R51/3 Vordergabel Dämpfereinsatz - wie prüfen ?

Begonnen von lurch-salamander, 10 Juni 2015, 20:20:15

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lurch-salamander

Hallo Boxergemeinde,

anbei 2 Bilder von meiner zerlegten R51/3-Gabel. Ich bräuchte mal einen Tipp, wie ich den Zustand des Dämpfers beurteilen kann. Insbesondere die untere Führung an der inneren Dämpferstange (an der weiter oben auch das "Ventil" und der Konus sitzt), sieht etwas seltsam aus - die Buchse kann man über so eine Art "Sperre" vor der unteren Mutter hin- und herschieben - ist das o.k. so ? Auch ist mir nicht klar, wie ich das "Ventil" prüfe ?
Ersatzteile einzeln habe ich hierfür keine ausmachen können - nur ganze Dämpfer.

Vielen Dank für eure Einschätzung !

Mathias




CowBoy

Hallo Mathias,

die Blech-Buchse darf sich nicht nach oben verschieben lassen, das dämpft dann nicht. Ich kennen keine Quelle für Einzelteile...
Pfüfung ist simpel: Dämpfer in das Tauchrohr - mit Dichtung und Ablaßschraube - einbauen, Öl rein und dann die
Dämpferstange rein und raus ziehen. Nach ein paar Betätigungen wird sich bei intaktem Dämpfer die Stange leicht
rein und schwer rausziehen lassen. Definierte Angaben dazu gibt es nicht.
Geht es in beide Richtungen leicht: Dämpfer neu.

Gruß, Cowboy

PS: so verranzt wie das da drinnen aussieht, würde ich die Dämpfer ohne weiteres Prüfen erneuern. Prüfen
hingegen würde ich die Tauchrohr-Innenmaße wie weit das schon verschlissen und konkav eingelaufen ist.

lurch-salamander

Hallo Cowboy,
Danke für Deine Einschätzung. Uli in Frankfurt hat, nachdem ich die Fragmente auf seinen Ladentisch gelegt habe, das gleiche gesagt. Habe jetzt 2 neue vollständige Dämpfer bei ihm gekauft.
Viele Grüße
Mathias

Wilhelm

Hallo zusammen,
suche gerade einen Beitrag der den Dämpfer der Vorderradgabel erklärt. Dabei ist mir aufgefallen das Ihr hier nur die Hälfte angesprochen habt. Ich habe Dämpfer die noch ganz gut aussehen aber nicht arbeiteten. Das Fussventil im Dämpferrohr war defekt! Ich stelle mal Bilder bei, auf denen man diese Fussventil sehen kann. (Blechstück mit vier Laschen). Das Ventil wir von einer Rohrniete im Dämpferrohr gehalten. Stößt man die Kolbenstange hart in den Dämpfer, so zerstört der Kolben die Rohrniete die das Fussventil an seiner Position hält. Diese zerdrückte Rohrniete hatte bei mir im Dämpfer das Fussventil blockiert! Auf dem zweiten Bild habe ich versucht die Position des Ventiles im Dämpfer darzustellen. dazu habe ich eine Schraube in die Bohrung des Rohrniets eingeschoben. Der defekte Rohrniet ist auf den Bildern zu sehen.

PS. Wer kann mir 10 Rohrnieten 3x20x0,5mm aus Stahl besorgen? Für Infos wäre ich Dankbar.

rolf

Mathias, lasse mich raten...deine Dämpfer hat er behalten?

lurch-salamander

Ne - habe ich für alle Fälle behalten.
Gruß
Mathias

rolf

Vernünftig...sind nämlich rel. selten...ist die neuere Ausführung ...wird gerne an Deppen als R 68 Dämpfer verkauft.

Wilhelm

Hallo,
so nun habe ich die Niete St 3x0,5x20 für das Bodenventil im Stoßdämpfer Vorderradgabel  Gerade Weg Modelle bekommen.
Die untere Gabelführung Stoßdämpferstange, auf dem das Stoßdämpfer Ventil aufliegt, und das Ventil selber habe ich instandgesetzt und gerichtet und geplant. Das Bodenventil von dem es anscheinend verschiedene Ausführungen gibt, siehe Bild, habe ich gereinigt und ebenfalls gerichtet. Das Bodenventil wird mit einer Niete im Stoßdämpfergehäuse gehalten. Diese habe ich neu vernietet.
Alles habe ich zusammengebaut und in eine Ölflasche gehalten. Schon nach dem zweiten betätigen der Kolbenstange hat der Dämpfer seinen Dienst verrichtet.
Ich habe noch Versuche mit unterschiedlichen Lagerungen des Stangenventils durchgeführt. Dabei hat sich eine Scheibe im Inneren des Stoßdämpfer Ventils bewährt. Durch sie wurde der Weg des Ventils  begrenzt. So das beim eindrücken der Dämpferstange ein etwas größerer Gegendruck an der Stange zu spüren war.
Mal sehen wie es sich beim Fahren bewährt.


motoclub

Hallo zusammen,

eine sehr detaillierte Diskussion zu genau diesem Thema gab es vor kurzem im VFV Forum. Ich hatte selber Dämpfer zu reparieren von meiner R51/3. Die Gabel war nach der Reinigung und Inspektion 'bocksteif' - die Dämpfer habe ich nciht geöffnet. Also alles noch einmal auseinander und reingeschaut - da fehlten Ventilplättchen und Federn. Das war jedoch mit etwas 'Bastelgeschick' hinzubekommen. Meine R51/3 ist vom September 1953 (also ein Modell 1954) und hatte die gleichen Dämpfer (mit "Zeppelin"- Führung oben auf der Dämpferstange) wie im ersten Beitrag abgebildet.

Die Dämpfer auf den ersten Fotos sehen wirklich ziemlich mitgenommen aus, Korrosion ist bei den alten Gabeln, wenn Wasser eingedrungen war, ein Thema. Trotzdem lassich mich mal zu der Aussage hinreissen dass eigentlich JEDER Dämpfer reparabel ist, der Aufbau ist simpel und die Funktion kann mit dem Wasserglas halbvoll mit Öl gut geprüft werden.

Dass der Uli Dir gern ein paar neue Dämpfer verkauft hat, und dass diese sicher auch vernünftig funktionieren steht außer Frage... ;)
Viele Grüße
Thomas

David

Hallo zusammen
Meine Dämpfer sehen auch so aus. Habe sie von Stemler. Jedoch ist auf der rechten Seite die Druckstufe gleich zäh, wie die Zugstufe. Die Gabel ist dadurch ziemlich hart. Ich habe den Dämpfer demontiert. Das Kolbenventil scheint in Ordnung zu sein. Was ich nicht begriffen habe bei der Druckstufe: Wo sollte das Öl beim Einfedern durchfliessen, welches von der Kolbenstange verdrängt wird? Auch durch das Fussventil?

David

Hallo allerseits

Nachdem ich den Dämpfer wieder ausgebaut habe und mit der einen oder anderen KI disskutiert habe, bin ich nur ein kleines Stück weiter. Ich sehe, dass beim Einfahren der Kolbenstange unten beim Fussventil (bei 2) etwas Öl austritt. Wieviel dass oben durch die Führung der Kolbenstange (bei 1) geht, weiss ich nicht. Kann mir jemand sagen, wo das Öl aus dem Dämpferzylinder raus soll, wenn die Kolbenstange eintaucht? Momentan kann das Öl zu wenig schnell raus und die Gabel ist dadurch viel zu hart.

CowBoy

Die sog. "KI" ist bestenfalls ein mäßig komplexer Algorithmus , der in der Regel nur Müll hervorbringt.
Warum schaust Du nicht einfach in die Bedienungsanleitung Deines Motorrades?

David

Danke für den Hinweis. Aber die beschriebene Nut ist ja relativ kurz (rot eingekreist). Das Foto zeigt die Position des Dämpfers, wenn das Vorderrad komplett entlastet ist. Bei Belastung ist am Anfang die Nut gar nicht im Bereich der Führung. Da kann dann nichts über diese Nut fliessen. In diesem Moment muss das Öl irgendwo sonst durch. Aber wo? Ich verstehe das nicht.

David

Habe jetzt das Fussventil ausgebaut. Muss das Plättchen so gewölbt sein?

motoclub

Viele Grüße
Thomas

Gerrit

Hallo Thomas,
bei mir steht alles rund um die Gabel 10 Seiten vorher (1. Auflage). Welches ist die aktuelle Auflage und was ist alles dazu gekommen? Und kommt vielleicht bald wieder was?

Schönen Gruß
Gerrit

motoclub

Moin Gerrit,

in die zweite Auflage sind 10 Manuskript-Seiten an Änderungen und Ergänzungen reingegangen. Themen, die wir angefasst haben, waren u.a. (ist schon lange her, daher schaue ich gerade mal durch das Briefing für die Layouterin) exakt die Gabel-Dämpfer, Motor R51/2, Luftfilter-Umbau, Achsantrieb einstellen und viele kleiine Änderungen und Ergänzungen.

Es kann durchaus sein, dass das Buch noch einmal aufgelegt wird, wenn diese Auflage weg ist - ich bezweifle aber, dass es dann noch inhaltliche Änderungen vorgenommen werden - das Buch ist 'ausgereift' (auch wenn ich weiter Ergänzungen sammle ...).
Viele Grüße
Thomas

David

Hallo Thomas

Das Buch habe ich gekauft. Ist ein tolles Buch und sehr schön bebildert und beschrieben. Ventilplättchen mit Wölbung hab ich gesehen, danke. Leider bin ich mit dem Dämpferverhalten nicht weiter gekommen. Wie oben beschrieben ist die Druckstufe viel zu zäh/hart. Wenn die Nut der Kolbenstange bei der Führung ist, ist die Dämpfung wie erwartet sehr gering. Aber davor und danach ist die Druckstufe einfach zu hart. Habe es versuchsweise auch mit ausgebautem Kolbenventil getestet (nur Aluvierkant dran gelassen). Die Druckstufe war so genau gleich hart. Am Kolbenventil kanns also nicht liegen. Ich bin nahe dran, einfach ein kleines Loch ins Ventilplättchen zu bohren. Mir scheint das Bodenventil und die Führung einfach zu dicht zu sein. Oder hat wer ne bessere Idee?

Grüsse
David

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