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Autor Thema: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang  (Gelesen 456 mal)

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HaJü

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Hallo Gleichgesinnte,

bei meiner R 75/5 habe ich folgendes Phänomen:
Beim Anfahren, auch beim Hochschalten während des  Übergangs in den zweiten Gang - soweit ich nicht bewusst mit der Kupplung "auffange" - zeigt sich ein Ruckeln/leichter Schlag. Meiner Einschätzung nach eher aus Richtung Hinterachsgetriebe.

Wie ich das nach Einlesen in diversen  Fachunterlagen zur Zeit sehe, kommen folgende "Verdächtige" in Frage:
Kreuzgelenk an Kardanwelle am Getriebeausgang, Kupplungsnabe bzw. Kupplungsglocke, Kegelrad/Tellerrad oder Mitnehmerverzahnung/Gegenstück in Bremstrommel.

Wie Helmut Heusler in seinem Buch schreibt, seien Schäden am Kreuzgelenk sehr selten, wesentlich häufiger da durch
Winkel- und Längenbewegungen stark belastet träten Schäden an Kupplungsnabe  und - glocke auf.

Um den Aufwand im Augenblick erst einmal gering zu halten, werde ich mir kurzfristig erst einmal nur die Mitnehmerverzahnung ansehen (habe ich kürzlich erst mit Staburags geschmiert, deutlicher Verschleiß wäre mir wahrscheinlich aufgefallen).

Gibt es bei Euch irgendwelche Erfahrungen hinsichtlich der von mir geschilderten Problematik?
Existieren Verfahren/Methoden, um bestimmte Ursachen auszuschließen (ohne direkt alles auseinanderzunehmen (-:   )

Es grüßt dankend


Hans-Jürgen





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Elefantentreiber

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Re: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang
« Antwort #1 am: 11 Juni 2021, 20:39:14 »

Hallo Hans-Jürgen,

hört sich für mich nach einer lahmen/gebrochenen Ruckdämpferfeder an.

Dummerweise hat eine /5 das nur im Getriebe.
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johannestiger

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Re: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang
« Antwort #2 am: 12 Juni 2021, 06:14:12 »

Hallo Hans-Jürgen,

wenn du die Sorge hast, dass im Achsantrieb oder im Getriebe etwas defekt ist, dann lohnt es sich sich das Öl anzusehen bzw. die magnetischen Ölablassschrauben.

Guß

Alexander



Hallo Gleichgesinnte,

bei meiner R 75/5 habe ich folgendes Phänomen:
Beim Anfahren, auch beim Hochschalten während des  Übergangs in den zweiten Gang - soweit ich nicht bewusst mit der Kupplung "auffange" - zeigt sich ein Ruckeln/leichter Schlag. Meiner Einschätzung nach eher aus Richtung Hinterachsgetriebe.

Wie ich das nach Einlesen in diversen  Fachunterlagen zur Zeit sehe, kommen folgende "Verdächtige" in Frage:
Kreuzgelenk an Kardanwelle am Getriebeausgang, Kupplungsnabe bzw. Kupplungsglocke, Kegelrad/Tellerrad oder Mitnehmerverzahnung/Gegenstück in Bremstrommel.

Wie Helmut Heusler in seinem Buch schreibt, seien Schäden am Kreuzgelenk sehr selten, wesentlich häufiger da durch
Winkel- und Längenbewegungen stark belastet träten Schäden an Kupplungsnabe  und - glocke auf.

Um den Aufwand im Augenblick erst einmal gering zu halten, werde ich mir kurzfristig erst einmal nur die Mitnehmerverzahnung ansehen (habe ich kürzlich erst mit Staburags geschmiert, deutlicher Verschleiß wäre mir wahrscheinlich aufgefallen).

Gibt es bei Euch irgendwelche Erfahrungen hinsichtlich der von mir geschilderten Problematik?
Existieren Verfahren/Methoden, um bestimmte Ursachen auszuschließen (ohne direkt alles auseinanderzunehmen (-:   )

Es grüßt dankend


Hans-Jürgen
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motoclub

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Re: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang
« Antwort #3 am: 14 Juni 2021, 09:34:44 »

Hallo Hans-Jürgen,

hört sich für mich nach einer lahmen/gebrochenen Ruckdämpferfeder an.

Dummerweise hat eine /5 das nur im Getriebe.

So ist es. Getriebe raus, Getriebe auf, Antriebswelle reparieren, alles sauber ausdistanzieren und neu lagern, und die üblichen Schwachstellen beseitigen. Kurzum: einbmal das volle Getriebeprogramm.

Der 'Elefantentreiber' kann das übrigens kompetent für Dich erledigen. Es ist dazu Spezialwerkzeug, Erfahrung und Routine nötig. Wenn Du es selbst machen willst, hast Du, wenn es dann nach vielen Versuchen soweit ist, entweder alles drei gewonnen oder Du hast das Getriebe schlussendlich weggegeben.
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Viele Grüße
Thomas

HaJü

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Re: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang
« Antwort #4 am: 14 Juni 2021, 12:59:05 »

Zunächst einmal vielen Dank für Euer Feedback.

Alexander: Öl wurde kürzlich gewechselt, keine erkennbare Metallspuren.
"Elefantentreiber": An den Ruckdämpfer hatte ich auch schon gedacht. Ich möchte die mögliche Ursache aber noch etwas   eingrenzen. Vielleicht ist ja auch das  Gesamtspiel im Antrieb auf die additive Wirkung einer Vielzahl von Einzelwirkungen zurückzuführen (Antriebswelle, Ruckdämpfer, Kupplungsnabe/-glocke, Kegelrad/Tellerrad, Mitnehmerverzahnung).
Das Ruckeln lässt sich übrigens durch entsprechendes Auffangen mit der Kupplung fast eliminieren.



Gruß



Hans-Jürgen 
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johannestiger

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Re: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang
« Antwort #5 am: 14 Juni 2021, 13:51:57 »

Vor vielen Jahren hatte ich es mit dem gleichen Phänomen bei einer R27 zu tun. Letztlich stellt sich nach vielem herumgepuzzle heraus, dass die Getriebe - Eingangswelle falsch justiert war, zuviel Axialspiel. Den Hinweis mit dem Öl gab ich, weil der Ruckdämpfer eigentlich ein zuverlässiger Spänelieferant ist. Wenn da aber nichts ist....
Weiterhin viel Erfolg beim Aufspüren des Fehlers. Den Achsantrieb würde ich als Fehlerquelle ausschließen: entweder dreht der sich unauffällig oder eben nicht. Dann st es aber immer so und nicht nur beim einkuppeln.

Beste Grüße

Alexander
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Elefantentreiber

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Re: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang
« Antwort #6 am: 14 Juni 2021, 15:03:05 »

Stell das Motorrad mal auf den Hauptständer und lege den 1. Gang ein.

Motor aus, jemand sollte das Krad festhalten.

Nun nimmst Du mal beide Hände und frehst das Hinterrad erst einmal vorwärts und rückwärts.

Dabei stellt Du fest wie viel "Spiel" sich da so aufadiert.

Dann dehst Du das Rad mal nach vorn gegen den Wiederstand des Motors und versuchst mit Kraft weiter zu drehen,

wenn Du dabei das Gefühl hast, da gibt etwas nach, aber der Motor war es nicht= Ruckdämpfer

Die Federn werden mit der Zeit Müde, das ist nichts ungewöhnliches, vor allem wenn noch die alte Bauform drin ist.

Zur Sicherheit das ganze auch mal rückwärts


Zunächst einmal vielen Dank für Euer Feedback.

Alexander: Öl wurde kürzlich gewechselt, keine erkennbare Metallspuren.
"Elefantentreiber": An den Ruckdämpfer hatte ich auch schon gedacht. Ich möchte die mögliche Ursache aber noch etwas   eingrenzen. Vielleicht ist ja auch das  Gesamtspiel im Antrieb auf die additive Wirkung einer Vielzahl von Einzelwirkungen zurückzuführen (Antriebswelle, Ruckdämpfer, Kupplungsnabe/-glocke, Kegelrad/Tellerrad, Mitnehmerverzahnung).
Das Ruckeln lässt sich übrigens durch entsprechendes Auffangen mit der Kupplung fast eliminieren.



Gruß



Hans-Jürgen
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HaJü

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Re: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang
« Antwort #7 am: 17 Juni 2021, 11:10:34 »

Hallo in die Runde,

kleines (Zwischen-)Ergebnis:

Habe die Mitnehmerverzahnung geprüft und neu mit Staburags geschmiert: M. E. normaler Verschleiß (an den Zähnen sind die Ansätze erkennbar, an der Stelle, bis wohin der jeweilige Zahn der Gegenseite reicht - Gesamtlaufleistung 54.000 km).
Ich bin so verfahren wie Elefantentreiber beschrieben: Bei eingelegtem ersten Gang gab es  nach Erreichen des "Spielendes" bei kräftigem Drehen am Hinterrad keine weitere - nachgebende - Bewegung, weshalb ich den Ruckdämpfer
nicht mehr als Hauptursache sehe.

Am Getriebeausgang habe ich bei leichtem Bewegen des Hinterrads nach Erreichen des Spielendes einen leichten Klack gehört - ich weiß nicht, ob das für das Kreuzgelenk normal ist (bei meiner Borgward Isabella, die ich 27 Jahre gefahren bin, waren die Kreuzgelenke in der Hinterachse bei - lauterem - Klacken verschlissen).
Ähnliches - leichtes - Klacken bei erreichtem Spielende im Gesamtantriebsstrang lässt sich auch am Hinterachsgetriebe hören. Ich tippe auf Kupplungsnabe bzw. -glocke.

Insgesamt nicht dramatisch. Da ich fahren möchte, sehe ich im Moment keine größeren Eingriffe vor, denke aber über den Austausch von Kreuzgelenk + Kupplungsnabe/-glocke zum Jahresende nach..

Ich habe übrigens vor einigen Tagen mit Heinz Bals telefoniert: Er tippte auf Kupplung (Empfehlung: Kupplung einmal im vierten Gang schleifen lassen, evtl. neiuen Kupplungszug).
Nach den durchgeführten Überprüfungen glaube ich eher weiniger daran.

Es bleibt spannend.

Gruß

Hans-Jürgen
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Brendel

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Re: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang
« Antwort #8 am: 17 Juni 2021, 13:11:29 »

Hallo Hans Jürgen,
als an meiner 60/5 das Kreuzgelenk defekt war hatte ich Brummgeräusche und Vibrationen wehrend der Fahrt.
Gruss
Werner
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HaJü

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Re: R 75/5 - Ruckeln beim Anfahren/Übergang in den zweiten Gang
« Antwort #9 am: 24 Juni 2021, 12:38:26 »

[Grüß`Dich Werner,

also Brummgeräusche und Vibrationen kann ich nicht am Kreuzgelenk feststellen - die Frage ist, ob man es deshalb schon als Ursache ausschließen kann ....

Gruß

Hans-Jürgen
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