fall ist diese Art von Montage technisch nicht in Ordnung und wird im Endeffekt zu Spätfolgen führen, also besser nicht so belassen. Grüße, *****
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CowBoy

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #6 am: 07 April 2021, 23:10:27 »

Das mit der paarweisen Verwendung von Kegelrollenlagern hatte ich auch mal gelernt - bis BMW in den Paralever-Achsantrieben auch einzelne KeRoLas verbaut hat.
Da fallen die Axialkräfte auch nur über das Rillenkugellager her, was laut Lehrbuch eigentlich gar keine nennenswerten Kräfte in axialer Richtung aufnehmen kann.

Wenn der RWDR Eingang nicht etwas schwitzen würde und das Krad wegen der neuen Steuerräder eh zerlegt wurde, hätte ich mich um das Getriebe gar nicht weiter gekümmert.
Das 6203 hinten läuft immer noch tadellos, auch mit 19.494 km Laufleistung. Und wir sind weiß Gott nicht bummelig gefahren.  8)

War jetzt noch mal schauen: die Schrägverzahnung drückt die Nebenwelle in der Tat nach hinten. Und wenn hinten nun auch statt des 6203 ein 2. 30203 hinkommt?
Die plus 1,25mm müsste natürlich jemand aus dem Deckel ausspindeln.
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Rütz

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #7 am: 07 April 2021, 23:21:21 »

War jetzt noch mal schauen: die Schrägverzahnung drückt die Nebenwelle in der Tat nach hinten.
Genau geschaut?
Unter Last wird die Nebenwelle schon nach vorne gedrückt.
Aber es gibt halt auch Schiebebetrieb und das Kegellager selbst bewirkt eine Kraft nach hinten.
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berndr253

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #8 am: 08 April 2021, 13:16:23 »

Die Änderung des Lagerung der Nebenwelle (zweireihiges Schrägkugellager im Deckel) hab ich bei Boxergetrieben auch schon gemacht. Der Deckel ist tief genug auch das breitere Lager aufzunehmen.
Die gleiche Änderung ist auch bei den Einzylindergetrieben möglich. Die Nebenwelle ist dann beidseitig mit 3203-Lagern ausgerüstet.
Hier ist halt die Frage ob das Not tut - bei der brachialen Leistungsentfaltung unserer Einzlylinder wage ich das zu beweifeln - aber, machbar ist das

Grusz

Bernd
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CowBoy

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #9 am: 08 April 2021, 23:49:33 »

Genau geschaut?
Unter Last wird die Nebenwelle schon nach vorne gedrückt.
Gestern war es mir a9 zu kalt und b9 zu spät noch mal in die werkstatt zu gehen...
Stimmt. die Nebenwelle wird nach vorn gedrückt!

Die Änderung des Lagerung der Nebenwelle (zweireihiges Schrägkugellager im Deckel) hab ich bei Boxergetrieben auch schon gemacht. Der Deckel ist tief genug auch das breitere Lager aufzunehmen.
Die gleiche Änderung ist auch bei den Einzylindergetrieben möglich. Die Nebenwelle ist dann beidseitig mit 3203-Lagern ausgerüstet.
Hier ist halt die Frage ob das Not tut - bei der brachialen Leistungsentfaltung unserer Einzlylinder wage ich das zu beweifeln - aber, machbar ist das

Das ist doch mal eine Aussage! Beim Einzylinder würde ich wohl auch nichts machen. Beim Boxer - speziell mit Gespanngetriebe - sieht das schon anders aus.
Zumal, wenn das Gespann mit einem schweren SW bestückt ist und "artgerecht" bewegt wird (Nur Nebentrecke und keine Kurve ausgelassen).
Das drückt dann schon ganz anständig.

Nachtrag. Das Nockenwellenzahnrad ist am Ende doch unterlegen und sitzt auf der Nockenwelle ohne Presse nur mit warm machen (und etwas aufreiben)
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Elefantentreiber

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #10 am: 09 April 2021, 08:29:00 »

Dann hoffen wir mal dass das bei Dir gut geht.

Ich habe kürzlich einen R68 Motor aufgemacht da konnte man nach wenigen hundert Kilometern das NW-Rad lustig
auf der Welle hin und her schieben.

Da war der Sitz dann bereits kaputt, schade ums Geld bei den doch recht teuren Teilen.

(und etwas aufreiben)
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rolf

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #11 am: 09 April 2021, 08:50:25 »

aufreiben ???
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berndr253

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Re: Grenzen für Heimwerker?
« Antwort #12 am: 09 April 2021, 14:06:58 »

Draufreiben
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