Neuaufbau R50 Bj. 58 mit neuem S 350

Begonnen von R50Ahndl, 02 September 2024, 08:04:12

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alt-aber-gut

Nachtrag:
Der Hinterachsantrieb mit originaler Kardanwelle reichen für die Leistung bis 40 oder 45Ps noch aus. Die R69S zeigt dies sehr gut. Bei über 50Ps oder mehr ist dann der Umbau auf den kompletten /5 Hinterachsantrieb mit der umgeschweißten Schwinge schon ein muß wegen dem größeren Drehmoment der Triebwerke..
Übrigens können die alten Schalldämpfer mit 36mm Anschluß problemfrei übernommen werden. Dazu brauch es eigentlich nur den neuen /5 Krümmer mit einem 36mm Anschlußrohr zu verlängern, bzw anzuschweißen. Damit fahre ich schon einige Jahre ohne Auffälligkeiten durch's Land. Grüße, *****
La bêtise est toujours nettement supérieur à l'intelligence, car toute intelligence du monde ne permettra jamais de comprendre la bêtise universelle qui nous entour au quotidien.




CowBoy

Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ohne triftigen Grund hätte BMW nicht von M10 auf M11 umgestellt.
Und auch die verstärkten Gehäuse sind nicht aus Langeweile gemacht worden.
Der 25/8 Radsatz hält bis 50 PS und 800 ccm. Dazu muss aber der vordere Flansch vom /Modell auf die R50-69S Kardanwelle angepasst werden.

Elefantentreiber

Da kommen eben doch viele Dinge und Meinungen zusammen.

In jungen Jahren, mit einem schweren Ural an der Seite habe ich nicht einmal Probleme mit den M10 Schrauben gehabt.
Auch nicht mit kurzzeitigen 90/6 Zylindern.

Was ich aber leicht geschafft habe, ist Antriebe zerstören und das überwiegend mit einen 60/5-800 Motor.

Ich bin die Kombi 180 Tkm gefahren.

Mindestens 5 gute Antriebe und etliche Radnaben später bin ich dann auf geeigneteres Gespannmaterial umgestiegen.
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

alt-aber-gut

Sehe ich ähnlich wie Patrick, bei nur 40 PS muß nicht wirklich viel an der originalen Konfiguration verändert werden. Erst bei wirklich deutlich höheren Drehmomenten und dann auch im harten Gespanneinsatz würde ich mir Sorgen machen. Nur solo und entspannt fahren lassen hier aber kaum echte Probleme entstehen wenn der Rest der Mechanik sonst soweit in Ordnung ist. Grüße, *****
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R50Ahndl

Guten Morgen Jungs...
Danke für eure Gedanken und Meinungen, voll interessant wie breit gestreut da das Feld an Umbaumöglichkeiten ist.
Stimmt schon, ich hab im Vorfeld wirklich mit dem Gedanken gespielt auf ein grösseres Aggregat umzusteigen.
Aber ich möchte die Maschine weitgehend original erhalten.
Im Licht betrachtet stimmt das dann auch wieder nicht so ganz, da es ja ein kompletter Neuaufbau ist, mit neuen Innereien (Motor, Getriebe, Kardan, Hinterradantrieb...)
Aber hmmm, dann doch eh schon nicht mehr original, oder wie???
Wie auch immer, es ist sehr aufschlussreich wo da die ganzen Ideen hingehen.
Danke dafür...

Ich lass euch dann gerne weiter mitdenken wenn ich beim Zusammenbau des Motors bin.

Bis dahin alles Gute euch allen
Andreas

Heiko

Wenn man so an das Thema Originalität heran geht, muss man ein Fahrzeug nach einem Motorschaden in die Ecke stellen und nicht mehr anfassen. Ist ja dann original ,,kaputt gegangen".
"Mitarbeiter der RGK-Redaktion"

motoclub

Ich denke dass es ein Unterschied gibt, ob man als Fahrer ein Einzelstück betrachtet oder als Hersteller eine ganze Serie.
Der Fahrer sieht sein Motorrad, seinen Fahrstil und seinen Einsatzzweck und da ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auf vielen Kilometern alles problemlos hält.
Der Hersteller stellt Statistiken auf, wie viele von tausenden Motoren an welchem Schaden gestorben sind, und schaut sich dann an, welche Schäden mit wie viel Aufwand vermieden werden können. Die Schäden, die wahrnehmbare Verbesserung der Qualität und dazu im Verhältnis geringen Aufwand versprechen, werden verbessert - wie zum Beispiel die Umstellung am schweren Schwung von M10 nach M11. Wenn mit der Maßnahme zum Beispiel 5% Garantie-Reparaturen (dieser Wert ist geraten!) gespart werden können, lohnt die Umstellung. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch: 95% der Maschinen haben den Fehler während der Gewährleistung nicht gehabt.

Meine 75/5 hat nun 100tkm in zweiter Hand auf dem Tacho, das erste Motorgehäuse und auch sonst keinerlei größere Reparaturen.

Ich hatte den 60/5 Motor vorgeschlagen, weil erstens der TE den Umbau auf 600 ccm in Betracht zog und zweitens es bei der Zulassung mit 40 PS-Motor wenig Diskussionen geben sollte. Es gibt auch Schwingenmodelle mit 750 ccm und 50 PS, da muss man aber den richtigen Prüfer finden. Hier im Nachbarort fährt eine mit an die Schwinge angeschweißten Halterungen für Brembo-Scheibenbremssättel - auch das trägt nicht jeder Prüfer bedenkenlos ein.

Viele Grüße
Thomas

R50Ahndl

Guten Morgen die Runde...
Nachdem ich jetzt endlich alle Teile für den Motor 60/2 habe und fast alles durchgemessen hab und kurz vorm Zusammenbau bin ist mir bei der letzten Messung bei der KW hinten was aufgefallen.

Der KW Stumpf hinten hat 41,40 mm
Alle Anbauteile wie Ölschleuderscheibe, Fasenring, Lager, Stufenscheibe und Wellscheibe haben insgesamt
20,75 mm.
Die Schwungscheibe hat 21,20 mm
Somit hab ich rechnerisch 0,55 mm zuwenig Platz, daß heisst der Schwung liegt nicht ganz auf dem KW Konus auf.

Was hab ich dann noch getan:
Alles im ausgebauten Zustand zusammengesteckt.
Schwung ohne Teile wie Lager usw. auf die KW aufgesteckt und mit 22 Kilo angezogen und wieder abgenommen. 
Trägt und passt gut:
Der KW Stumpf steht 0,65 mm hinter die Schwungscheibe zurück, soweit gut...
Wenn ich die Ölschleuderscheibe, 2.0 mm Fasenring und Kugellager montiere (probehalber einen alten Lagerinnenring der innen aufgerieben wurde zum aufstecken für Messungen) dann liegt die Schwungscheibe bereits plan ohne Luft auf dem Lager auf.
Noch ohne Stufenscheibe und Wellscheibe...
Mir fehlen da mind. 1,0 mm... 

Frage 1:
Ist es technisch möglich von der Schwungscheibe 1,5-2,0 mm abzudrehen um die nötige "Luft" zu bekommen oder wo kann der Fehler sonst liegen.
Frage 2:
Muss der Schwung voll auf die Wellscheibe pressen, oder soll da Luft sein?
Ich denke eher die Wellscheibe sollte die Stufenscheibe leicht anpressen ans Lager??
Frage3:
Wieviel Luft sollte dann zwischen angezogener Schwungscheibe und Lager sein. Stufenscheibe und Wellscheibe tragen 1,0mm auf

Danke für eure fachlichen Ideen
PS: Es scheint so als ob ich unfähig wäre Fotos einzufügen...ich arbeite daran...

Andreas

berndr253

Wie stark ist das Material der Wellscheibe und wie welches Maß hat die Wellscheibe im entlasteten Zustand? 
Wie stark würde sich die Wellscheibe zusammendrücken wenn hier die Schwungscheibe voll auf dem Konus trägt?
Nimm die Wellscheibe mal runter und steck alles zusammen - trägt die Schwungscheibe dann? Kannst du einen ggf vorhandenen Spalt noch prüfen?

Grusz

Bernd

R50Ahndl

#39
Hallo Bernd, danke für dein Mitdenken

Nachsatz, alle Stärken in mm:

Ölschleuderscheibe 0,75mm
Phasenring 2,0mm
Lager 17,0mm
Stufenscheibe 0,5mm
Wellscheibe 0,5mm

KW Stumpf 41,4mm lang
Konus am Schwung komplett 21,2mm stark

Zu deinen Fragen:
Wellscheibe und Stufenscheibe haben je 0,5 mm Materialstärke.
Entlastet trägt die Wellscheibe 2,0 mm auf.

Ohne Wellscheibe und ohne Stufenscheibe liegt der Schwung ohne messbaren Spalt bereits auf dem Lager auf.
Trägt gerade nicht mehr komplett auf dem Konus...

Weitergedacht, wenn ich den Schwung anziehen würde liesse er sich nicht mal ganz anziehen, somit nicht komplett auf dem Konus tragen.
Und dann mit Stufen und Wellscheibe gar nicht mehr.

Liebe Grüsse
Andreas

CowBoy

Ich habe zwar selbst noch keinen R60/2 Motor gemacht, aber der ET-Katalog weist für die /2 mit der dicken Mittelwange hinten keine Scheibe aus.
Laß die doch mal weg.

Michel

Hallo Andreas,
bin auch gerade an der gleichen Stelle wie du. Vermutlich wurde am Kurbelwellenkonus, und oder am Innenkonus der Schwungscheibe nachgearbeitet.
Prüfe zuerst, ob die Schwungscheibe mit nicht mehr als 0,25mm Schlag läuft (BMW gibt max. 0,10mm an), wenn die Schwungscheibe auf der Kurbelwelle moniert ist. Dazu sollten die Lagestellen je auf einem Prisma aufliegen.
Schau mal in die Reparaturanleitung, da ist der Punk beschrieben. Prüfe auch ob die Schwungscheibe nicht am Wellendichtring streift.  Wenn die Welle zur Schwungscheibe läuft, würde ich persönlich die Schwungscheibe an der Stirnseite/ Wellendichtring um 1,5mm abdrehen. Wenn die Schwungscheibe nicht einigermaßen schlagfrei läuft, geht  der Spaß erst richtig los.

R50Ahndl

Zitat von: CowBoy am 20 Januar 2026, 12:19:57Ich habe zwar selbst noch keinen R60/2 Motor gemacht, aber der ET-Katalog weist für die /2 mit der dicken Mittelwange hinten keine Scheibe aus.
Laß die doch mal weg.

Danke, guter Denkanstoss...

berndr253

Wenn, wie Cowboy das schon richtig bemerkt hat die Scheibe/Phasenring bei der /2 nicht erforderlich wird (was ein "glattes" Ölschleuderblech bedingt) würdest du doch 2 mm tiefer kommen - dann würde die Schwungscheibe doch auf dem Konus tragen, oder?

Grusz

Bernd

R50Ahndl

Zitat von: berndr253 am 20 Januar 2026, 13:46:05Wenn, wie Cowboy das schon richtig bemerkt hat die Scheibe/Phasenring bei der /2 nicht erforderlich wird (was ein "glattes" Ölschleuderblech bedingt) würdest du doch 2 mm tiefer kommen - dann würde die Schwungscheibe doch auf dem Konus tragen, oder?

Grusz

Bernd

Bin gerade dabei ohne Fasenscheibe alles trocken zusammenzustecken...
ich meld mich dann

Andreas

Michel

Ohne die Fasenscheibe ist die Frage, wo sitzt das Kugellager im hinteren Sitz, trägt das noch voll? Die verstärkte Mittelwange ist ja tatsächlich nur in der Mitte verstärkt, im Bereich der Hubzapfen und Pleuel ist diese abgesetz. Somit ist die Gesamtstärke der Kurbelwelle gegenüber der nicht verstärkten gleich, wenn ich mich nicht irre :), möchte nur helfen, nix besserwissen. 

R50Ahndl

So, alles trocken zusammengesteckt...
Ja, das ohne Fasenscheibe würde passen, dann trägt der Schwung auch gut aufm Konus, und die Wellscheibe drückt die Stufenscheibe gerade richtig an den Lagerinnenring.
Aber nachdem ich ein paar weitere Messungen gemacht hab komm ich zum Schluss, daß
dann das hintere Lager nicht mehr voll trägt bzw. die Ölzuflussbohrung wahrscheinlich sehr verdeckt ist.
Ich werd heute noch alles mit alten Lagern, aber ohne Fasenscheibe hinten zusammenstecken und einbauen.
Dann sehe ich es wie es dann genau ist.
Die Messerei in den Gehäusen bzw. der KW ist eher suboptimal, da ich nicht wirklich alle Tiefenlehren usw. habe.
Also morgen weiss ich dann weiteres.

Danke für eure Ideen und euer Mithirnen  :kaffee:

Andreas
 

omenerer

.. ich handhabe das so, dass ich die Schwungscheibe entsprechend abdrehe oder abfräse. Ist ja meist nicht viel.
Gruß Jochen

R50Ahndl

#48
Sodala, der Weisheit letzter Schluss schaut jetzt wie folgt aus.
ich hab mir 2 Scheiben aus Alu in der Grösse der Lager gemacht, jedoch Innendurchmesser 0,1mm grösser und Aussendurchmesser 0,1 mm kleiner.
Dann konnte ich in Ruhe alles zusammenstecken, da ich nur die 17 mm Stärke der Lager berücksichtigen musste.
Im Gehäuse passt alles exakt, die Pleuel liegen genau mittig, vorne und hinten haben die Schleuderscheiben genau 0,3 mm Luft..
Also alles gut.
Jetzt hab ich mir einen neue Schwungscheibe zukommen lassen, diese vorne, also Richtung KW 1,5 mm abgedreht und alles wieder trocken zusammengebaut.
Passt jetzt alles so wie es soll.
Am Dienstag müssten die neuen Lager kommen, dann gehts wieder los mit einbauen.

Danke für eure Ideen

R50Ahndl

Zitat von: omenerer am 21 Januar 2026, 14:27:58.. ich handhabe das so, dass ich die Schwungscheibe entsprechend abdrehe oder abfräse. Ist ja meist nicht viel.
Gruß Jochen

Genau so werde ich es auch machen
Danke  :kaffee:

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