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BMW Boxerforum

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Autor Thema: Kaufberatung R51/2  (Gelesen 1286 mal)

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Gerrit

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Kaufberatung R51/2
« am: 25 März 2021, 09:22:41 »

Hallo zusammen,
erst einmal möchte ich mich kurz vorstellen:
Über Wolfgang aus Bremen bin ich zum Einzylinderforum gekommen und über diesen Weg auch zum Boxerforum.
Seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken eine Boxermaschine zu kaufen und gestern habe ich (eigentlich
auf der Suche nach einer R51/3) mir eine R51/2 angesehen. Dazu hätte ich gerne einmal Eure Einschätzung.
Die Maschine war ca. 2 Jahre außer Betrieb und als ich gerade dort war, wurde gerade eine neue 6V Batterie geliefert.
Fix eingebaut, Maschine startete auch nach dem 20. Kick nicht. Also kurz angeschoben und schon klappte es. Folgende
Startversuche waren problemlos. Da die Maschine schon seit 1,5 Jahren keinen TÜV mehr hat, war nur eine sehr kurze
Fahrt möglich. Gänge schalten durch, Beschleunigung bis ca. 50 km/h ok, kein rasseln, klappern etc. Der Verkäufer hat
die Maschine vor 12 Jahren gekauft, anscheinend mal Ventile eingestellt, aber den Motor nicht aufgemacht. Also müsste
einmal eine große Durchsicht gemacht werden. Leider habe ich bisher keine ähnliche Maschine gefahren und kann die
Fahrleistung nicht mit anderen R51 vergleichen.

Jetzt habe ich folgende Fragen: wie aufwändig ist eine Motorrevision und mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Gibt es häufiger Überraschungen? Am liebsten würde ich unter Anleitung/ mit Unterstützung selber schrauben.
Gibt es jemanden im Raum Bremen der so etwas anbietet (gerne auch privat).

Welcher Preis ist für eine R51/2 im Zustand 2(-) angemessen? (Gerne als PN)

Anbei ein paar Bilder zu der Maschine.

Vielen Dank für Eure Unterstützung schon einmal im Voraus!
Gerrit
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BMW Boxerforum

Kaufberatung R51/2
« am: 25 März 2021, 09:22:41 »


Peter

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #1 am: 25 März 2021, 11:37:32 »

Hi Gerrit,
schwierig für eine R51/2 einen Preis zu nennen. Erstens wird die Maschine relativ selten angeboten. Man könnte sich am Pries für eine /3 orientieren und da sind die Preise in den letzten Jahren unter die Decke gegangen. Zustand 2- geben die Verkäufer gerne an, aber Macken im Tank oder Gebrauchsspuren, dazu noch schlechtes Anspringen ist eher Zustand 3. Dazu kommen wahrscheinlich noch Standschäden und eine Komplettdurchsicht des Motors. Beim Motor kommt es natürlich drauf an, was Du nach dem Zerlegen des Motors für einen Zustand vorfindest. Das kann zwischen einem Dichtungssatz und neuen Kolbenringen bis zu einer Komplettrevision schwanken. Sagen kann man das mit Sicherheit nur, wenn man die Motor zerlegt vor sich auf der Werkbank liegen hat und Alles durchgemessen hat!
An deiner Stelle würde ich mir ein aktuelles Bild machen über die üblichen Quellen. (mobile, Oldtimer Markt usw...)

Gruß Peter
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Alexander

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #2 am: 25 März 2021, 13:24:17 »

Also dem vorgeschriebenem nach , dürfte sie vorsichtshalber ca.5tsd nicht überschreiten .
Alternativ müsstest du darauf bestehen , sie vor dem akzeptieren eines höher verlangten Preises , vollständig zu zerlegen und zu vermessen ( lassen ) , um eventuelle Standschäden nicht aus eigener Tasche im Nachwege noch am Bein zu haben .
Jo , macht doch Sinn .
Gruß Alexander
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rolf

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #3 am: 25 März 2021, 16:43:54 »

kannst ja mal vorschlagen.....blödsinnige Antwort
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Alexander

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #4 am: 25 März 2021, 17:26:58 »

Ich werde dort Garnichts vorschlagen . Ich habe lediglich aus den Ausführungen meines Vorschreibers Geschlussfolgert .
Du hättest also schon dort aus deinem Loch springen müssen .
Allerdings kenne ich solche vorgetragenen Argumente und daraus Abgeleitete Preisvorschläge aus eigener persönlicher Erfahrung .
Es gab gar schon solche Knallköpfe , die haben mir exakt vorgerechnet , was nun wahrscheinlich alles kaputtgestanden ist .
Alte Reifen und solches ist dann noch Harmlos . und mal etwas übertrieben Ausgedrückt : Denen hätte ich daraufhin ihrer Rechnung zufolge , das gewünschte Bike für ein Paar Hundert Euro überlassen müssen .
Solche schlauen Kerlchen , gibt es viele am Markt . Und wenn mir einer herum Argumentiert , das die Toleranzen im Motor und son Gelaber , dafür habe ich hier ein "Paralspray" .
Man könnte sich mal den Spaß erlauben einem der im Ebay Kleinanzeigen vielfach Inserierenden ala :
"Suche R51/3 , alles mal Anbieten" , Anzurufen und Einfliegen zu lassen . Sich dann das Gelaber von wahrscheinlich "Totgestandenen Kolben" und das ganze Bla Blaa Reinzuziehen .
Aber mal zurück zum Thema . Der Themenstarter hat hier nicht den gesetzten Preis publiziert . Die Maschine scheint recht ordentlich dazustehen . Wenn er solch eine gerne hätte wäre das ein Infrage kommendes Teil . Ein kleiner Lackschaden , oder ein nicht sofortiges Anspringen spielen doch überhaupt gar keine Rolle . Irgendwas ist immer noch daran zu Leisten , sonst wäre es auch langweilig .
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MUC

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #5 am: 25 März 2021, 18:44:34 »

Ein Bekannter hat mal eine R51/2 gekauft. Schon länger her, war noch zu DM Zeiten. Die Restauration hat sehr viel Kohle gekostet. Motor überholen, bei einen bekannten Händler, ca. DM 8 - 10 Mille. Als er danach damit Probleme hatte bekam er zu Antwort „Für den Preis kann ich keine Garantie geben".  Spaß hat ihm das Moped nie richtig gemacht, gelaufen ist sie auch nie richtig. Also hat er sie mit nicht unerheblichen Verlust wieder verkauft.
Es ist halt Vorkriegstechnik, alles was noch da war wurde verbaut. Eine R51/3 ist schon einen andere Hausnummer.
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Günter

Gerrit

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #6 am: 25 März 2021, 19:56:36 »

Das Argument mit der Vorkriegstechnik lasse ich nur eingeschränkt gelten. Denn wenn ich ein gut fahrendes Motorrad suchen würde, würde ich mir sowohl keine R51/2 und auch keine R51/3 kaufen. Auch keine R90S oder ähnliches. Da ginge ich einfach zum nächsten BMW Händler und würde mir eine neue Maschine mit Garantie bestellen .... 😎

Mir ist sehr wohl klar, dass die Technik nicht mit der heutigen vergleichbar ist und regelmässige Wartung und ggf. auch Reparaturen erfordert. Das macht für mich ja auch den Reiz aus. Also einen Oldtimer zum BMW Händler zu bringen und zu sagen - mach mal - kommt sehr teuer. Und die dort Beschäftigten stehen vor der Maschine ja genauso "hilflos" wie ich. Das kann nur teuer werden.

Was ich suche ist eine Maschine mit möglichst guter Substanz, die mir die nächsten Jahre Spaß beim Basteln und auch beim Fahren bringt. Und wenn ich mal etwas "gut fahrendes" benötige, nehme ich einfach eine andere Maschine. Bei einem Preis von 5000€ stände die Maschine schon bei mir zuhause. Ich denke wenn man sich etwas auf den einschlägigen Kleinanzeigen Portalen herumtreibt, sieht man, dass die Maschinen irgendwo zwischen 10.000 und 25.000€ angeboten werden. Die Frage ist aber, was wird wirklich bezahlt?
Die Angabe 2- stammt von mir, nicht vom Verkäufer. Ich bin kein Profi, daher kann es auch eine 3+ sein.
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Fink

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #7 am: 25 März 2021, 20:34:43 »

Aufgrund der geringen Stückzahl in der die R51/2 ( ca. 5000 Stück ) hergestellt wurde,
ist sie weit seltener als z.B. eine R51/3 ( 18 420 Stück ).
Dies macht sich auch im Preis deutlich bemerkbar.

Ich habe vor Jahren selbst nach einer R51/2 oder R51/3 gesucht.
Bei den Preisen war eine R51/2 immer um ca.50% teurer als eine R51/3.

Natürlich wenn es um gebrauchte Ersatzteile geht bekommt man leichter R51/3-Teile.

Gruss
Klaus
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MUC

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #8 am: 25 März 2021, 20:36:56 »

Zwischen Technik Vorkrieg und Technik heute gab es auch noch was. Z.b. die Schwingenmodelle, die sich gut fahren lassen.
Dein Modell schaut auf den Fotos noch sehr gut aus. Probleme kann es aber evtl. mal mit den Ersatzteilen geben. Was soll das Teil kosten?
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Günter

Gerrit

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #9 am: 25 März 2021, 20:45:58 »

Eigentlich warte ich ja auf Eure Einschätzung, was die Maschine kosten darf ... 😎

Der Preis liegt zwischen 10.000 und 15.000 €.

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F.B.

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #10 am: 25 März 2021, 21:24:34 »

Das ist sicher wie oben angedeutet event. eher im unteren des heute üblichen Preisniveaus.
Wenn wie z.B. Alexander schreibt der Antriebsstrang revidiert werden muss kommen, wenn man Pech hat,
rasch mehr als 5000€ dazu.
Natürlich kann man Glück haben und alles relevante befindet sich in gutem Zustand.
Dazu kann niemand vom äußeren Anschein was sagen.
Wenn benötigt sind bestimmte Teile, wie Zylinder, Köpfe, Nockenwellen etc. deutlich schwerer bzw. gar nicht zu finden, im Gegensatz zur R51/3.
Da gibt es einfach keine eindeutige Antwort.
Gruß
Frank
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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #11 am: 25 März 2021, 23:41:43 »

Hallo Gerrit,
Ich kann mich dem Vorredner nur anschließen.  Ich kenne die 51/2 zwar nicht (habe selber eine 50/2), aber das was auf den Bildern zu sehen ist lässt zumindest auf einen gepflegten Zustand schließen.
Der Motor läuft und mach offensichtlich keine außergewöhnlichen Geräusche.  Das Moped hat Papiere,  bräuchte nur neuen TÜV und dann kann es losgehen. Und das bei einer  Preisspanne, die auch schon für ne Nachkriegs R50 aufgerufen werden.
Ich kenne die 51/2 zwar nicht im Detail,  aber Spiel am Endantrieb kann man prüfen indem man die Kardanwelle festhält und mal am Rad dreht. Idealer Weise lässt der Verkäufer es zu, das Hinterrad auszubauen was eine Sichtprüfung  der Mitnemerverzahnung ermöglicht .  Vielleicht ist es beim HAG der 51/2 auch möglich durch  Öleinfüll, oder Entlüftungsschraube einen Blick auf die Verzahnung zu bekommen.
Und wenn der Verkäufer gnädig ist lässt er auch einen Blick unter die Ventildeckel zu. Ist dort alles schwarz versottet, oder sauber. Das lässt dann schon Schlüsse auf den Gesamtzustand des Motors zu. 
Und ob überhaupt eine komplette Motorrevision notwendig ist wäre zu überlegen.  Wenn man  Kolben und Zylinder zieht kann man schon ne Menge prüfen,  Stichwort Kolben, Zylinder, Zylinderkopf,  Pleuellager,  Pleuelauge, Stößel, Laufflächen der Nockenwelle etc.
Viel mehr habe ich an meiner R50 auch nicht gemacht und die läuft seit über 10 Tkm bei mir einwandfrei. 
Ne Garantie gibts aber  letzendlich nie.

Gruss Von der anderen Weserseite
Ingo

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Elefantentreiber

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #12 am: 26 März 2021, 07:59:15 »

Für mich hört sich die Preisspanne gar nicht so unvernünftig.

Wenn ich die ganzen für den Verkauf zusammen geschossenen Import 51/3 so sehe ist die /2 gerade zu günstig.

Machen wie es mal so:

Real gibt es keine aus eigenen Kraft mehr fahrende R51/3 unter 9-10T€,
für eine perfekte in Originalität / Lack und Technik nicht mehr als 15-16T€.

Ich halte Anbetracht des Zustandes und der eher spärlichen Beschreibung die /2 für 13500 € gut bezahlt.

Das ist etwas mehr als die Mitte zwischen 10000 und 15000 €.

Argumentieren würde ich das damit das die Preisvorstellung grundsätzlich in Ordnung ist, Du aber sicherlich nach Inbetriebnahme und großer Inspektion noch ein paar Dinge wirst machen müssen.

Das ist einfach der langen Standzeit geschuldet, den Motor würde ich in jedem Fall öffnen.
Wenn dieser grundsätzlich in Ordnung ist, nur die Schleuderbleche reinigen und neue Lager und Wedi´s.
Man muss nicht immer gleich alles in Neuzustand bringen, vor allem nicht wenn hinterher 1500-2000 km im Jahr zusammen kommen.




Eigentlich warte ich ja auf Eure Einschätzung, was die Maschine kosten darf ... 😎

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Gerrit

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #13 am: 26 März 2021, 09:25:28 »

Heute morgen haben wir uns per Whatsapp geeinigt  8) . Abholung passiert nächste Woche. Dann teile ich auch mehr Details.
Schönen Gruß
Gerrit
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motoclub

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Re: Kaufberatung R51/2
« Antwort #14 am: 26 März 2021, 12:41:45 »

Heute morgen haben wir uns per Whatsapp geeinigt  8) . Abholung passiert nächste Woche. Dann teile ich auch mehr Details.
Schönen Gruß
Gerrit
Na denn: Viel Glück und viel Spaß mit dem neuen Motorrad, das Wetter entwickelt sich derzeit passend!
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Viele Grüße
Thomas
 

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