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Autor Thema: Hydraulischer Lenkdämpfer  (Gelesen 4343 mal)

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berndr253

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Hydraulischer Lenkdämpfer
« am: 07 Januar 2014, 00:41:07 »

Nachdem ich nun zweimal die Erfahrung mit "Lenkerschlagen" meiner R50 erlebt und ohne mich aufs Maul zu legen überstanden habe und daraufhin das komplette Programm zur Ursachenbekämpfung durch habe überlege ich die vorhandene Flatterbremse gegen einen hydraulischen Lenkungsdämpfer auszutauschen.
Es ist klar, dass ein Originalteil (von der 50S oder 69S) kaum noch komplett zu bekommen ist. Meine Lösung wäre es eine Alternative zu dem bekannten System zu bauen. Hierbei würde der Dämpfer fest eingestellt werden und nur mit einem gewissen Aufwand "regelbar" sein.
Das Rad neu zu erfinden oder unnötige Arbeit zu investieren liegt mir nicht. Deshalb meine Frage an euch - gibts hier bereits Erfahrungen/Konzepte/Technische Realisierungen auf die ich zurückgreifen kann??

Grusz

Bernd
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BMW Boxerforum

Hydraulischer Lenkdämpfer
« am: 07 Januar 2014, 00:41:07 »

professor buxus

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #1 am: 08 Januar 2014, 22:06:57 »

Hallo Bernd,

das wundert mich, dass Deine R50 zum Pendeln neigt.
Wenn bei mir was pendelt, dann ist es eher die /5.
Die bin ich auch in "den 70er" Jahren gefahren und da waren eben auch diese Probleme da. Wie sich hinterher rausstellte, hauptsächlich durch die Reifen.
Nach Umrüsten auf Metzeler Rille und hinten den passenden (weiß nicht mehr wie der hieß) war es dann ok, wenn der Rest auch stimmte.
Aber was ich eigentlich sagen will, ist: Ich habe damals auch einen hydr. Lenkungsdämpfer eingebaut. Der war nicht verstellbar. Und in der Dämpfung zu stark.
Damit bin ich gefahren wie besoffen.
Also, ich denke mit dem "nicht einstellen können" ist es so eine Sache!
Kannst Du ausschließen, dass es an den Reifen liegt?

Gruß Buxus
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berndr253

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #2 am: 08 Januar 2014, 22:17:41 »

Hallo Buxus,

die Sache mit dem Lenkerschlagen ist schon etwas anderes als das Hochgeschwindigkeitspendeln von dem Du wahrscheinlich sprichst. Ich hatte bei den beiden "Erlebnissen" mit dem "Kickback" mehr als Probleme überhaupt auf dem Motorrad zu bleiben - und beide Fahrspuren schienen mir fast schon ein wenig zu eng!
Ich habe alles kontrolliert - Spiel vom Lenklager (war zu groß), Luftdruck (war zu niedrig), Spur (war ok), ...
Das Lenkerschlagen habe ich danach auch nicht mehr erfahren müssen, bin aber was eine mögliche Wiederholung angeht sehr daran interessiert dies zu vermeiden. Und so bin ich ja erst darauf gekommen einen hydraulischen Dämpfer zu nehmen. Dieser sollte bei langsamen Bewegungen keinen großen Einfluss haben und erst in Aktion treten wenn die Schwinge anfängt zu tanzen, also erst bei hohen Beschleunigungswerten.

Grusz

Bernd
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Harkstroem

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #3 am: 10 Januar 2014, 11:27:30 »

Hallo, kann es sein das deine Gabel auf Seitenwagen eingestellt ist? Es gibt oben an dem Gabel zwei Aufnahmen für den Stoßdämpfer.
Gruß aus Bremen
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professor buxus

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #4 am: 10 Januar 2014, 15:36:51 »

Joh, hatte ich auch überlegt!

Aber erst mal ist der Benrd ein alter Fuchs  ;D , dem wird sowas nicht passieren.
Und zum Anderen kann man auch gut mit dem geringeren Nachlauf fahren. Die Fuhre "fällt" dann etwas mehr in die Kurve.
Wenn ich mal ohne Seitenwage fahre, lasse ich die Schwinge so wie sie ist. Der Aufwand ist mir zu hoch.
Da gibt es kein Pendeln. Das Drama beim Bernd muss andere Ursachen haben.   ???

Gruß Buxus
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rolf

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #5 am: 10 Januar 2014, 17:19:42 »

Ja, hatte er ja auch schon erkannt/erledigt: Lenklagerspiel und Luftdruck....da sind die sehr empfindlich.
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berndr253

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #6 am: 11 Januar 2014, 09:27:02 »

Danke für die Tipps! Die Einstellung der Gabel ist auf SOLO, also eingestellt, also die Schwinge in der dem Motor zugewandten Position und die Federbeine in den oberen Löchern eingesetzt.
Möglicherweise habe ich die Ursache des Lenkerschlagens ja schon beseitigt (Luftdruck, Lenklagerspiel korrekt eingestellt). Ich bin mir aber nicht wirklich sicher ob das der Fall ist und es ist nicht ungefährlich das zu testen. Was möglich ja möglich wäre, indem man während der Fahrt dem Lenker einen leichten Schlag versetzt und schaut obs sich aufschaukelt.

Was den originalen hydraulischen Lenkungsdämpfer für die R50S und die 69S angeht - da wurde mir von Rabenbauer gesagt, dass diese Konstruktion nicht empfehlenswert ist. Hier ists wohl so, dass insbesondere bei Gebrauchtteilen mit zu viel Spiel in den Gelenken zu rechnen ist. Rabenbauer ist der Ansicht, dass die Flatterbremse besser als der hydraulische Dämpfer ist.
Die Variante der nachfolgenden BMWs hat einen Dämpfer der in 3 Stärken einstellbar ist (Aus, Stufe 1, Stufe 2). Aber der passt wohl nicht direkt und ohne Anpassungen an die Schwingengabel - werde hier mal schauen ob man da was bauen kann. Hab mir nun über ebay zumindest mal die Teile bestellt, die an die Gabel "geschmiedet" werden müssen. Ich hatte gehofft hier im Forum jemanden zu finden, der das schon hinter sich hat und ich das Rad nicht nochmal erfinden muss.

Na schaun wir mal

Bernd

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rolf

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #7 am: 11 Januar 2014, 13:54:48 »

Warum einen hydraulischen wenn der mechanische besser ist? Vorteil des mechanischen Dämpfers: er dämpft sofort...der hydraulische erst wenn es anfängt zu schlagen....also ab einer gewissen Auslenkung.
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berndr253

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #8 am: 11 Januar 2014, 18:57:44 »

Naja, das ist halt Ansichtssache.
Bei angezogener mechanischer Flatterbremse werden Lenkbewegungen auch bei langsamer Bewegung sehr schwergängig. Es wird dann auch notwendig werden die Maschine in Kurvenfahrt zu „lenken“ - wie Buxus schon schrieb – man fährt dann wie „besoffen“.
Gerade das möchte ich aber vermeiden – die Maschine sollte im Prinzip durch sehr leichte Lenkbewegungen zu Richtungsänderungen „bewegt“ werden.
Der Dämpfer sollte erst dann aktiv werden wenn es anfängt zu schlagen und diese Bewegung dann möglichst wirkungsvoll behindern.
Inzwischen gibt es wohl auch schon Dämpfer die eine elektrische Spannungsversorgung brauchen. Diese sind in der Dämpfung und dem Ansprechverhalten individuell einstellbar. Gegen die Verwendung dieser Bauteile spricht eigentlich nur, dass man hier wohl auch echte Probleme mit der Montage haben wird; zudem ist der Preis mit ein paar Hundert Euro auch nicht gerade niedrig.

Bernd
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rolf

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #9 am: 12 Januar 2014, 17:20:13 »

wie schon anderweitig erwähnt:
Es gibt was zwischen hungrig und übel

dein Symptom hat man wenn man den Dämpfer anknallt...das muss man nie....nicht mal beim Gespann.
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berndr253

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #10 am: 12 Januar 2014, 19:39:55 »

Hallo Rolf,

ich weiss nicht, ob Du mal das "Erlebnis" des Lenkerschlagens am eigenen Leib erlebt hast - ich wünsche Dir das nicht! Ich bin durchaus kräftig, aber ich hatte keine Chance die Kräfte die hierbei auftreten abzufangen. Eine Flatterbremse die noch "lenkbar" eingestellt ist wird die Kräfte, die beim "kickback" auftreten keinesfalls kompensieren könnte. Und deswegen bin ich auf der Suche nach einer technischen Möglichkeit die "ein wenig mehr Sicherheit" bezüglich dieser Problematik bringt.
Die technische Entwicklung ist seit den 60ern ja durchaus weiter fortgeschritten und ich bin der Ansicht, dass neue Techniken, die einen sicherheitstechnischen Vorteil bringen auch bei Oldtimern Anwendung finden sollten

Bernd
« Letzte Änderung: 12 Januar 2014, 20:10:30 von berndr253 »
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rolf

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #11 am: 12 Januar 2014, 21:12:59 »

1. ja
2. Caroline auch....incl. Sturz auf der Autobahn
3. dein letzter Satz ist Unsinn in Zusammenhang mit hydraulischer Lenkungsdämpfer versus mechanischen Lenkungsdämpfer....bitte nicht wieder so     eine 2. Bremsmutter Diskussion

wie kommst du darauf, das ein Lenkungsdämpfer, der NICHT angeknallt ist, die Entstehung des Lenkerschlagen nicht wirksam verhindert??
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berndr253

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #12 am: 12 Januar 2014, 22:19:31 »

Eine Kontermutter brauche ich für den Lenkungsdämpfer nicht  :o - weder für den mechanischen noch den hydraulischen.
Über den Sinn oder Unsinn des hydraulischen Dämpfer werde ich auch nicht diskutieren - ob jemand das Fahren ohne, oder mit einem Lenkungsdämpfer; egal ob mechanisch oder hydraulisch bevorzugt ist mir dabei vollkommen gleichgültig - jeder wie er mag.
Ich möchte einen hydraulischen Dämpfer montieren, wenn mir jemand dazu einen Tipp geben kann würde ich mich freuen - alles andere können wir uns sparen.

Bernd
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rolf

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #13 am: 13 Januar 2014, 00:44:43 »

"Die technische Entwicklung ist seit den 60ern ja durchaus weiter fortgeschritten und ich bin der Ansicht, dass neue Techniken, die einen sicherheitstechnischen Vorteil bringen auch bei Oldtimern Anwendung finden sollten"....ist von dir...nicht von mir....soll heissen: ich würde auch gerne sparen
« Letzte Änderung: 13 Januar 2014, 00:48:13 von rolf »
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berndr253

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Re: Hydraulischer Lenkdämpfer
« Antwort #14 am: 13 Januar 2014, 02:50:53 »

Ist es möglich die Flatterbremse wie sie bei unseren Einzylindern und den alten Boxern verbaut sind so einzustellen, dass diese eine progressive Kennlinie aufweist?
Das heisst, bei Lenkausschlägen mit hohen Geschwindigkeiten und Beschleunigungen in der Wirkung überproportional zulegen, was den Effekt beim Lenkerschlagen soweit eingrenzen kann, dass die Maschine beherrschbar bleibt.
Wäre das mit hydraulischen Dämpfern machbar?
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