Boxer für Newbie in ordentlichem Zustand gesucht!

Begonnen von Chronologisch, 29 Februar 2024, 15:03:35

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Chronologisch

Liebe Forianer,

ich will den finalen Schritt gehen und heuer noch eine schöne Boxer BMW fahren!
Da mir inzwischen bewusst ist, welches Haifischbecken da draußen auf mich lauert wäre mir ein Kontakt aus dem Forum natürlich nur recht  ;)

Ich bin absolut nicht auf ein Modell fixiert, folgende kommen in Frage:

R51/2, R51/3, R67/2, R68
R50, R60, R69
R50/2, R60/2, R69S

Zustand braucht kein Museumsstück sein, ich will etwas ordentliches zum fahren
Originalität ist mir wichtiger als der Look

Falls sich jemand von einem Bike trennen will, jemanden kennt oder zufällig auf ein interessantes Angebot stoßt, bitte jederzeit melden - Dankeschön!
LG Roman




berndr253

Na wenn du so ein breites Spektrum aufziehst solltest du dir auch über das mögliche Preisgefüge im klaren sein.
HIER gäb es schon etwas:
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/bmw-r-68-1953-mit-certificaat/2679436164-305-27353

Aber ernsthaft - viel Erfolg!

Grusz
Bernd

motoclub

Zitat von: berndr253 am 29 Februar 2024, 15:35:40Na wenn du so ein breites Spektrum aufziehst solltest du dir auch über das mögliche Preisgefüge im klaren sein.
HIER gäb es schon etwas:
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/bmw-r-68-1953-mit-certificaat/2679436164-305-27353

Aber ernsthaft - viel Erfolg!

Grusz
Bernd

Die R 68 ist preislich - ob berechtigt oder nicht - ein Ausreisser aus der Riege der genannten Fahrzeuge. Die anderen sind ja deutlich günstiger.
Viele Grüße
Thomas


motoclub

Dazu kommt noch: Die wenigsten R 68, die ich als Angebot in den letzten Jahren gesehen habe, sind zweifelsfrei echt (= haben als R 68 das Werk verlassen) oder, falls keine offensichtlichen Zweifel an der Echtheit sind, authentisch (= verfügen über all die kleinen Details, die in dieser Form bei Auslieferung am Motorrad dran waren).

Übrigens (um einer möglichen Diskussion vorzugreifen): Ich weiß natürlich, dass meine R 68 (die ist vielfach im Band 5 abgebildet) ebenfalls nach meiner eigenen Definition nicht authentisch ist, weil ich bewusst an einigen Stellen (Tank, Hebeleien, Auspuffanlage) vom Original abgewichen bin. So hat sich das Motorrad bei den beiden Vorbesitzern über die Jahre entwickelt. Für mich war es aber wichtig, dass alle anderen Details bis ins letzte Detail stimmig sind. Die Logik dahinter: Wenn früher sich jemand entschieden hat, z.B. die letzte Ausführung der Auspuffanlage zu verwenden, dann hat er ja nicht gleichzeitig alle M8-Schrauben gegen solche mit 13er Schlüsselweite ausgetauscht. Für mich ist es so sehr schön passend.
Viele Grüße
Thomas

CowBoy

Also ich fahre seit 42 Jahren Kräder.
Wenn mir morgen jemand eine R68 auf den Hof stellen würde, würde ich mir übermorgen eine Jahreskarte für den Bus kaufen.
Die Hauruck-Modelle sind Witwen-Macher.
Im Gespann aber dafür umso besser.
Aber keine R8, weil das eine "Diva" ist.

Aber jeder wie er will. :)

motoclub

Zitat von: CowBoy am 01 März 2024, 23:05:04...
Wenn mir morgen jemand eine R68 auf den Hof stellen würde, würde ich mir übermorgen eine Jahreskarte für den Bus kaufen.
...

So extrem würde ich das nicht sehen. Eine R68 ist nichts anderes als eine R51/3 bzw. R67 mit noch einmal etwas mehr Leistung. Man kann (z.B. auf einer gut ausgebauten Landstraße) etwas flotter rausbeschleunigen, man muss aber nicht. Und wenn die 68 einmal gut läuft, geht es auch nahezu so einfach und kultiviert zu wie bei den Touren-Modellen. Mir macht das Motorrad echt Spaß (aber, fair genug: Mit einer R51/3 habe ich ähnlich viel Spaß).
Viele Grüße
Thomas

CowBoy

Carl Hertweck hat 1955 oder 56 nach dem Test der R50 sinngemäß geschrieben:
Wenn er gewusst hätte, wie groß der Abstand der Vollschwingenmodelle zu den Telegabel/Hauruck HiRaFe Modellen ist,
hätte er kein gutes Haar drangelassen...

Leider habe ich den Artikel auf die Schnelle nicht gefunden und ich will heute noch was fahren. :D

Die bewußt überzogene Aussage zur R68 rührt daher, dass die Telegabel Modelle vom Fahrwerk her grausig sind.
Wenn für eine R51/3 oder R67 sagen wir mal 15.000 € fällig werden, werden für die 9 bzw. 7 Mehr PS der dreifache Preis aufgerufen. :spinnt:
Und nutzen kann man die Mehrleistung auch nicht wirklich.


motoclub

Ja, ich kenne den Beitrag, den C.H. als Editorial Januar 1955 beim Erscheinen der R69 geschrieben hat. Der Tenor war: Ich konnte damals nicht schreiben, wie grottig das Fahrwerk der R51/3 bis R68 ist, weil BMW ein guter Anzeigenkunde ist ... Erst als die Vollschwingen-Fahrwerke da waren, konnte er die Katze aus dem Sack lassen.

Über den Preisunterschied R51/3 / R67 / R68 brauchen wir nicht zu sprechen: Da sind wir einer Meinung. Zu den heute üblichen Preisen hätte ich heute so ein Motorrad mit Sicherheit nicht ...

An dieser Stelle passt eine schöne Geschichte eines leider bereits verstorbenen Nachbarns. Anfang der fünfziger Jahre war die Autobahn A3 bei uns zu Ende. Er erzählte, dass die Buben aus dem Dorf nachmittags um halb 4 mit ihren Rädern zur Brüngsberger Brücke fuhren - nur um zuzuschauen, wie jemand mit der R 68 auf dem Heimweg von der Arbeit unten durchrauschte. Sie sind immer wieder dahingefahren, nur um dabei zu sein.

Was ich damit sagen will: Der Nimbus des Besonderen umwehte die R 68 schon immer. Durch unseren Wohlstand haben sich die Begehrlichkeiten aufgeschwungen, und nun sind wir an einem Punkt, wo das alles mit Rationalität nichts mehr zu tun hat, nicht einmal mehr mit Leidenschaft, sondern nur noch mit 'haben wollen, egal, um welchen Preis'. Schön ist das nicht.
Viele Grüße
Thomas

Chronologisch

#9
Sorry für die späte Rückmeldung! Viel um die Ohren aktuell.

Der Preis ist selbstverständlich heiß, bisschen was darf es schon kosten.
Ich wäre zwischen 9.000 - 13.000€ recht glücklich.

Sollten hier und da Kleinigkeiten zu machen sein (z.B. Vergaser reinigen), wäre das bestimmt möglich. Durfte mit der Africa Twin ja schon Erfahrungen sammeln.
Den Motor möchte ich zum Anfang aber nicht gleich zerlegen müssen  ;)

Recht interessant finde ich diese Maschine:
https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwagen/d/motorrad/bmw-r50-760937678
LG Roman

motoclub

Zitat von: Chronologisch am 05 März 2024, 10:51:39Sorry für die späte Rückmeldung! Viel um die Ohren aktuell.

Der Preis ist selbstverständlich heiß, bisschen was darf es schon kosten.
Ich wäre zwischen 9.000 - 13.000€ recht glücklich.

Sollten hier und da Kleinigkeiten zu machen sein (z.B. Vergaser reinigen), wäre das bestimmt möglich. Durfte mit der Africa Twin ja schon Erfahrungen sammeln.
Den Motor möchte ich zum Anfang aber nicht gleich zerlegen müssen  ;)

Recht interessant finde ich diese Maschine:
https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwagen/d/motorrad/bmw-r50-760937678

Das Motorrad macht einen 'ehrlichen' Eindruck. Ist das erster Lack? Mit etwas Liebe lässt sich da optisch sicher eine Menge herausholen.

Stammt das Motorrad vom Händler Denzel in Wien? Der hat ja seine ganz eigene, sehr interessante BMW-Geschichte.

Viele Grüße
Thomas

Chronologisch

#11
Ehrlich klingt besser als Bastelwastel

Lt. Verkäufer handelt es sich um den Erstlack.
Leider ist so gut wie keine Historie vorhanden.
Besitzer ist kein Schrauber, Ölwechsel usw. wurden (schonend) durch Werkstatt gemacht, Zündkerzen wurden heuer erneuert.
Maschine hat neues Pickerl (TÜV)

Was mich wundert ist der niedrige km Stand, die Maschine hat bestimmt schon mal genullt und rund 108 000km gelaufen
Sind hohe Laufleistungen bei den Boxern problematisch? Gefühlt hätte ich mal gesagt das schafft sie noch dreimal ;)

Ohne Historie/Belege auf jeden Fall ein ziemliches Ü-Ei
LG Roman

motoclub

Zur Laufleistung: Meistens haben irgendwelche ollen Grotten den Weg in meine Garage gefunden, die ich mühsam wieder aufgebaut habe. Bis zu meiner R51/3, die ist (indirekt) aus erster Hand, hat org. 81.000 km auf dem Tacho.

Ich hatte noch nie in meinem ganzen Leben so gute Teile in der Hand, bis auf wenige Ausnahmen: Mitnehmerverzahnung im Hinterrad ziemlich hin, Teller-Kegelradsatz komplett hin, weil das Doppellager auf der Kegelradwelle hinüber war und offensichtlich so lange gefahren wurde, bis absolut nix mehr ging.

Der Rest: Stirnradsatz im Motor tiptop, Getriebeteile komplett tiptop, Gabelführungen 1a, Mitnehmerverzahnung im Vorderrad nie gelaufen (Räder wurden nie getauscht), usw.

Was ich damit sagen will: Ich hätte bei einer Laufleistung von etwas über 100 tkm keine Bedenken, ganz im Gegenteil. Die meisten Maschinen sind wohl eher zweimal oder dreimal rum ...
Viele Grüße
Thomas

Chronologisch

Exakt sagen kann ich es ja auch nicht, ob der Tacho schon ein oder dreimal durch ist  ;D

Deine Erfahrungen klingen aber durchaus optimistisch  8)

Für mich stellt sich im allgemeinen die Frage, ob ich lieber eine Maschine nehmen sollte, bei der nachweislich etwas gemacht wurde, was man eher bei einem Händler zu einem höheren Preis finden wird oder ich einem privaten Ü-Ei zu einem deutlich besseren Kurs die Chance gebe sollte  :Frage:
Mit ein paar gesparten Tausendern lässt sich in der Garage schon viel machen, stellt sich nur widerum die Frage ob ich das dann in Eigenregie schaffen kann.

Ihr seht schon, schlauer bin ich noch nicht  ;D  aber auf jeden Fall schon fokussierter
Von heute auf morgen kauft man so eine Maschine nicht, ist mir klar geworden
LG Roman

alt-aber-gut

Hallo Chronologisch,

Hier einen wirklich guten Rat für eine Kaufentscheidung zu geben fällt sehr sehr schwer und ist eigentlich unmöglich wenn dazu keine Rechnungen einer "Fachwerkstatt" vorliegen.
Unsere alten Eisen sind in fast allen Fällen herunter geritten und bedürfen oft einer kompletten Revision oder Reparaturen in größerem Umfang. Selbst bei Fahrzeugen die man selbst schon lange fährt sind böse Überraschungen nie ganz ausgeschlossen; leider schon auch selbst erlebt.
Wenn du richtig Pech hast kommen zu dem nicht ganz günstigen Kaufpreis einer ansonsten noch recht gut wirkenden Maschine gleich nochmals mehrere tausend Euro "Lehrgeld" hinzu. Dann wäre eine Maschine mit belegten Rechnungen sicherlich bedeutend günstiger gewesen.
Ein einzig guter gangbarer Weg ein Überraschungsei trotz allem zu kaufen wäre nur eine gut ausgerüstete eigene Werkstatt mit natürlich dem nötigen eigenem Fachverstand sowie etwas Erfahrung in der Wiederherstellung der kränkenden Mechanik, die notwendigen finanziellen Mittel immer voraus gesetzt. Beste Grüße und eine gute Entscheidung, *****
Mes deux cylindres opposés doublent le plaisir du voyage dans les temps passés !

motoclub

Ich bin ganz sicher: Ob der Kauf ein guter war, weißt Du erst hinterher, vielleicht erst ein Jahr später.

Meine Erfahrung bei "gemachten" Motorrädern ist, dass es trotzdem genügend Themen gibt, um die man sich trotzdem kümmern muss. Aus diesem Grund tendiere ich persönlich zu schlechten Fahrzeugen, die ich selber wieder auf die Räder stelle. Keine Frage: Auf dem Weg bis zu dem Punkt, an dem ich heute bin, habe ich sehr viel Lehrgeld gezahlt. Und am Ende wird es auch nicht billiger - aber ich weiß, was mit dem Ding los ist.

Für Motor-und Getriebe-Instandsetzung sind die Rollenboxer kein gutes Einstiegsmaterial, da gibt es Aggregate, die einfacher in der Behandlung sind. Aber dafür sind diese Motoren, einmal gut in Schuss, ein steter Quell langer Fahrfreude ;)
 
Viele Grüße
Thomas

CowBoy

Grundsätzlich ist eine Restaurierung/Überholung/Instandsetzung immer nur eine Momentaufnahme.
Wird das Krad nur gelegentlich  zur Eisdiele spazieren gefahren, hält das zwanzig Jahre und länger.

Soll das Krad aber wirklich gefahren werden und das womöglich noch mit SW bei "artgerechter" Haltung,
müssen die Tausender-Scheine permanent nachgeschoben werden.

"Unsere" R50 wurde 1983 gekauft, Zustand "beamtengepflegt"
1988 kam der erste Seitenwagen dran und das passte dann nicht mehr mit dem Nato-Oliv.
Also zerlegt, lackiert und wieder zusammengebaut.
In dem Zuge wurden ziemlich alle Schäden der Vergangenheit behoben:
Motor revidiert, Kurbelwelle überholt
Getriebe überholt und neu gelagert
Achsantrieb komplett neu - wegen der 26/6 Übersetzung
Schwingenlager/Lenkkopflager Radlager Bowdenzüge etc. pp. neu
Was mein Vater dafür insgesamt bezahlt hat ist nicht überliefert.

April 1985.jpg

Rund 14.000 km und 26 Jahre später habe ich das Krad übernommen. Es kam wieder ein SW dran.
Das Gespann wurde viel und zügig bewegt und im Winter 2015 stand die nächste Überholung an.
1 Pleuellager hatte Luft, die KW wurde überholt. Kleinkram hier und da -> 1.900€

Sommer 2015.jpg

Im Winter 2020/21 war die nächste Revision fällig 19.200 km gefahren. Der Motor klappert weil die Steuerräder verschlissen waren.
Die waren noch die ersten seit dem Kauf in 1983. Dazu wurde der Motor zerlegt und beim Rabenbauer vermessen.
Hat mit Steuerrädern und Lagersitz hinten neu 625€ gekostet. Alles in allem sind da 3.398€ reingegangen.

In den nächsten Tagen werde ich mich wieder um den Motor kümmern müssen.
Der Ölverbrauch ist im letzten Sommer stark gestiegen. Ca. 1,5l auf 1.000 km
Hinter mir Fahrende berichten von Blaurauch beim Gas weg nehmen.
Die von Strauß und Gerken gemachten Köpfe mit neuen Ventilen und Führungen waren 12.300 km drin.
Ein weiterer Ölverlust ist am hinteren Lagerschild, was beim Rabenbauer eingebaut wurde.


Hat jemand eine Idee, wie das fachgerecht instand gesetzt werden kann, ohne den Motor zu zerlegen,
KW ziehen und Lagerschild ausbauen?

Sommer 2023.jpg

Kees

Zitat von: CowBoy am 06 März 2024, 14:45:24Hat jemand eine Idee, wie das fachgerecht instand gesetzt werden kann, ohne den Motor zu zerlegen,
KW ziehen und Lagerschild ausbauen?



Fachgerecht geht das leider nicht. Diletantisch wird da ab und zu von berichtet.

mo-bu

Vielleicht habe ich es hier ja überlesen, aber die Ölschleuderbleche sollten vorsichtshalber kontrolliert werden. Überdies scheinen mir die Geradweg- Modelle die idealen Gespannmaschinen zu sein: niedrig, relativ leicht und einfach im Aufbau, allein schon, wenn ich an den Hinterschwingen- Klapperatismus und an eine Unterwegs- Reparatur denke. Eine zerbröselte Hardyscheibe kann man notfalls durch ein Multiplex- Teil o.ä. ersetzen, ohne die Ölpansche.
Heinz

Chronologisch

Ich muss hier für euch alle nochmals eine Lanze brechen, ich finde es wirklich klasse wie Neulinge hier aufgenommen werden!
Habe ich in anderen Foren schon ganz anders erlebt als auch gesehen.

Ich lerne hier Tag für Tag dazu, einen Oldtimer zu kaufen ist eine komplett andere Herangehensweise.
Wie Ihr schon schreibt, wird es die perfekte NOS Maschine nicht geben, es ist nur eine Frage der Zeit bis etwas kommt.
Im besten Falle etwas beherrschbares.

Für mich habe ich beschlossen, jetzt dann einfach mal ein paar Maschinen zu besichtigen und ggfs. Probefahren.
Ich werde bisschen auf mein Bauchgefühl hören, tendiere nun aber schon mehr zu einer Maschine aus privater Hand.
Wie gesagt, vor dem Schrauben fürchte ich mich nicht, ich habe auch eine schöne Garage zu schrauben. Allerdings ist die noch voller Modellflugzeuge  :lol: - Das lässt sich aber beheben ;)

Fahrtechnisch werde ich bestimmt kein BMW Langstreckenfahrer  ;D
Mir wird es einfach Freude machen ab und an in die Firma damit zu fahren oder am Wochenende einen kleinen Ausflug zu machen.

Folgekosten machen mir eigentlich nicht wirklich Sorgen, ich buche das als Hobby ab.
Wenn ich dran denke wie manche das Geld für Neuwagen raushauen, sollten ein paar Tausender für die alte BMW drinnen sein

Das NATO Oliv finde ich übrigens auch enorm schick! Steht bzw. stand der Maschine wahnsinnig gut  8)

Mein Buch habe ich inzwischen auch schon ein wenig überflogen, ich weiß jetzt schon wenn von den Ölschleuderblechen geredet wird, bedeutet das eine Menge Arbeit!  ;D
LG Roman

Chronologisch

Update: Meine Husqvarna ist endlich verkauft und meine Kassa final gefüllt!  8)


Die oben schon diskutierte Maschine von privat werde ich mir kommenden Dienstag anschauen
https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwagen/d/motorrad/bmw-r50-1208086968


Fahrgestell und Motornummer sind übrigens ident: 630 71x, laut meinem Buch Band 6, also schon eine 50/2
LG Roman

51Chop

Und die rosarote Brille zuhause lassen ;D
Gruß
Amir

Chrome dont´t bring you Home

Elefantentreiber

Ich glaube diese Motorrad hat man mir im letzten Jahr zum Tausch angeboten.

Lt. Aussage des Besitzers im letztes Jahr, wäre er mehrere tausend Kilometer mit der BMW gefahren,
könne aber keinerlei Auskünfte über das Motorrad oder einer Wartungshistorie geben.

Nach seiner Beschreibung hätte ich max. 7000-7500 € auf mein Motorrad angerechnet.

Der Deal kam dann nicht zustande, er hätte die R50 für 10 T€ verkaufen können.

Zitat von: Chronologisch am 23 März 2024, 20:36:08Update: Meine Husqvarna ist endlich verkauft und meine Kassa final gefüllt!  8)


Die oben schon diskutierte Maschine von privat werde ich mir kommenden Dienstag anschauen
https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwagen/d/motorrad/bmw-r50-1208086968


Fahrgestell und Motornummer sind übrigens ident: 630 71x, laut meinem Buch Band 6, also schon eine 50/2
Zündapp´s sind immer noch die besseren Boxer

Chronologisch

@Amir, ja das ist ganz wichtig! Ich muss sachlich ran gehen, zugegeben freue ich mich aber schon sehr auf den Termin

@Elefantentreiber Sehr interessant!
Die Beschreibung des Verkäufers klingt wirklich ähnlich
Motorrad läuft angeblich super, wer wie wo was gewartet hat ist nicht belegt bzw. unbekannt

Ich schau es mir einfach mal an, vielleicht geht aus den Unterlagen noch etwas hervor

Sollte ich bei der Probefahrt noch etwas besonderes beachten?
LG Roman

51Chop

Ich würde mir das Startprozedere genau anschauen, den anschließenden Motorlauf zu Ohren führen und mir die Vergaser anschauen, ob es aus irgendeinem Gewinde übermäßig sifft. Neue Gewinde schneiden ist immer nervig.
Alle Blechteile auf die Substanz checken, da kostet Ersatz selbst in Schrottzustand ordentlich Zaster.

Bedienelemente kontrollieren , kosten auch immer viereckig, Zündschloss auf Wabbelei checken, ist auch immer nervig und teuer.

Naja, und dann halt den gesunden Menschenverstand walten lassen. Tun die Bremsen halbwegs vernünftig (wenn man bei den Dingern da von vernünftig reden kann), sifft Öl raus, wo es nicht raussiffen sollte und und und..

Dann sollte da nichts schief gehen. Viel Erfolg :thumbup:
Gruß
Amir

Chrome dont´t bring you Home

alt-aber-gut

Wichtig wäre nach meinem Ermessen unbedingt eine "längere" Probefahrt auf der Strasse zu unternehmen. Dabei sollten eben der Motor, das Getriebe und der Hinterachsantrieb auf die richtige Temperatur gebracht werden.
Altes dickflüssiges Öl kann Undichtigkeiten sonst sehr schnell nicht wirklich sichtbar werden lassen!
Auch zu großes Spiel der Getriebezahnräder und im Motor selbst werden erst bei höheren normalen Betriebstemperaturen wirklich deutlich höhrbar. Besser mit einer zweiten Person direkt das Objekt der Begierde besichtigen und prüfen. Dabei vorher eine schriftliche Liste der zu testenden Punkte zum abharken erstellen. Das hilft späteren Ärger etwas einzuschränken. Grüße, *****
Mes deux cylindres opposés doublent le plaisir du voyage dans les temps passés !

Alexander

Wenn ich der Verkäufer wäre , dann würde so eine wie angeratene "Längere Probefahrt" schonmal gar nicht Stattfinden . Womöglich auch noch ein schönes Stück Autobahn , um zu Checken , wie schnell sie noch ist .
Wenn der "Käufer" alle möglichen Zahnflankenspiele zu hören glaubt , dann wird er letztlich noch 1,5Tsd dafür Anbieten .
Einem Kumpel hat der "Käufer" am erstem Eck , das Gerät beim zu scharfem Bremsen Abgelegt .
Alles mögliche an Blinkern , Spiegel und Griff war Abgebrochen und eine fette Beule im Tank , sowie ein Endtopf zerschrapelt . Der hat dann gemeint : Stellen sie sich mal nicht so an , ist alles nur Blech . Hat im 100€ für den Kauf gebrauchter Kleinteile in die Hand gedrückt , für den Tank einen "Beulendoktor" vorgeschlagen und desweiterem mit seinem Anwalt gedroht , weil mit den Bremsen wär wohl was nicht ok .
Kenne noch viele weitere ähnliche Probefahrt Storys .
Probefahrt Begehren , bei solch Oltimern , sollten Heutzutage vielleicht nicht in erster Linie , Kaufentscheident sein . Motorlaufchek und Getriebe Schaltbarkeit geht auch auf dewm Hofplatz oder in einer kleinen Sackgasse etc.
Bin recht bescheiden

alt-aber-gut

Ich habe hier nicht behauptet oder verlangt das hier selber der Käufer selber weit fahren muß. Aber man könnte schon bei den heute aufgerufenen Preisen fordern, dass der Verkäufer selbst die Maschine schon einige Km warm gefahren hat um dann nach einer wenn möglich eigenen kurzen Probefahrt das Geräuschbild in betriebswarmen Zustand einzuschätzen. Da hattte ich nie Probleme weder als Käufer noch als Verkäufer erfahren. Grüße, *****
Mes deux cylindres opposés doublent le plaisir du voyage dans les temps passés !

Chronologisch

Danke für die Tipps!

Dem Zündschloss hätte ich jetzt schon mal ohne weiteres vertraut  ;D

Warm laufen lassen ist ein super Punkt - Ich kann mir ja den Startvorgang zeigen lassen, besichtigen und dann zur Probefahrt starten. Nach der Fahrt bleibt bestimmt auch noch Zeit näher zu schauen

Dauer der Probefahrt hätte ich jetzt zwischen 15-20min geschätzt.

Wäre ich der Verkäufer, wäre das wohl noch in meinem
Wohlfühlbereich. Aber klar, Probefahrten bei Privatverkauf sind immer ein schwieriges Thema
LG Roman

motoclub

Alle diese Tipps sind nicht falsch und helfen, einen Eindruck von dem Motorrad zu bekommen.

Aber: Wenn man Maßstäbe der Verhältnismäßigkeit anlegt, ist das alles 'Kleinkram' der nur unwesentlich hilft, mögliche Folgekosten bzw. eine Folgekatastrophe auszuschließen.

Wenn man sich die teuersten Reparaturen anschaut, wäre die reihenfolge der Tests doch anders:
1. Kann ich ausschließen, das die Ölschleuderbleche randvoll sitzen und ich entweder sofort handeln muss oder einen großen Motorschaden riskiere (von außen nicht sichtbar)?
2. Laufen die Getriebelager unauffällig?
3. Wie sieht die Verzahnung im Achsantrieb und die Lagerung aus (das Spiel lässt sich zuverlässig nur bei ausgebautem Hinterrad fühlen)? Das Doppellager der Kegelradwelle ist ein häufiger Schaden.
4. Sind die teuren Teile (Tank, Schutzbleche) in der Substanz gut (z.B. die Kniepolsterbleche sind nicht am Tank eingerostet)?

Viele der Untersuchungen lassen sich doch ohne größere Demontagen nicht testen, die ein Verkäufer sicher nicht möchte. Somit kauft man immer die Katze im Sack und ist vor größeren Überraschungen nie sicher. Ob der Motor rund läuft oder der Kondensaotr erneuert werden muss ist doch eher Kleinkram.
Viele Grüße
Thomas

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