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Autor Thema: Schwungscheibe R69  (Gelesen 654 mal)

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F.B.

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Schwungscheibe R69
« am: 07 Februar 2021, 22:01:44 »

Nach Montage der Schwungscheibe findet sich in axialer Richtung ein Schlag von 0,15mm (S. Fotos).
Seitlich/radial sind es 0,06mm. Zur Messanordnung meiner Fotos gibt es ein passendes Bild in "Tausend Tricks für..." mit der Bemerkung im Text der maximal erlaubte Schlag " beim Rundlauf" sei 0,1mm.
In meinen Augen ist das dort fehlerhaft dargestellt, ich glaube das Bild und Text nicht zusammenpassen?
Oder liege ich da falsch? Und wenn ja, was ist zu tun?
Die Schwungscheibe wurde vor dem Zusammenbau auf dem Kurbellwellenkonus mit Schleifpaste eingeschliffen. Der Keil hat ausreichend Luft Richtung Schwungscheibe.
Da würde ich gerne Eure Meinung hören.
Gruß und Dank im Voraus
Frank
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BMW Boxerforum

Schwungscheibe R69
« am: 07 Februar 2021, 22:01:44 »

ulrich6027

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #1 am: 07 Februar 2021, 22:46:25 »

Hallo Frank,

wenn du die Angaben im den Bildern im WHB vergleichst, wird bei dieser Messrichtung von Schlag (Messen an der KW) und von Seitenschlag (Messen der Kuppelungsscheibe) gesprochen. Mehr kann ich da leider auch nicht sagen.

Ulrich
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berndr253

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #2 am: 07 Februar 2021, 23:16:00 »

Der Rand der Schwungscheibe an der gemessen wird (axial) könnte durchaus ein wenig "vergnaddelt" sein. Ich würde den Schlag noch einmal im Bereich prüfen wo die Kupplungsfeder sitzt.
Wenn sich dort ebenfalls ein Schlag an der gleichen Stelle einstellt könnte die Kurbelwelle verdreht sein.
Dazu auch mal prüfen ob die Kurbelwelle vorne am vorderen Zapfen rund läuft.

Bernd
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F.B.

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #3 am: 07 Februar 2021, 23:20:40 »

Werde ich morgen machen.
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F.B.

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #4 am: 07 Februar 2021, 23:33:50 »

Ich habe als PM über einen Forumskollegen eine Mail mit einer Aussage der/des meinerseits am meisten geschätzten Werstatt/Ersatzteillieferanten weitergeleitet bekommen.
Dort wird zu genau diesem Thema gesagt das abweichend vom WHB ein axiler Schlag bis 0,5mm toleriert werden kann.
"Licht am Ende des Tunnels?"
Gruß
Frank
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Elefantentreiber

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #5 am: 08 Februar 2021, 08:21:14 »

0,5mm halte ich für "Irrsinn", dann taumelt es Dir die Verzahnung der Getriebewelle kaputt.

Dann schlägt die Reinscheibe nämlich genau so.

Wie Du weiß ist Deine Schwungscheibe bereits recht weit auf dem Konus drauf,

ich würde diese als allererstes mal wieder demontieren und ohne Scheibenfeder und ohne
Spritzblech und Wellfeder montieren.

Wenn das Messergebnis identisch ist, Schwungscheibe noch einmal ab und 45°/90° Verdreht montieren, wird es besser ist die Schwungscheibe schuld, bleibt es gleich gibt es ggf. ein Problem
mit der Kurbelwelle oder der Montage.
Dann würde ich das ganze nochmals mit Spritzscheibe/Scheibenfeder aber ohne Wellfeder montieren,
wenn die bereits auf Block geht, stimmt die Verbindung KW/Schwungscheibe nicht.

Ich habe als PM über einen Forumskollegen eine Mail mit einer Aussage der/des meinerseits am meisten geschätzten Werstatt/Ersatzteillieferanten weitergeleitet bekommen.
Dort wird zu genau diesem Thema gesagt das abweichend vom WHB ein axiler Schlag bis 0,5mm toleriert werden kann.
"Licht am Ende des Tunnels?"
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Frank
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Q-Michael

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #6 am: 08 Februar 2021, 09:07:33 »

und wenn es dann die Schwungscheibe ist? Abdrehen oder was?
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Alexander

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #7 am: 08 Februar 2021, 09:15:57 »

Oftmals wurde bereits der Konussitz der KW. überdreht , um die Rillen und Fressmarken auf der Konusfläche zu entfernen .
Oder der Innenkonus der Schwungscheibe wurde sauber ausgedreht . Wir wissen ja wie das oftmals da in dieser Ecke so Aussieht . Dann kommt die Schwungscheibe ein gutes Stück tiefer zu sitzen , wie Patrik zuvor angemerkt hat , da er offenbar solche Details von deinem Motor kennt .
Jedenfalls muss man für den Fall , das der Sitz durch überdrehen / überschleifen wieder hergestellt wurde , auch die Stirnfläche der Schwungscheibe etwas herunterdrehen , damit sie nicht zu tief in den Motor hineinreicht und dort an der  Wellfeder und Spritzscheibe auf Block liegt . Ausserdem , die tiefe der Nut für die Scheibenfeder verliert durch überdrehen der Fläche ja auch etwas Tiefe , so das man die Scheibenfeder ev. bischen Abfeilen muss .
Und letztlich , wenn alles andere zb. KW. Lagerluft , KW Rundlauf etc. Ok ist , kann man die ganze Schwungscheibe noch überdrehen .
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Wilhelm

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #8 am: 08 Februar 2021, 11:54:31 »

Hallo das kann man auch messen!
Messe doch mal die gesamte Konustiefe der Schwungscheibe axial. dann messe den KW Stumpf bis zum Lager ohne Wellscheibe. Setze die Schwungscheibe auf und ziehe sie fest. Jetzt messe bitte das Mass von Schwungscheibe bis KW Stumpf. Wenn dieses Maß größer ist als Maß 1-2 dann muss die KW um diese Differenz, denke an die Stärke der Wellscheibe, bearbeitet werden. Diese Messung führe ich bei jedem Motor vor der Montage der Schwungscheibe durch. So sehe ich wie viel Luft zwischen Lager KW und Schwungscheibe ist. Es sind alles so alte Teile. Da passt offt was nicht weil überall dran gereht wurde.
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ulrich6027

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #9 am: 08 Februar 2021, 15:52:27 »

Hallo Frank,

bei bedarf, kann ich dir eine ungefahrene , einmal probemontierte NOS Schwungscheibe zum Messen im Vergleich leihen. Ich habe sie letztes Jahr für eine solche Aktion gekauft aber wieder die alte, um ca 800g erleichterte Schwungscheibe verbaut.

Ulrich
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F.B.

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #10 am: 08 Februar 2021, 17:03:10 »

Es gibt wie immer unterschiedlichste Dinge zu so einem Problem anzumerken. Und alles hat seine Berechtigung. Vieles davon hatte ich schon gemacht wie, Anpassen der Scheibenfeder damit ein Spalt gegeben ist, "Wilhelms" Messung u.ä..
Als ich ein Versetzen der Schwungscheibe um 45°- 180°,nach  Patricks Vorschlag, probiert hab gab es die unterschiedlichsten nicht vergleichbaren Messergebnisse. >:( >:(  Laune im Keller.
Dann hab ich mich erinnert das Hermann Rabenbauer mir mal sagte: Die größte Erfahrung und die besten Problemlösungen hat Heinz Bals. Also hab ich den mal gefragt.
Er sagte das sei ein doch recht häufiges Problem, das er schon hunderte(hat er so gesagt!) Male folgendermaßen gelöst hätte:
-Alles fertig montieren. Seitenschlag messen. Tiefsten Punkt anzeichnen und vor das Schauloch drehen. Durch das Schauloch einen dünnen Schraubenzieher vorsichtig motorwärts unter die Schwungscheibe "keilen". Der höchste Seitenschlag steht jetzt, genau 180° verdreht , gegenüber dem Schauloch auf der anderen Seite.
Jetzt ein mäßig kräftiger Prellschlag mit einem Kupfer oder Aluhammer auf diese höchste Abweichung ganz peripher an der Schwungscheibe. Anschließend nochmals Nachziehen mit dem Drehmomentschlüssel.
Dadurch würde sich der Konus nochmals gering anders setzen.-
Ich hab mich nach einiger Überlegung entschlossen das zu probieren. Nach erneuter Montage betrug der Schlag jetzt an genau der gleichen Position wie zu Beginn 0,17mm, also eigentlich das Gleiche wie zuvor. Nach Durchführung des "Bals Manövers" 0,11-0,12mm. Das blieb nach nochmaligem Anziehen mit 180Nm gleich und so werde ich es lassen.
Ich hoffe das gibt jetzt keine zu wüsten Beschimpfungen.  ::)
Über die Frage eines Schadens an der KW oder Lagerung hatte ich schon mit Heinz Bals gesprochen. Er sah da keine Gefahr.
Gruß
Frank
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Alexander

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #11 am: 08 Februar 2021, 17:23:35 »

Du könntest ja nochmal Hauen . Wenn es beim erstem Versuch schon was gebracht hat , dann Hau halt nochmal etwas fester drauf .
Übrigens : Hast du C3 Lager darin ? Wenn ein öffnendes Ventil an eben der Stelle etwas Wiederstand über die Stirnräder in die KW durchreicht , könnte es auch solche Effekte geben .
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F.B.

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #12 am: 10 Februar 2021, 21:44:36 »

Noch eine Anmerkung zum Abschluss.
Habe heute aus anderen Gründen mit Hermann Rabenbauer gesprochen und mit ihm dann auch über das hier beschriebene Problem geredet. Ich darf ihn zitieren.
Er sagte das sei eigentlich eher schon Standard mit den 0,15mm Seitenschlag, man fände doch eigentlich nie einen dieser (alten) Motoren die den Grenzwerten im Werkstatthandbuch entsprächen. Er hätte in meinem Fall  definitiv nichts gemacht, auch beim doppelten Wert nicht. So hat er eine R69S die damals bei der Motorrevision einen Wert von 0,5mm aufwies. Das sei so geblieben und habe sich über Jahre nie bemerkbar gemacht, trotz hoher km Leistung .
Die Bemerkung im Mai Buch "bei mehr als 0,1mm müsse der Motor wieder auseinander" kenne er auch und könne sie, in dieser Strenge, nicht nachvollziehen.
Das "Bals Manöver" hingegen war ihm unbekannt. Aber auch er sagt das er fest davon ausgehe das man mit dem hier beschriebenen Vorgehen keinen Schaden an Lager oder Welle verursacht.
Also, wie gesagt , es gibt immer viele Meinungen zu einem Problem.
Gruß
Frank
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ulrich6027

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Re: Schwungscheibe R69
« Antwort #13 am: 10 Februar 2021, 23:03:46 »

Hallo Frank,

danke für diese Info / Rückmeldung an uns. So werde ich mit meiner Schwungscheibe und 0,25mm Seitenschlag weiter fahren und nicht aus Panik noch die Bals-Kur durchführen. 

Ulrich
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