Heinrichs HAG

Begonnen von big-tschenso, 05 Mai 2023, 11:49:58

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big-tschenso

Hallo Leute,
ich bin jetzt alles in allem, 1000km mit dem Heinrich gefahren. Macht ech voll Spaß. Mitlerweile ist der Motor trocken, die Zylinderfüse schwitzen etwas.
Gestern dann noch Mal 100km gefahren und nun ist der HAG inkontinent. Mir drückt es Öl am Mitnehmer bremsseitig raus. Die Kardanwelle ist dicht. kann es sein, das ich da vielleicht etwas zu viel Öl rein habe, und es deshalb drückt? Abgedichtet wird das ganze ja nur mit der droßen Dichtung? Soll ich die austauschen?
Oder gibt es vielleicht noch einen andern Grund, für den Ölaustritt.

Gruß Tschenso





CowBoy

Hallo Tschenso,

es kann gut sein dass da zu viel Öl drin ist. Ich mache immer nur so um 100/120 ml rein.
Es wird - wenn der Mitnehmer nicht eingelaufen ist - wohl die Dichtmanschette sein.

Der Austausch ist schnell gemacht, es hilft ungemein, wenn Du eine Schlupfhülse verwendest.
Hab ich mit vor ein paar Jahren mal gemacht. Das Material hat noch 2-3 weitere hergegeben,
die über sind.

Viele Grüße, Ulli

big-tschenso

Hallo Ulli,
dann werde ich mir mal beim Rabenbauer nen ne neue Dichtung ordern.
Als Schlupfhülse, würde da nicht auch ein Klebeband gehen?
Gruß Tschenso

CowBoy

Zitat von: big-tschenso am 05 Mai 2023, 12:21:21Als Schlupfhülse, würde da nicht auch ein Klebeband gehen?


Ja, oder ein Yoghurtbechergeht auch. Ist aber elendes Gefummel und ggf. geht der neue Dichtring wieder gleich beim Einbau kaputt.

Unterwegs, nachts, im Regen und abseits der Zivilisation würde ich das auch so machen.
In meiner Werkstatt käme das nicht in Frage.

big-tschenso

Dann sollte ich den Ulli fragen, ob der mir so ne Hülse gibt?

Kees

Ich kenne die R51/3 nicht, aber beim R50-R69 geht es ausgezeichnet mit eine durchgesnittene Cola Dose. Das hat genau die richtige Form.

big-tschenso

Hallo Ulli,
hättest Du denn noch eine Hülse übrig, die ich Dir abkaufen könnte?
Gruß Tschenso

CowBoy

Hi Tschenso,

ich habe folgen den Vorschlag:
- Du sendest mir eine PN mit Deiner Adresse
- Ich tüte die Schlupfhülse ein und sende sie Dir zu

Und dann bin ich raus und es ist Deine Entscheidung:
a) das Ding ist "vollgeil... " und Du möchtest es behalten um, um Dich mit der Überholung von Achsantrieben selbständig zu machen.  ;)
Dann werden wir uns über den Preis einig.
b) Du sagst, dass Du das Ding nie wieder brauchst und schickst es nach der vollbrachten Reparatur zurück und spendest dem Karl was in die Forumskasse.  :)

Übrig ist eine Hülse so oder so und ich bin kein professioneller Teilehöker, der Geld braucht.
Entscheide Du.

Herzliche Grüße aus der Südheide, Ulli



big-tschenso

Hallo Ulli, ich schicke Dir ne PM.
Ich nehme die Hülse, kann ja nicht die Welt kosten
Ich danke Dir
Gruß Tschenso


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big-tschenso

Sodele,
die neue Dichtung ist montiert, mit zur Hilfenahme von Ullis Montagehülse. Vielen Dank nochmal dafür.
Jetzt bin ich gestern 150km gefahren und der Heinrich sabbert immer noch. Mist. Der Reifen ist an der HAG Seite Ölverschmiert. Ich habe das Rad abmontiert und siehe da, alles trocken. Das HAG Bremsseitig ist trocken, die Radnabe innen auch. Jetzt habe ich die Kardanglocke geöffnet. Aber auch hier, kein Öl. Nur das Fett vom Kardangelenk, ansonsten trocken. An der Ölablassschraube war ein Öltropfen und seitwärts zur Felge hin, ist es auch Ölverschmiert. Kann es jetzt sein, das das Öl an der Ablassschraube austritt, den Weg über das Gehäuse durch den Fahrtwind bis hin zur Nabe findet und es dann, wie eine Zentrifuge, auf den Mantel geschleudert wird?
Ich würde nun, die Ablassschraube mit Teflon montieren wollen und schauen was passiert. Hättet Ihr einen anderen Vorschlag?
Danke Tschenso

CowBoy

Hi Tschenso,

die Ablass-Schraube ist der tiefste Punkt. Von da tropft Öl nach unten,
egal wo es mal hergekommen ist.
Ist das Öl nur auf dem Reifen/Felge oder auch auf der Nabe?
Die Verschraubung vom Triebling könnte auch undicht sein.

Ich würde alles penibel sauber machen und mit Talkum einpinseln.
Dann fahren und alle 10-20 km inspizieren, wo das Öl raus kommt.
Die Laufspuren kannst Du dann schön im Talkum sehen.

Nur Öl am Reifen kann aber auch noch ein Rest sein,
der nach längerer Fahrt durch die Zentrifugalkräfte nach außen wandert.

Das war gestern bei der Himmelfahrt Tour so.
Letze Woche habe ich den inkontinent gewordenen Antrieb getauscht und im Café Bokel war der Reifen etwas ölig.
Wieder zu Hause habe ich geschaut: der Antrieb war staubtrocken.

Viele Grüße, Ulli

PS: die Hülse ist heute wieder zurückgekommen :thumbup:

Brendel

Hallo,
ich hatte mal ein ähnliches Problem an meiner R 60/5.
Es tropfte immer etwas öl von der Leckbohrung im HAG auf den Reifen.
Ich habe unzählige Dichtringe etc. gewechselt, es hat mich fast in den Wahnsinn getrieben.
Nach einiger Zeit ( Jahre) bemerkte ich, dass die Ausgleichscheibe zu dick war und der Anpressdruck von dem Deckel
auf die Dichtung zu gering war.
Es leckte genau in die Bohrung.
Dünnere Scheibe und Dichtung erneuert, Problem gelöst.
Gruss
Werner

CowBoy

Zitat von: Brendel am 19 Mai 2023, 13:25:33Dünnere Scheibe und Dichtung erneuert, Problem gelöst.


Hallo Werner,

und das wegen der zu dicken Scheibe zerdrückte Lager hast Du drin gelassen?
Die richtige Scheibenstärke hast Du aber schon durch messen ermittelt oder frei Schnauze gewählt?

Viele Grüße, Ulli

big-tschenso

Sodele,
ich habe mir mal das Kardangelenk genauer angeschaut. Habe festgestellt, das da so kleine schwarze Partikel sind. Also Kardan ausgebaut. Auf dem Foto seht Ihr die Hinterlassenschaften vom wedi. Das ist so richtig festgebept auf der Oberfläche. Es ist keine Riefe, der Kardan ist neu. Hab ich kein Fett genommen beim Einbau? Muss man das? Habe ich den Falsch eingebaut? Komisch ist nur, das so kein Öl in der Glocke ist. Erklären würde es aber, da ich ca 800km sorgenfrei gefahren bin und dann gieng das gesabber los.
Auf was sollte ich denn beim Einbau achten und welchen Wedi soll ich kaufen? Den vom RB, der ist auch aktuel verbaut.
Danke Euch, Tscheno

rolf

NIE irgendetwas trocken einbauen....wahrscheinlich ist dein Simmerring auf der Lauffläche geschmolzen durch die Reibung

gradweg

das man die stirnseite der kardanwelle vor dem einbau mit dichtmasse bestreicht weisst du?

auf dem lagerrand ist die lagernummer aufgebracht u.da kann das öl über die vielverzahnung

am dichtring vorbei nach aussen treten.es gehört auch noch eine scheibe zwischen lager und welle.

gruss reinhold

big-tschenso

Hallo Rolf,
ichtig fett mit Fett einschmieren?
Hallo Reinhold,
das mit der Scheibe und der Dichtflüssigkeit habe ich gemacht. Es hat mir den Wedi verspuhlt. Ich bestell am Montag nen neuen und dann werden wir sehen.
Gruß Tschenso

CowBoy

Hier ist schon einiges Richtiges geschrieben worden. Aber ich muß doch mal den Oberlehrer  :oberlehrer:  raushängen lassen:

Zitat von: rolf am 19 Mai 2023, 18:19:25NIE irgendetwas trocken einbauen....wahrscheinlich ist dein Simmerring auf der Lauffläche geschmolzen durch die Reibung

Stimmt nur bedingt, nämlich für NBR/HNBR und FKM Dichtringe, PTFE AUF GAR KEINEN FALL ÖLEN ODER FETTEN!
https://www.victorreinz.com/DE/Service-Downloads/Praxisinformationen/PTFE-Radial-Wellendichtringe-und-Montage.aspx?region

Zitat von: gradweg am 19 Mai 2023, 21:21:33auf dem lagerrand ist die lagernummer aufgebracht u.da kann das öl über die vielverzahnung

Dichtmittel hauchdünn auf die Stirnseite der Kardanwelle kann helfen, allerdings ist die Beschriftung der Lager auf dem Außenring!
Die Kardanwelle drückt aber auf den Innenring...
Viel wichtiger ist es, die Verschraubung mit etwas Dichtmittel anzusetzen.
Zitat von: gradweg am 19 Mai 2023, 21:21:33Es gehört auch noch eine Scheibe zwischen Lager und Welle.
Das ist nicht eine beliebige Scheibe sondern eine Ausgleichsscheibe, die ausgemessen werden muß, damit der Keil den Triebling,
das zweireihige Lager und die Kardanwelle spannt. Wird hie eine zu schwache Scheibe eingesetzt,
kann es ölen und die notwendige Lagerspannung fehlt.

An den RWDR an sich, der an dieser Stelle sitzt, sind keine großen Anforderungen gestellt, der Temperaturbereich ist weit unter 100°C
und die Umfangsgeschwindigkeit gering. Bei der R68 mit 7.000 U/min und Übersetzung im 4. Gang von 1:13 sind das gerade mal 9,58m/s.

Es reicht ein einfacher NBR Ring, der bis 100°C und 12 m/s eingesetzt werden kann. Aber Obacht das Maß ist 34x49,3x9,5!

Gelegentlich werden diese Dichtringe in der B1 Ausführung mit Metallgehäuse geliefert wie sie in der Gabel zum
Einsatz kommen. Die finde ich im Achsantrieb nicht so schön zu montieren. Mit gefallen da die BA Typen mit
gummierten Gehäuse besser.
Früher habe ich mal gelernt, die Innenseite des RWDR komplett mit Fett zu füllen. Finde ich heute überholt.
Ein paar Tropfen Öl auf die Lauffläche und den Dichtring zum Anlaufen reichen hin, geschmiert wird im Betrieb
durch den Dichtspalt - siehe 1. Absatz im Link

Viel Erfolg!

Beste Grüße, Ulli

rolf

"Stimmt nur bedingt, nämlich für NBR/HNBR und FKM Dichtringe, PTFE AUF GAR KEINEN FALL ÖLEN ODER FETTEN!
https://www.victorreinz.com/DE/Service-Downloads/Praxisinformationen/PTFE-Radial-Wellendichtringe-und-Montage.aspx?region"

uups....DAS war mir komplett neu!! DANKE!!

CowBoy

... ich kannte das bis vorletzte Woche auch nicht und bin auf der Suche nach etwas ganz Anderem darauf gestoßen.
Fand ich wichtig zu wissen und hilft vielleicht dem einen oder anderen weiter.

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