Ölpumpe mit Ölfilter?

Begonnen von klaus wg als Gast, 29 Oktober 2008, 11:26:55

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peter63

Die 2 L/min sind bei Raumtemperatur und mit 32er Hydrauliköl gemessen, was bei einer eng gepassten Zahnradpumpe relativ Temperaturunabhängig sein sollte. Der Wert deckt sich auch ziemlich genau mit dem errechneten Wert. Ich habe allerdings auch eine Ölpumpe, die dem Anschein nach schon 500.000 km gelaufen haben muß. Da sieht die Sache natürlich gaaaanz anders aus :D
Nachdem ich nun einige Originalpumpen in den Fingern hatte, wundert es mich, das es so selten kapitale Motorschäden gibt. Teilweise würde ich mich schämen, diese selbst als Kernschrott noch abzugeben. Der Verschleiß an denen ist doch schon sehr stark. Hätte ich nicht gedacht. Darauf werde ich wohl künftig bei meinen anderen Moppeds ein Auge haben.
Die R27 hat auch nur die großere Pumpe wegen der Schmierlöcher im Zylinder (denke ich mal). Es dürfte aber doch Schwierigkeiten beim Einbau, besonders in die R25/3, geben, da die etwas weniger Raum dafür im Motorgehäuse hat, wegen der Gummiblöcke.
Der Filterumbau in dem Bild ist eine genial, einfache Idee, aber nicht mein Ding. Wenn der nicht regelmäßig gewechselt wird, wird der Motor unweigerlich sterben ;D
Auch bei neuem Filter wird sich die Fördermenge merklich reduzieren. Hauptstrom als solches ist schon o.k., aber bitte auf der Druckseite und mit funktionstüchtigem Bypass!!
So, nu werde ich mich mal wieder ans Zeichnen geben. Es gibt noch viel zu tun, warten wir´s ab ;D

LG Peter

peter63



Taz

Hallo Rolf II.

Zitat von: rolf.soler am 28 November 2008, 23:40:17
...wann wurde die vergrössert ?...

Wurde ab FIN 381 133 eingebaut (ich würde so auf Ende 1963, Anfang 1964 tippen, ein genaues Datum habe ich aber nicht).

Schöne Grüße, Tas
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Rawost

BMW Service Information vom 13.2.1964.
Passt auch für die R26.
Gruß
Rainer
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peter63

Danke Karl,
das passt dann doch zum Titel. :D
So, der erste Versuchslauf ist überstanden. Nach 70h Testdauer ist trotz ungehärteten Laufrädern und ordentlichem Altöl aus dem Trecker ;D kein messbarer Verschleiß festzustellen. Das stimmt optimistisch.
Nun werde ich mal mit den entgültigen Pumpen beginnen.
Die Konstruktion des Gesamtkonzeptes geht auch vorran, wenn auch langsamer als gedacht. Ganz schön eng in der Ölwanne. 20 Stündchen werde ich wohl noch brauchen. Die Ölwanne wird doch min. 5mm tiefer als die Originale werden.

Ein paar Infos von den alten Hasen wären noch hilfreich.

1. Sollte die Ölwanne unten verrippt sein zwecks Kühlung, oder ist die Öltemperatur kein Problem? Gestern bin ich ca. eine halbe Stunde im             
    Dreckswetter gefahren und hatte am Ende eine Öltemperatur von gerade mal 45 Grad.
2. Lohnt es das Ölvolumen maximal möglich zu gestalten, oder kommt´s auf 0,1L nicht an??
3. Ölablasschraube vorne oder hinten?
4. Spezialistenfrage: Welchem Öldruck kann ein normaler, aber verstopfter Filter widerstehen ohne zusammengedrückt zu werden oder zu reissen??

so, das wär´s denn erstmal ::)
Über die weiteren Fortschritte werde ich berichten.(auch wenn´s etwas dauert)

LG Peter

kruemel

Lieber Peter, zu allem kann ich nicht anworten aber erst mal wieder respekt... (du hast keine kopiermaschine...?)

zu 1. die originalwannen aus blech sind nicht verrippt, die tieferen wannen aus alu haben 1. bessere wärmeleiteigenschaften und sind 2. verrippt, also vollständig unterschiedlich. ich denke dass eine leichte rippung nicht von nachteil ist, so lange das öl eine betriebstemperatur erreicht also ab 80°c bis 100°C oder etwas mehr.
2. olvolumen der nachbauwanne ist glaube 1/2l mehr - ich fahre meine r24 mit tiefer wanne mit 1,5l das reicht mir - ich würde mich von der menge ungefähr daran orientieren
3. ölablassschruabe würde ich weiterhin hinten anbringen oder sogar auf der Seite, dann kommt man auch mit der Nuß dran.
4. keine ahnung - kommt bestimmt auf den filter an und darauf ob du das gehäuse meinst oder die gesamte kartusche. gefühlsmäßig würde ich 0,5-1,5 bar als grenze nehmen, da weiß bestimmt der knut weiter ;-)

noch ne kleine frage, welche drehzal hast du jetzt an der pumpe gefahren? habe gestern mal gerechnet:
Wenn sich die Ölpumpenwelle mit einer Umdrehung der NW um einen Zahn dreht und ich mal 10 Zähne annehme, dann brauche ich für eine Wellendrehung an der Pumpe 10 NWumdrehungen, d.h. 20KW Umdrehungen.

D.h. bei 1000 UPM hätte ich 50 Umdrehungen an der KW und bei 5000 UPM wären das dann 250... hast du so gerechnet?

greets und  :respekt:kruemel
Forums "Kernkruemel" ;-)
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peter63

Hi Krümel,
das Übersetzungsverhältnis KW zu Ölpumpenwelle beträgt 9:1. Auf der Nockenwelle ist ein zweigängiges Gewinde, d.h. bei einer Umdrehung der Nockenwelle dreht sich die Ölpumpenwelle um zwei Zähne weiter. Mein Zahnrad hat nur 9 Zähne :o.
Ich hatte die Ölpumpe mit 800 U/min laufen lassen. Das sind entsprechend 7200 KW U/min.
Wie tief oder hoch ist denn die Nachbauwanne? Die Originale hat 40mm, aber damit komme ich nicht aus.

LG Peter

kruemel

#66
Hallo Peter,

danke für die Info, da lag ich mit meinen Überschlägen nicht soo verkehrt (immerhin noch dreistellig). ich war gerade mal in der Garage, leider steht ein Auto davor und es ist dunkel, aber ich habe ca. 60mm vom Motogehäuse bis zur Unterkant (also nicht die Rippe) gemessen. der obere Flansch ist 5mm stark und ebenso stark wird das Gehäuse unten sein, also lichter Bauraum sind wohl um die 50mm.

greets kruemel

P.S. fehlende oder falsche Buchstaben sind das Ergebnis einer Symbiose aus Altersdemenz und leerer Batterie an der Funktastatur, morgens ist es morgendemenz und die Kaffeetasse vor dem Empfänger ;-)
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

Karl

Zu 3.:

- ich würde den Ablaß seitlich machen, weil hinten schlecht ist (man kann nichts Gescheites zum Öl auffangen drunter legen weil der Hauptständer stört [aufgebockt])

Gruß,
Karl
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sigi_rs

...ich habe mal meine /3 in der Ölauffangwanne aufgebockt. ;D

Beim Ölablassen ist natürlich nichts mehr daneben gegangen, dafür hatte ich hinterher die Sauerei am Hauptständer. :kopfhau:

Sehr schlau, habe ich mir gedacht, aber nicht zu Ende gedacht.

Viele Grüße,
Jörg

Taz

Hi zusammen.

Ich habe bei meiner R25/3 die Ölablassschraube auch hinten an der Wanne und nutze eine kleine Plastikwanne aus der Haushaltsabteilung (Schubladenorganisation) zum Ölauffangen. Für max. 1,25 Liter taugt das prima und die Wanne geht tadellos zwischen die Beine des Hauptständers.



Schöne Grüße, Tas
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rolf

Hallo Peter,
zu
1. braucht nicht verrippt zu sein...deine erfahrungen mit der temperatur decken sich mit meiner....allerdings ein paar kleine (mehr angedeutete) Rippen. würden auch nict stören
2. mehr Volumen? ich persönklich fahre immer nur mit 1l Öl...dann habe ich nach 1500-2000km weniger zu entsorgen
bißchen mehr (man muß es ja nicht ausnutzen) stört aber auch nicht
3.Ölablaß an die Seite...war original bei der R25 und den ersten 25/2...habe ich bei mir auch drin...ist wesentlich praktischer als vorne bzw. hinten...also seitlich, nach hinten versetzt (original mittig)...welche Seite ist ziemlich egal
4.keine Ahnung....Dieselfilter halten ja eine ganze Menge aus (mind 10bar soviel ich weiß)...haben allerdings auch einen Metallmantel

Taz

Hallo Rolf.

Zitat von: rolf am 05 Dezember 2008, 11:34:59
...Ölablaß an die Seite...war original bei der R25 und den ersten 25/2...

Das heißt, R24 und irgendwann ab R25/2 war die Ablaßschraube hinten?

Schöne Grüße, Tas S(orry, Tabellenreflex, ich muß das mal behandeln lassen ;D)
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rolf

R24 weiß ich nicht....glaube(!) aber das sie da auch an der Seite das Loch hatten.
Ich kann Dr. Excell empfehlen ;D

Rütz

#73
Hallo,
zum Ölauffangen nehme ich einen alten 3-5 Liter Kanister mit seitlichem Henkel, der wie im Bild gezeigt aufgeschnitten ist.
-> Der Kanister im Bild ist nur ein Beispiel (habe im Netz so schnell nichts besseres gefunden), es gibt bessere (v.a. Henkelform), z.B. in der Reinigungsabteilung (Meister Proper etc...).

Vorteile:
- Paßt zwischen die Ständerbeine.
- höhere Rückwand dient als Spritzschutz (Öl kommt ja anfangs fast waagerecht herausgeschossen).
- Der angeschnittene Henkel ist ein prima Ausguß zum anschließenden kleckerfreien Umfüllen.

Rütz
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

Taz

Zitat von: rolf am 05 Dezember 2008, 13:10:16
R24 weiß ich nicht....glaube(!) aber das sie da auch an der Seite das Loch hatten...

kruemel hilf....
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kruemel

... R24 normal war glaube ich links unter der fußraste.

kruemel g(eholfen)
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Taz

Rolf und kruemel.

Seyd bedankt....

Schöne Grüße, Tas
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peter63

Zur Ölablasschraube: Die R23 hat sie vorne. Ist auch nicht schlecht. Besser als hinten.

Die Konstruktionsarbeiten sind vorrangeschritten. Alles sehr eng, aber es geht. Der Filter sitzt nun hinten und wird durch einen Deckel von unten gehalten. Ölablaßschraube sitzt links, mittig. Die Unterseite der Ölwanne erhält 5mm hohe Rippen in 10mm Abstand.
Ich habe die Feiertage mal genutzt um endlich mal anzufangen ;D.
Die Eatonräder und Pumpenwellen sind zum Nitrieren fertig und müssen anschliessend noch geschliffen werden. Die Pumpengehäuse werde ich in den kommenden Tagen mal angehen.
Der Pumpenhalter und die Ölwanne sind noch nicht ganz fertig konstruiert, aber es kann sich nur noch um Monate handeln ;D
In der Zeit können die Pumpen aber schon mal ein Weilchen zeigen, ob sie´s tun.
Fortsetzung folgt :)
Vielen Dank für eure Gedanken!

LG Peter

† odeon8

Hallo Peter,

richtig professioneller Maschinenbau !  :applaus:   :respekt:

Gibts eigentlich von der "neuen Ölung" ein "Flowchart", d.h.
wie Haupt- und Nebenstrom zusammen arbeiten ?
So frei nach LORIOT: "Hier saugt und bläst der Petermann, wo R25/3 sonst nur saugen kann . . ."

Thomas n(eugierig)
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

mekgyver

... 73er-Gang

peter63

Hi Thomas,
der Hauptstrom fördert 3cm³/U und der Nebenstrom 1cm³/U. Beide laufen auf der gleichen Welle. Mit Abzweigen vom Hauptstrom hab ich so meine Bedenken. Wenn die Leitungen des Hauptstromes sich langsam zusetzen geht immer mehr durch den Filter und der Motor stirbt irgend wann. Mit 2 Pumpen kann´s nicht passieren. Da wird der Hauptstrom immer gleich bedient. Unabhängig von Temperatur, Filterzustand, Viskosität,.....
Die Originalpumpe fördert übrigends 2,3cm³/U.

LG Peter

peter63

So, ich bin mal wieder ein Schrittchen weiter. Die Gehäuse sind nun soweit fertig. Ich hoffe, das ich nächste Woche mal ein paar Tage frei habe um den Befestigungsausleger mal fertig zu kriegen. Ist konstruktiv nicht ohne. Die jetzige Version hat die lfd.Nr 12  ;D.
Solange man´s noch auf dem Papier feststellt geht´s noch, ist aber doch ganz schön aufwendig. Die Ölwanne ist dagegen schon fast Erholung.
Nächste Woche gehen die Pumpenräder erst mal zum Nitrieren. Anschliessend noch Schleifen, und die Pumpen sind fertig. Hoffentlich klappt das mit der Werkstoffpaarung.

Fortsetzung folgt.

LG Peter

peter63

Mist, die Bildchen vergessen. :schimpf:

rolf


kruemel

:respekt:

halte uns auf dem laufenden, darf ich dich mal in Deiner Werkstatt besuchen kommen  ;D
Forums "Kernkruemel" ;-)
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guest474

Oh Peter, Achtung. Krümel baut Dir bestimmt ein paar LED in die Ölpumpe ein. ;D

Gruss Manfred

Heiko

Geile Sache das... Respekt!
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

isofix

Hut ab - bin schon auf die Fortsetzung gespannt  :applaus:

Grüße
Michael

Dennis

Hey Peter,

ich muss dir jetzt auch mal Respekt zollen...sehr beeindruckend das Ganze.
Ich beobachte den Thread von Beginn an und die Spannung reißt nicht ab, im Gegenteil!  :applaus:

Gruß
Dennis
Chrome won't bring you home!

rolf

Zumal die erste WIRKLICH sinnvolle und (!) wirklich verbessernde Maßnahme!

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