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Autor Thema: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang  (Gelesen 872 mal)

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johannestiger

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Hallo Zusammen,

erst nachdem ich das getriebe stolz wieder zusammen hatte fällt einem Kumpel auf, dass der runde Führungszapfen der Abtriebswelle für die Kardanwelle schon Verschleiß zeigt. Wieviel Spiel darf das Teil den in der Kardanwelle haben, die ja auch schon einige Kilometer auf dem Buckel hat. Gibt es dafür allgemeine oder Erfahrungswerte? Führt erhöhtes Spiel zum Schlagen der welle? Ich fürchte ich baue das Getriebe wieder auseinander und lasse die Abtriebswelle richten. Und was macht man mit der Kardanwelle?

Gruß

Alexander
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johannestiger

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #1 am: 13 Dezember 2018, 21:57:43 »

Hallo Zusammen,

erst nachdem ich das getriebe stolz wieder zusammen hatte fällt einem Kumpel auf, dass der runde Führungszapfen der Abtriebswelle für die Kardanwelle schon Verschleiß zeigt. Wieviel Spiel darf das Teil den in der Kardanwelle haben, die ja auch schon einige Kilometer auf dem Buckel hat. Gibt es dafür allgemeine oder Erfahrungswerte? Führt erhöhtes Spiel zum Schlagen der welle? Ich fürchte ich baue das Getriebe wieder auseinander und lasse die Abtriebswelle richten. Und was macht man mit der Kardanwelle?

Gruß

Alexander
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berndr253

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #2 am: 13 Dezember 2018, 22:29:26 »

Die Führung ist noch brauchbar - dass der Ansatz Risse zeigt liegt wohl an dem verwendeten Abzieher mit einer nicht passenden Spitze). Die war zu stumpf und hat das zylindrische Ende geweitet  macht nichts.

Bezüglich des Verschleisses
Schieb die Kardanwelle ohne die Hardyscheibe auf und versuche die Welle auf dem Wellenstumpf der Abtriebswelle hin und her zu wackeln. Wenns hier nur ein paar Zehntel Millimeter sind - ok - wenns mehr sein sollte ist eine neue Kardanwelle fällig.
Am vorderen Ende wird die Kardanwelle keinen Verschleiss haben - der zeigt sich erst, wenn die kugelförmige Aufnahme in der Mitte der Bohrung in der Kardanwelle liegt - also dort, wo die Reibung stattfindet.
Vor der Montage den Zapfen und die Aufnahme mit Graphitfett schmieren
Wenn die Verbindung ausgeschlagen ist halten die Hardyscheiben nicht lange - zudem wackelt die Kardanwelle nach kurzer Zeit recht heftig hin und her.

Grusz

Bernd
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2018, 22:34:07 von berndr253 »
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johannestiger

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #3 am: 13 Dezember 2018, 23:46:16 »

Danke Bernd!

Könnte man die Kardanwelle vielleicht ausbuchsen?
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berndr253

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #4 am: 14 Dezember 2018, 11:32:35 »

Ist kompliziert.
An meiner 25/3 hatte ich mal das gleiche Problem. Die mechanische Werkstatt der Chemietechnik an der Uni Dortmund hatte da eine tolle Lösung. Die Welle würde gekürzt und eine Buchse auf den Mitnehmer geschweisst. Aussen- und Innendurchmesser auf Maß gedreht.

Die Welle hab ich heute noch - aber nicht mehr in Gebrauch

Grusz

Bernd
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johannestiger

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #5 am: 14 Dezember 2018, 16:32:39 »

Klingt gut! Wäre ich Feinmechaniker, würde ich vielleicht ernsthaft darüber nachdenke. So werde ich wohl eher eine neue Welle kaufen müssen, zumal auch die Lauffläche für den WeDi am Achsgetriebe ordentlich eingelaufen ist. Eigentlich schade, das ausgerechnet das Kreuzgelenk einen guten Eindruck macht.

Gruß

Alexander
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guest888

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #6 am: 14 Dezember 2018, 17:41:56 »

Die Idee, wegen der genannten Probleme, eine Welle mit gutem Kreuzgelenk zu verwerfen ist in meinen Augen definitiv überzogen. Das sind ja mehrere hundert Euro.
Zunächst zu der Simmering-Lauffläche. Das lässt sich mit einem sog. "Speedi sleeve" recht einfach lösen. Ich weiss nicht ob Du das kennst:
http://www.skf.com/binary/49-128020/11337_2-DE-SKF-Speedi-Sleeve-NG.pdf
-Du mußt nur schauen das Du Deine Welle dort sauber mißt, wo das Teil aufgesetzt wird. Eine geniale Lösung.
Die Aufnahme über der Getriebeausgangswelle läuft eigentlich ohnehin berührungsfrei und stellt eine Sicherheit im Notfall dar, bei z.B. einem massiven Defekt der Hardy-Scheibe, damit die Welle nicht seitlich ausschlägt. Würde sich das ständig berühren, wäre es sehr rasch verschlissen; Einfetten ist natürlich immer gut.
Da habe ich bei wirklich unterschiedlichstem Spiel an meinen Maschinen bei deutlich mehr als 100000 km noch nie ein Problem gehabt.
Ein Schlagen der Welle habe ich noch nie gesehen
Da würde ich mir allenfalls (nicht im Frankfurter Raum, sondern beim Rabenbauer) eine neue Hardy-Scheibe kaufen und es probieren.
Ich wette da passiert gar nichts.
Ich hatte mal eine Welle da hatte jemand, aus welchen Gründen auch immer, den mittleren Zapfen um mehr als die Hälfte abgesägt. Habe ich relativ lange gefahren ohne irgend etwas was zu merken.
habe aber später aus Sicherheitsgründen ein Stück Material aufgeschweißt und gebohrt. Das weil mir ein Altprofi (Horst Walter) sagte er habe einige Fälle erlebt wo eine ausschlagende Welle zu schweren Unterschenkelverletzungen geführt habe.
Deswegen wurde nach seiner Aussage als weitere Sicherheit ab 1952 auch die Glocke über der Mitnehmerscheibe ergänzt.
N.B. Die Kugel der Abtriebswelle an den beiden Getrieben die ich hier stehen habe mißt 11 bzw. 11,2mm
Gruß
Frank
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berndr253

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #7 am: 14 Dezember 2018, 18:00:17 »

Da hab ich andere Erfahrungen!
Die ausgeschlagene Welle hat innerhalb kurzer Zeit die Hardyscheibe geschrottet.

Bernd
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Micha

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #8 am: 14 Dezember 2018, 18:07:46 »

Der Bals setzt solche Wellen instand, hat er bei meiner 25/3 für einen überschaubaren Betrag (ich meine<100) gemacht. Ist aber auch schon wieder fünf Jahre her. Wenn der Rest (Chrom, Kreuzgelenk usw.) gut sind lohnt sich das! Einfach mal anrufen.

Gruß

Micha
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rolf

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #9 am: 14 Dezember 2018, 18:41:25 »

wenn die Welle wirklich Führungsaufgaben hat....wäre sie:
1. mindestens mit einer Schmiermöglichkeit ausgestattet (wie lange soll denn das halten...Metall auf Metall?)
2. hat sie für den Notfall Führungsaufgaben wenn die Hardyscheibe sich verflüchtigt hat
3. war deine Hardyscheibe unter Garantie russischer Herkunft....und die haben noch nie lange gehalten (auch wenn sie billiger waren/sind ;D)
4. habe ich schon Getriebe gefahren das war der Zapfen komplett weg....Hardyscheibe hielt aber trotzdem
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berndr253

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #10 am: 14 Dezember 2018, 21:07:08 »

Eine Initialschmierung mit einem Grafitfett hat schon lebensverlängernde Eigenschaften - ordentlich gefettet verhindert das auch Rost
Die Information, dass Stemler vor 35 Jahren Hardyscheiben aus russischer Produktion verkauft hat war mir damals nicht bekannt.
Wieviele Kilometer ist das Getriebe denn ohne diesen Zapfen/Führung denn gelaufen?
Na dann ist ja alles gut - also das Wackeln ignorieren und weiterfahren.

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guest888

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #11 am: 15 Dezember 2018, 00:14:50 »

Hallo Bernd,
ich will Deine Erfahrung nicht in Abrede stellen. Aber ich bin, wie Rolf, auch fest davon überzeugt das die Gründe für die Zerstörung deiner Mitnehmerscheibe anders liegen("wenn nicht Moskau dann vielleicht Frankfurt" ;D ;D ;D).
Beispiel: die Hardyscheibe an meinem R67/2+Steib S500 Gespann sitzt seit mehr als 5 Jahren weiterhin so spack auf den 4 Mitnehmerzapfen das sie beim Schieben des Gefährts klagend quietscht.
Sollte ein (leichtes) Schlagen der Welle zu einer totalen Zerstörung der Scheibe führen, würde ja erst recht der viel höhere Druck beim Bremsen bzw. Beschleunigen immer zwangsläufig in kürzester Zeit zu einer kreisförmigen Zerstörung des Gummis führen.
Das ist aber nicht der Fall. Man sieht allenfalls bei alten Scheiben mal etwas oval verformte Löcher, mehr nicht.
Es sei denn das Gummi ist nach Jahrzehnten völlig verhärtet. Dann leiden aber eher sogar mal die Metallzapfen an Welle und Getriebeabgang, weil die Stoßdämpferfunktion des Gummis nicht mehr gegeben ist.
Ich würde bei den oben beschriebenen Problemen, wie schon gesagt, mit einem Speedi Sleeve und einer neuen bayrischen Hardyscheibe arbeiten.
Da wird nichts passieren. Jeder wie er will.
Gruß
Frank
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rolf

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #12 am: 15 Dezember 2018, 11:45:29 »

Rostvorsorge ist ein interessanter Aspekt!
ich meinte nicht vor 35 Jahren, Bernd ;)
wie lange gelaufen? muss ich lügen...aber mind. 50000km
welches wackeln? bei mir wackelt da nichts, das hält die Hardyscheibe fest im Griff.
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berndr253

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #13 am: 16 Dezember 2018, 12:03:20 »

Ein Speedy-sleeve wird meiner Meinung nach nicht viel bringen, weil der Materialverlust sich weniger auf dem gehärteten Zapfen sondern vielmehr in der Bohrung der Kardanwelle abspielt.
Dabei ist der Materialabtrag in der Mitte der Buchse, also dort wo die Kugel der Abtriebswelle läuft. Einen Ring bekommt man in diese Bohrung nicht mehr hinein.
Welche Bewegungen die "Kugel" in der Bohrung macht und mit welchen Relativbewegungen und -geschwindigkeiten hier zu rechnen ist sollte man sich mal Gedanken machen, insbesondere bei fast waagerecht liegender "Achse" Kardanwelle-Abtriebswelle ...

Nach Meinung der Experten ist das ja mit "guten Hardyscheiben" ja alles kein Problem - also einfach ignorieren und weiter fahren.

Bernd
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rolf

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Re: R 51/3 Getriebe, Führung der Kardanwelle am Getriebeausgang
« Antwort #14 am: 16 Dezember 2018, 13:33:52 »

insbesondere bei fast waagerecht liegender "Achse" Kardanwelle-Abtriebswelle ...

Da berühren sie sich gar nicht
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