Standzeiten Hinterradreifen im Gespannbetrieb

Begonnen von mitoma68, 05 Oktober 2025, 20:43:47

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mitoma68

Mal eine Frage an die Gespannfahrer: ich fahre ja ein R67/2 Gespann mit TR500 Seitenwagen. Am Hinterrad habe (besser hatte) ich einen speziellen Avon Gespannreifen in 19 x 3.50, älteren Baujahres, Luftdruck 2,3. Das Profil war noch ungefähr 50%. Vom 2. bis 4.10. war ich wieder bei schönsten Wetter in den Alpen unterwegs - Fernpass, Timmelsjoch, Stilserjoch, Passo Gavia, Passo Tonale, Gampenpass und zurück wieder übers Timmelsjoch und Fernpass - zusammen rund 660 km, im Seitenwagen nur meine Tasche. Heute stellte ich fest - der Reifen ist glatt. Ok, das sind schon arg viele Kurven und enge Kehren, teils im steilen Gelände - aber mir kommt der Verschleiß schon recht hoch vor.
Kann das daran liegen, dass der Reifen steinalt ist und die Weichmacher raus sind? Oder kann es an meiner derzeit noch zu großen Vorspur (ca. 55 mm) liegen? Oder liegt das nur am Fahrstil? Da ich eine wenig gebandmarkt bin mit gerissenen Speichen, meine ich eher defensiv gefahren zu sein.
Auf welche Laufleistungen kommt ihr so am Hinterrad??



mitoma68

Ergänzung: Bilanz der Tour - fünf (!) gerissene kurze Speichen am Hinterrad. Da hatte ich vermutlich Glück, nicht liegen geblieben zu sein...   :(

Heiko

Vielleicht mal von Holzreifen auf Gummireifen umsteigen... evtl. hört die Speichenreisserei dann auf. Who knows?
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

Peter

steinalte Reifen fahren sich eher weniger schnell ab. Ich würde eher annehmen, dass durch zuviel Vorspur der Reifen zu sehr über den Asphalt radiert und daher der schnelle Verschleiß kommt. Problem bei den Speichen ist immer, wenn die Erste reißt und du merkst es nicht gleich, dann reißen ziemlich schnell die Nächsten. Ich würde das Rad auf jeden Fall komplett neu einspeichen und die Vorspur verringern!
Gruß Peter

mitoma68

Hallo Peter, an der Reduzierung der Vorspur bin ich dran. Die vordere Kugel-Halterung des SW hat bei meinem 284/3 (sofern das Typenschild original ist) leider keine Verstellmöglichkeit. Die hintere normalerweise verstellbare Kugelhalterung ist unlösbar im Rahmen des SW eingerostet. Von daher lasse ich grad einen neuen vorderen Kugelbolzen drehen bei dem die Mitte der Kugel etwas weiter vom Motorradrahmen weg kommt, so dass die Vorspur von 55 auf etwa 25 - 30 reduziert wird. Mal sehen wie sich das auswirkt. Gruß, Thomas

mitoma68

Auf der Homepage von WWS-Kleeblatt fand ich, dass es Speichen mit 85, 90 oder 95 Grad Biegewinkel gibt sowie verschiedendste Hakenlängen im Abstand von 0,5 mm.
Kennt von euch jemand die Originalmaße der kurzen Speichen bei 19 Zoll Halbnabenrädern?

CowBoy


F.B.

#7
Ich hatte im Frühjahr, vor unserer VFV Kreta Tour, ein Halbnabenrad mit "Kleeblatt" Speichen neu eingespeicht. Es gibt nirgendwo doppel Dickend Speichen, nur noch einfach Dickend.
Auf der eingestellten Schemazeichnung ist das Einspeichen der kurzen Seite, wo in der Regel die Brüche beim Gespannbetrieb entstehen, korrekt dargestellt.
Wichtig ist das die nach vorne zeigende Speiche innen ist und die nach hinten weisende aussen.
Vor Jahren hatte ich ein falsch eingespeichtes Rad(von einem Fachbetrieb!) an meiner R67/2, ohne das ich das damals wußte.
Da ist im Gespannbetrieb eine fälschlicher Weise außen liegende, nach vorne weisende Speiche gebrochen, ohne das ich es bemerkt hatte.
Bei einer Solotour mit dem Motorrad ist sie dann auf der Autobahn offensichtlich immer wieder(durch Fliehkräfte?) etwas nach aussen geklappt und auf der Kardanglocke( die teilweise aufgeschraubt wurde und lauter"Einschläge" aufwies) aufgesetzt. Schließlich wurde sie dann rückwärts in den Reifen "geschossen" der schlagartig platt war.
Ich hatte Glück das ich nicht gestürzt bin. Die abgebrochene Speiche habe ich hinterher im Schlauch wiedergefunden.
Ich habe Dir noch eine PM geschickt.
Gruß
Frank

Wilhelm

Hallo Mitoma,
nehme bitte mal die starke Vorspur (55mm) aus deinem Gespann. Die Reifen und Speichen werden es dir danken. Ich fahre mit 10 mm beim TR500. Kleiner lenker. Ein bischen Sturz, aber bei der R60/2.

Der Seitenwagenreifen ist bei 55 mm  Vorspur ja nur am Radieren. Das wirkt natürlich auch auf den Hinteren Reifen, wo dir die Speichen weg brechen.

LG

mitoma68


mitoma68

Mal noch eine Frage: wäre es möglich, ein 18 Zoll Vollnabenrad von einer R68 mit dem Endantrieb einer R67/2 mit Halbnabe zu kombinieren? Ok, die Bremsbacken des R67/2 Endantriebs wären nur 25 mm breit - aber würde das ansonsten passen?
Der Gedanke dahinter: die Probleme mit den Speichen gabs bisher fast immer nur bei starker Belastung an Pässen. Nicht im 'Normalbetrieb'. Vermutlich ist die Belastung der kurzen Speichen noch um so größer, wenn starke seitliche Kräfte um die spitzen Kehren zusätzlich von Kräften beim starken Bremsen oder Beschleunigen überlagert werden. Dann könnte ich ja künftig speziell für Passtouren (habe da noch einige im Hinterkopf) das 18 Zoll Vollnabenrad mit breiter Gespannfelge einbauen. Sieht zwar komisch aus - vorn und am SW Halbnabe und am Hinterrad Vollnabe. Aber bevor ich mir immer ein Halbnabenrad ruiniere...

CowBoy

Nein, das passt nicht. Die ,,Labyrinth" Abdichtung zwischen Nabe und Ankerplatte ist komplett anders.

Allerdings würde ich dem Speichen Reißen auf den Grund gehen wollen.
Bei meiner M72 mit deutlich mehr Gewicht und China Speichen ist noch keine Speiche gerissen.
Und so zaghaft fahre ich auch wieder nicht - sonst hätte jemand anders den Pokal ,,Raubauke des Jahres" auf dem Chinesen Geburtstag bekommen  :D

mitoma68

Bzgl. der Speichen beschäftigt mich folgender Gedanke: das ist das Rad, welches ich im Frühjahr auf zweireihige Schrägkugellager umgebaut hatte. Bei den vorherigen Lagern saß das rechte Lager nicht mehr fest in der Nabe (,Wurfpassung'). Das hatte dazu geführt, dass die Nabe nicht mehr sauber geführt wurde und unter bestimmten Belastungen stießen die kurzen Speichen nahe der Kröpfung an der Kardanglocke an und hatten dort eine kleine Mulde ausgearbeitet. Teilweise sah man an den Speichen, dass der Chrom beschädigt war. Vielleicht hatten die Speichen dadurch eine gewisse ,Vorschädigung' (durch ,Kaltverformung') erfahren und brechen jetzt gerne an dieser Stelle. Wer weiß... 🤷�♂️ Nächstes Jahr werde ich sehen, ob sich das Problem durch Neueinspeichung erledigt hat.

Alexander

Moin
Du wolltest eine R68 Vollnabe an deinen R67/2 Halbnaben Endantrieb setzten ?
Das soll wegen anderer "Labyrintabdichtung der Ankerplatte" nicht passen ?
Also erstens : Hatte eine R68 jemals Vollnaben ? Egal , Vollnaben der späteren R51-R67 halt .
Zweitens : Klar sollte das passen . 30mm Backen nehme ich von der /5 .
Einzig der Speichenbereich der Vollnabe wäre dann sichtbar und nicht vom Halbnabenendantrieb abgedeckt . Reine Optische Sache .
Gruß
Bin recht bescheiden

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