Tachos restaurieren

Begonnen von juergen, 21 November 2003, 02:54:37

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juergen

:)Hallo zusammen! Bin dabei ein Tacho zu restaurieren und hab folgendes Problem. Es gibt für Tachos ja Chromringe Zifferblätter und Nadeln. Wie bekomme ich die Nadel am besten von der Welle ohne sie zu verbiegen?Und wie stelle ich die Nadel wieder ein, weil sie ja eine gewisse Vorspannung hat womit sie sich gegen den Anschlag legt. Hab noch nicht angefangen weil ich doch etwas Respekt vor der fielegranen Technik habe.Habt ihr auch schon mal das Problem gehabt?  

juergen


emm

Hi Jürgen,

das mit der Nadel ist genau der Knackpunkt (im wahrsten Sinne des Wortes! :-/ ). Ich habe bei meinem Uhrmacher alle Abzieher durchprobiert, keiner paßte! Und aufsägen wollte ich den alten Zeiger auch nicht. Und bevor ich etwas zerstöre, habe ich den VDO lieber zum Fachman gegeben. (Was mich TIERISCH gewurmt hat, weil ich schon ein paar Veigel's wieder fitt gemacht habe. Da gingen die Nadeln aber leichter ab.)
Abgeglichen (bei einem war die Feder gebrochen; weichlöten geht prima!) habe ich die Veigel übrigens mit meinem Akku-Schrauber. Geht so: Tacho mit dem Schrauber antreiben und die Zeit nehmen, bis ein Kilometer auf dem Zähler umgeschlagen ist. Kurze Rechenübung (man teile 3600 durch die gemessenen Sekunden für 1 km und erhalte km/h) und schon weiß man, was der Tacho bei dieser bestimmten Schrauber-Drehzahl anzeigen sollte. Also die Nadel, am besten im Lauf, bei der richtigen Anzeige aufsetzen. Damit hat sich dann auch das Probelm mit der Vorspannung am Anlage-Pin. Um sicher zu sein sollte man den Spass noch mal bei einer anderen Schrauber-Drehzahl überprüfen.
Die Richtigkeit meiner Einstellerei wurde mir übrigens später von amtlicher Seite (Rennleitung des Ordnungsamts) mit 2 km/h Abweichung bestätigt.
Ich habe noch eine Adresse, wo du eventuell einen passenden Abzieher finden könntest: http://www.selva.de/

Gruß Markus
Alt werden ist unausweichlich, erwachsen werden optional...

BerRie

Hallo Leute,
ich habe mich vor einiger Zeit auch mal an den VDO-Tacho meiner R25/3 wagen müssen.
Grund: Wild ausschlagende Tachonadel, selbst im Leelauf.
Festgestellte Ursache: Die Mitnehmerwelle, in der die Nadel oben im Gehäuse unter der Tachoscheibe geführt wird, hatte sich gelockert und war dadurch im Gehäuse nach unten gewandert. Dies hatte den bekannten, tollen Effekt der ausschlagenden Nadel. Zur Beseitigung des Übels habe ich besagte Welle zurückgedrückt und im oberen Bereich vorsichtig und leicht gestaucht.
Für diese Aktivitäten hatte ich auch den Zeiger abgezogen (mit den blossen Fingern!), was sich im Nachhinein als unnötig herausstellte. Zur anschließenden Justierung der Nadel bzw. des Zeigers habe ich der leichtgängigen Feder erstmal ihren Lauf gelassen, anschließend die zwei Kontrolllöcher im Gehäuse sowie in der Glocke um ca. 10° bis zu Deckung gedreht und mit einem dünnen Draht fixiert. In dieser Position habe ich dann die Nadel so aufgesetzt, dass sie im absoluten Nullpunkt steht, d.h. ohne Druck gegen den Stift an Nullposition liegt. Anschließend Fixierungsdraht entfernt und alles wieder montiert.
Zum Überprüfen des Ergebnisses war (ungewollt) das Ordnungsamt behilflich. An den mobilen, elektronischen Anzeigetafeln für die Geschwindigkeit ('Sie fahren nn km/h' an manchen Ortseinfahrten) konnte ich ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis meiner Bastelarbeiten ablesen.
Möglicherweise hilft Euch meine karge Beschreibung ja weiter. Das Teil muss man einfach in den Händen halten, da man sich mit verbalen Beschreibungen doch etwas schwer tut.
MfG Bernd

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