Oeldruckprobleme am R23 Motor

Begonnen von Fuchs0-7, 29 Mai 2008, 21:34:40

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Fuchs0-7

Ich habe jetzt die ersten 10 km mit der Maschiene absolviert ,und da ist mir bei der kontrolle der Ventile aufgefallen ,
das zu meiner Anfangsschmierung nichts dazu gekommen ist.ich hab dann die Leitung zum Zyl-kopf ausgebaut und das Teil angetreten. Zuerst kam garnichts und so bei etwa 3000 Umdr. fing gans langsam an das Ol aus der Gehäusebohrung  zu quillen .Danach habe ich mit nem Schlauch ,dicken Backen und viel Lungendruck in diese Gehäusebohrung geblasen worauf ich im Motrgehäuse hörte wie die Luft abzischte. Sollte die Oelpumpe  so ausgelutscht sein  hätte ich es doch blubbern hören müssen denn Oel ist genügend in Motor und die Oelpumpe ist doch gans unten .
Weiß jemand was da noch für Undichtheiten im Innren sein können denn die Kurbejwelle ist ja ,sowei ich weiß ,auch nicht in Gleitlagern ,oder hat jemand einen Schmierkanalplan für den R23-Motor .Vieleicht rettet mich ja ein guter Rat davor in der nächsten Zeit den Ofen total auseinanderbauen zu müssen.

Fuchs0-7


isie

Hallo,
ohne Erfahrungen r23 zu haben... sind denn ev. Ölkohleablagerungen  in Zuführungen Ventile und direkt an Ventiltrieb usw. entfernt worden ?

Ist das MÖl das "richtige " ? 

Vg I

klaus wg

#2
Zitat von: Fuchs0-7 am 29 Mai 2008, 21:34:40
..,und da ist mir bei der kontrolle der Ventile aufgefallen ,
das zu meiner Anfangsschmierung nichts dazu gekommen ist.....Danach habe ich mit nem Schlauch ,dicken Backen und viel Lungendruck in diese Gehäusebohrung geblasen worauf ich im Motrgehäuse hörte wie die Luft abzischte. Weiß jemand was da noch für Undichtheiten im Innren sein können denn die Kurbejwelle ist ja ,sowei ich weiß ,auch nicht in Gleitlagern ,oder hat jemand einen Schmierkanalplan für den R23-Motor .Vieleicht rettet mich ja ein guter Rat davor in der nächsten Zeit den Ofen total auseinanderbauen zu müssen.

Wenn ich's richtig verstehe, ist einerseits die Ölleitung durchgängig, andererseits lässt es sich auch "in den Motorblock" hineinpusten. Die Frage ist also u.a., wie das Öl ab Leitungseingang in den Zylinderkopf im selbigen verteilt wird. Ich kenne nun zwar nicht den R23-Kopf, wohl aber den R35-Kopf sehr gut. Beides sind ja bekanntlich BMW-Einzylinder, die ungefähr zeitgleich entstanden. Bei R35 gibt es ab Einmündung der Ölleitung in den Kopf einen eingegossenen Kanal im Kopf (unsichtbar), der das eingepumpte Öl in Richtung Kipphebelachsen und Stößelstangen transportiert. Dieser ist bei R35 oft von altem, verharzten Öl verstopft, kann aber durch Herausdrehen einer Schraube gesäubert werden  :schrauber: . Vielleicht ist's bei Dir ja genauso.

Gruß
k.
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung.

Fuchs0-7

Das Problem liegt anders.--Der Zyl.Kopf  ist in Ordnung .--Es kommt nicht genug Oel von Unten hoch . Ich puste in  das Loch im Motorblock kurz unter der Zylinderfußdichtung ohne den Kopf angeschlossen zu haben und dann höre ich wie die Luft in den Motor entweicht. Ich werd wohl alles zerlegen müssen .
Schönes Wochenende  wünscht Bodo.

Heiko

Wie bläst Du denn Fuchs?  :o  :-X

Ernsthaft... Ist die Ölpumpe noch in Motoröl getaucht oder frei?


Heiko  ;)
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

† odeon8

Hallo Fuchs,

wen Du in das Loch am Zylinderflansch bläst dann entweicht die Luft
bei einer R25 über die Lager-/KW-Schmierung am vorderen KW Lager und das Röhrchen
über der Steuerkette. Weiß allerdings nicht ob die R23 das auch schon so hatte.

Trotzdem; Ölwanne und Pumpe abnehmen und kontrollieren ist bestimt kein Fehler.
Die Pumpe selbst darf aber nicht durchblasen lassen !

Thomas

HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

klaus wg

#6
Tja Fuchs, dann wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als die Bauteile Stück für Stück zu überprüfen (was naturgemäß nicht ohne ein gewisses Auseinanderbauen geht).

Ich würde mir zuerst mal die Ölpumpe vorknöpfen und

-prüfen, ob diese überhaupt noch angetrieben wird (manche BMW-Ölpumpen werden ab Nockenwelle über eine Schnecke und lange Stange angetrieben, die im Vierkant der Ölpumpe steckt. Diese Vierkantverbindung dreht manchmal durch)

-prüfen, ob an der Ölpumpe eine Schraube mit dahinter versteckter Feder dran ist: ist diese Feder noch ok? (Es handelt sich dabei um ein Überdruckventil. Wenn die Feder gebrochen oder stark erlahmt ist, dichtet die Kugel nicht mehr und es pumpt das Öl aus der Wanne direkt wieder in die Wanne).


Danach KW und Nockenwellenlagerung prüfen: KW ist wahrscheinlich vorne in Gleitbuchse gelagert, NW beidseitig in Gleitbuchse. Wenn dort fühlbares Spiel vorhanden ist, baut sich zuwenig Öldruck auf.

Danach wieder berichten.

:schrauber: grüße
k.

Nachtrag: anbei ein Öllaufplan einer R35, vielleicht hilft's ja:
http://www.emw-r35.de/anl/schmierung_oelpumpe.html
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung.

Tino

Ich glaube R2 und R23 haben noch sehr ähnliche,wenn nicht sogar die gleichen Ölpumpentypen.
Hatte meinen Motor zur Komplettreinigung gerade zerlegt.
Ölpumpe unten mit den 4Schrauben lösen. Dann die Ölpumpe rausziehen. Die klebt gerne etwas fester am Motorgehäuse. Ich habe mit einem Breiten Schlitzschraubendreher unter die Nasen von der Ölpumpe wechselseitig gehebelt. Dann rutschte sie schon fast von selber von den Stehbolzen.
Dann die Ölpumpe mal spaßenshalber gedreht und es sabberte schön der Ölrest raus. Funktion war bei meiner also gegeben. Gereinigt habe ich dann alles mit Terpentin und Diesel. Ein Zerlegen der Ölpumpe selber war in meinem Fall nicht notwendig.
Beim Einbau der Ölpumpe ne neue dichtung untergelegt und vorsichtig in die Vierkantwelle eingefädelt. Muss man vorher ein bischen ausrichten.
Bye Tino
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Starrrahmenfahrer werden?"
Verängstigt antworteten die Steine:"Nein,dafür sind wir nicht hart genug."

Fuchs0-7

Die Olpumpe hatte ich schon mal draußen, sie kam mir auch in Ordnung vor. Gestern hab ich erst mal nen Abzieher
für den Lima-anker gedreht ,hat mir den halben Tag gekostet . Der R35 Öllaufplan passt nicht, sieht alles anders aus .
Erst mal Danke für Eure Hilfe . Ich meld mich wieder.

Fuchs0-7

Motor zerlegt. Fehler gefunden und behoben.
Hier eine Kurzbeschreibung des Sachverhalts.
Hauptursache des Verlustes der bereits geförderten Ölmenge war die sehr stark abgenutzte Messingdruckscheibe,
welche das axiale Drucklager der Kurbelwelle darstellt. Bei jedem Kupplungsvorgang wird dieses durch den Ausrückmechanismus belastet was die Kurbelwelle nach forne drückt. Jetzt war diese Scheibe so abgelaufen das
die Welle mehr als 2mm nach forn gekommen war, und somit auch das Nockenwellenkettenrad. Da die Nockenwelle
selbst axial nicht geführt wird, außer etwas durch die Kette (und im Endefkt durch das Gehäuse) ist diese dann
ebenfals um etwa diese 2mm nach forn gewandert. Nun ist die Öleinlaufbohrung in der forderen Nockenwellenlagerbuchse gehäusebedingt nur 2mm vom hinteren Rand entfernt was dazu führte das der zylindrische   
Teil der Welle, welcher das Lager darstellt, bereis etwas neben dem Öleintritt lief. So sabberte das öl direkt in den
Kurbelkasten zurück und fand nicht mehr den Weg zu den Kipphebeln. (und ich konnte so leicht in den Motor pusten)
Das Nockenwellenlager wurde auch schon nicht mehr ausreichend geschmiert, und ist deshalb im forderen Teil
klapprig.
So, die Anlaufscheibe und die Nockenwellenbuchse habe ich ersetzt wobei ich jetzt die Ölbohrung in der Buchse
um etwa 60° axial gekippt ausgeführt habe und sie so im Innern der Buchse etwas weiter zur Mitte der Lagerbreite
ankommt.
Des weiteren habe ich festgestellt das die hintere NW-lagerung (die wird nicht wie bei den spätere Modellen durch
Drucköl geschmiert sondern hat in der nach forn aus dem Gehäuse stehenden Lagerbuchse oben ein Einlaufloch für Spritzöl)
irgend wann schon mal leicht gefressen hat. Auf der Welle war ein ca. 1mm breiter Ring von Messingablagerungen zu sehen und die Buchse ist im Gehäuse um etwa 120° verdreht. Ansonsten ist ihr Lagerspiel aber in Ordnung und fest
sitzt sie auch im Gehäuse was mich veranlasste nur ein neues Öleinlaufloch von oben duch das Stößelbecherloch
mit einem verlängerten Bohrer zu bohren. In den hinteren Lagerzapfen der NW habe ich noch eine steilgewindeförmige
Ölrinne (Förderschnecke)gefräst (neben den Enlassnocken weil dort der Lagerdruck am geringsten ist) um das Öl auch bis an das
hinterste Ende (hier war die Messingablagerung auf dem Lagerzapfen)  der Buchse zu bringen . Im Kaltversuch (Welle mit dem Finger drehen und Spritzöl mit der Schrabenzieherspitze auf das neue Schmierloch tropfen) funktioniert das auch.
Jetzt noch fertig zusammenbauen und dann Funktionsprobe
Drückt mir die Daumen
Tschüß Bodo



klaus wg

Zitat von: Fuchs0-7 am 15 Juni 2008, 13:36:25
Motor zerlegt. Fehler gefunden und behoben.
Hier eine Kurzbeschreibung des Sachverhalts.
Hauptursache des Verlustes der bereits geförderten Ölmenge war die sehr stark abgenutzte Messingdruckscheibe,
welche das axiale Drucklager der Kurbelwelle darstellt. Bei jedem Kupplungsvorgang wird dieses durch den Ausrückmechanismus belastet was die Kurbelwelle nach forne drückt. Jetzt war diese Scheibe so abgelaufen das
die Welle mehr als 2mm nach forn gekommen war, und somit auch das Nockenwellenkettenrad. Da die Nockenwelle
selbst axial nicht geführt wird, außer etwas durch die Kette (und im Endefkt durch das Gehäuse) ist diese dann
ebenfals um etwa diese 2mm nach forn gewandert. ...

Hmmmm. So ganz verstanden habe ich diese Schilderung (zitierter Teil) nicht. Aber wenn Du tatsächlich den Fehler beseitigt haben solltest....Glückwunsch.

Nochmal zu obigem Zitat:
was meinst Du damit, dass die Nockenwelle axial nicht geführt ist, allenfalls durch die Kette, und 2 mm nach vorne wanderte????
Normlerweise dürfte die Nockenwelle in Achsrichtung nur minimales (!) Spiel haben, sollte so bei 0,2 mm liegen. Wie gesagt, ich kenne den R2-Motor nicht, aber normalerweise hat der vordere Motordeckel zumindest bei R35 eine Anlaufbuchse, welche das zulässige Spiel herstellt.
Die Kurbelwelle dürfte ebenfalls nur geringes Laufspiel in axialer Richtung haben (ca. 0,3-0,5 mm zwischen KW-Wange und Gehäuse), was sich beim Kuppeln keinesfalls verändert.  ???

k.
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung.

Tino

Also bei meiner R2 läßt sich die Nockenwelle auch um gefühlte 5mm rausziehen.
Aber ob sie durch die Kette an weiterem rausziehen begrenzt wird,darauf habe ich noch garnicht geachtet. Ich dachte immer an einen Anschlag.
Muss ich mal schaun,wenn ich wieder in der Garage bin.

Bye Tino
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Starrrahmenfahrer werden?"
Verängstigt antworteten die Steine:"Nein,dafür sind wir nicht hart genug."

klaus wg

#12
Zitat von: Tino am 16 Juni 2008, 15:11:38
Also bei meiner R2 läßt sich die Nockenwelle auch um gefühlte 5mm rausziehen.
Aber ob sie durch die Kette an weiterem rausziehen begrenzt wird,darauf habe ich noch garnicht geachtet. Ich dachte immer an einen Anschlag.
Muss ich mal schaun,wenn ich wieder in der Garage bin.

Bye Tino

Also, ohne jetzt hier Panik schüren zu wollen, aber: eine NW, die kettengetrieben mit hoher Drehzahl läuft, kann (darf) keine 2 oder 5 mm Spiel in axialer Richtung haben.

Als Beispiel nenne ich einen mitunter an R35 (BMW & EMW) zu beobachtenden Pfusch:
Dort gibt es 2 Motorvarianten, mit 2 unterschiedlichen vorderen Deckeln zum Primärkettenantrieb. Durch Teilemix entstand hier manchmal der gleiche Pfusch, d.h. auch dort ließ sich die NW dann entsprechend herausziehen mit allen damit zusammenhängenden negativen Auswirkungen.  :galgen:
Guckst Du hier:  http://emw-r35.de/board/viewtopic.php?t=1915&postdays=0&postorder=asc&start=15
Bei der R35 gibt's übrigens verschieden dicke Anlaufbuchsen aus Messing, die in den vorderen Gehäusedeckel gepresst sind und das erforderliche Minimalspiel herstellen.
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung.

Tino

Wenn ich mich recht erinnere,dann treibt die Steuerkette bei der R35 nur die NW an.
Bei mir ist die NW zwischen KW und Lima. Die NW kann also ganicht so weit rauswandern,wenn der Kettenverschleiß im Rahmen bleibt. KW und Lima werden immer versuchen die Kette schön zu fluchten und die dazwischen liegende NW in Position zu halten.
Ein Manko der R35 oder mutige Ingenieurskunst bei der R2  :koenig:
Ich werds mir am WE aber nochmal anschauen.
Schleifspuren waren auf jeden Fall nicht am Steuerkettendeckel.
Bye Tino
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Starrrahmenfahrer werden?"
Verängstigt antworteten die Steine:"Nein,dafür sind wir nicht hart genug."

rolf

Naja, aber Ketten sind nicht (und waren es auch früher nicht) auf Querkräfte ausgelegt.
Rolf

Fuchs0-7

Zu euern Fragen :
1. Die Kurbelwelle hat in der Tat nur ein sehr geringes Axiales Spiel ,aber wenn die Anlaufscheibe Richtung  forn
abgenutzt ist schiebt sie sich beim kuppeln immer wieder bis an sie heran . nach hinten zu giebt es das Problem nicht
denn die Kuppl.-betätigung arbeitet nur nach forn ,des halb gibt es auch in der anderen Richtung gar keine Anlaufscheibe.
2. Dei NW hat wirklich keine Axialen Begrenzungen in dem Sinne. Im Endeffekt läft sie nach hinten gegen den forderen
Buchsenrand ,der mit dem Gehäuse bündig ist und nach forn mit samt der nur lose aufgesetzten "Olabscheiderzentrifuge"
oder wie das Ding auch heißen mag, gegen den Stirdeckel, was auch schon geschehen war.
3. Dei Rollenkette wird im Normalfall auch keine Querkräfte aufnehmen brauchen .Ich denke sowie sich der Apparat anfängt zu drehen halten Routationskräfte der Wellen und Fliekräfte der Kette das Ganze in Richtung. Böse wird es erst
wenn die NW nicht mehr weiter kann wie die KW will, dann fängt  die Kette an schief zu laufen. Aber diesen Punkt habe ich glaube ich noch abgepasst.
Laufen tut der Apparat aber noch nicht. Ich musste erst noch einen neuen Olabstreifer bestellen.
Wenns weiter geht meld ich mich wieder.

mekgyver

#16
Hi Fux,
allen Deinen Ausführungen ist Eines gemein :
es gibt keine axiale Toleranz in den Wellen :Kurbelwelle und Nockenwelle.
Beide Wellen haben an der Steuerkettenseite Festlager.
Wenn es da Probleme gibt, liegt das an den Lagern.
Bei den Motoren ab R24 drückt die Kupplungsstange gegen die Kurbelwelle,
wenn es Spiel gibt ,ist das vordere (schreibt man doch so, oder?) Lager verschlissen,
wegen der überschrittenen Axial-Toleranz.
Das Lager an der Schwungscheibe ist ein Los-Lager, genauso wie das hintere Nockenwellenlager.

Gruß mek  :schrauber:

PS:habe die Verhältnisse am R24ff Motor beschrieben,
gehe davon aus , dass es am R23 Motor nicht anders ist
... 73er-Gang

Rütz

Mek! ::)
Jetzt bring ihn doch nicht völlig durcheinander.
Wie aus Fuchs Ausführungen ebenfalls hervor geht, ist die R23 ein Gleitlagermotor (wußte ich bisher auch nicht, ist aber offensichtlich so), also sowieso ohne Festlager.

Und selbst das "festeste" Festlager ist nicht so fest, daß sich die KW beim Kuppeln nicht sichtbar bewegen würde. Die Axial-"Toleranz" -wie du schon sagst- ist eben nicht Null, sondern eher so 0,2 mm. Wie bei allen Motoren, bei denen die Kupplung auf der KW sitzt. Mir ist keine Konstruktion bekannt, die das verhindern könnte.

Rütz

I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

† odeon8

Moin Anselm,

mir schon !

(s.u.)

Thomas (1999)
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

† Knut

Zitat von: odeon8 am 20 Juni 2008, 07:54:55
Moin Anselm,

mir schon !

(s.u.)

Thomas (1999)


Grüss Gott Thomas, (wieso grüsst Du eigentlich mit "Moin" ?? Biste schon am üben für Euren Urlaub im Norden der Republik??)

wir sind gespannt auf Deinen 2000. Beitrag  ;D


Knut

Rütz

Ok, da bin ich geschlagen! :box:
Gibt es denn Kurbelwellen, die so gelagert sind?
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

Fuchs0-7

Dei KW ist hinten mit einem Kugllager  gelagert. Das ist aber das einzigste im Ganzen Motor. Und es schieb sich im Gehause mit hin und her,schwer aber es schiebt sich. Damit das ding nicht mehr soweit schiebt habe ich die die neue
Scheibe ca.2,5mm dicker gedreht als die abgenutzte Sch.
Tschüß B

klaus wg

#22
Zitat von: Fuchs0-7 am 21 Juni 2008, 09:26:17
Dei KW ist hinten mit einem Kugllager  gelagert. Das ist aber das einzigste im Ganzen Motor. Und es schieb sich im Gehause mit hin und her,schwer aber es schiebt sich. Damit das ding nicht mehr soweit schiebt habe ich die die neue
Scheibe ca.2,5mm dicker gedreht als die abgenutzte Sch.
Tschüß B

Und damit sind wir wieder beim Punkt:
dieses hintere Kugellager der KW sitzt wahrscheinlich in einem Lagerdeckel, der herausnehmbar ist (10 Schrauben?). Dieses Lager darf sich nicht im Deckel bewegen (!!). Das Spiel der KW (wie oben schon gesagt: bei R35 ca. 0,3-0,5 mm) ist zwischen vorderer Kurbelwange und vorderer Gehäusewand, die das Gleitlager trägt, zu finden, und dient (zumindest bei R35, die ebenfalls eine monströse Schwungscheibe + Trockenkupplung auf dem hinteren KW-Zapfen trägt), zum Längenausgleich bei Erwärmung (!), jedoch nicht, um Kupplungskräfte aufzufangen. Bitte dabei bedenken, dass an der KW ja nun auch deren Pleuel mitsamt Kolben hängt und sich dabei vorstellen, wie eine Axialbewegung um angenommene 2 mm beim Schalten bei 5000 Touren auf diese Teile wirken würde.  :o

Eine NW, die nur in Gleitbuchsen läuft, hat über die Gehäusedeckel samt deren Lager-/Buchseneinsätzen in der Regel ihren Anlaufpunkt; ich habe aber noch nie gehört, dass eine NW frei im Gehäuse pendelt und nur durch die Kette gehalten wird. Dazu läuft das Ganze zu schnell, es herrschen zu große Kräfte und die NW muss zu genau eingepasst sein, um die weitere Motorschmierung sicherzustellen.
(Leider bekomme ich die R23-Teilekatalog-Datei hier hier im Forum mit meinem modemgestützten PC nicht geöffnet, sonst würde ich genauer nachsehen>>> vielleicht kann jemand mal einen Auszug der betreffenden Seite hier in diesen fred einstellen)
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung.

Tino

Jepp,so isses. Ohne Deckel 4-5mm Axialspiel mit Deckel sinds bei mir 0,3mm Spiel  ;D
Bye Tino
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Starrrahmenfahrer werden?"
Verängstigt antworteten die Steine:"Nein,dafür sind wir nicht hart genug."

klaus wg

Nachtrag (hab's geschafft, die R23-Datei zu "knacken")

@ Fuchs 0-7: Lade Dir mal die R23-Datei hier im Forum runter, und schau Dir dabei insbesondere mal die Seite 5, und dort die ersten 4 Teilepositionen an: Alles dran, an Deinem Motor? Dort ist auch die Rede von einer Ausgleichsscheibe, die bei Bedarf verbaut wird.

k.
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung.

guest515

Der Fuchs 07 sieht das schon richtig. Die Nockenwelle läuft "von hinten"
an. Die Nockenwelle will immer nach "vorne" weil die Scherkräfte der Schnecke (auf der NW zur Antriebswelle der Ölpumpe) sie dahin treiben. Natürlich darf die Begrenzung nicht durch die Steuerkette erfolgen, die reißt dann sehr schnell.
Ich hab bei meiner R 23 noch nicht nachgeschaut, aber das Teil, gegen das die Nockenwelle anläuft, nennt sich nach Ersatzteiltafel 1, Nr. 92 "Entlüfterring".
Frage an Fuchs: Hast Du bei Dir so einen "Entlüfterring" eingebaut und wie sieht das Teil aus (Bild?) ?


Fuchs0-7

Genau das isses . Seite 4 des Et Kataloges "Ausgleichscheibe, nur mit 0091" ET-Nr. 010120. Die ist in meinem Motor nur 0,8  dick .Damit das Pleul aber mittig oben zw. den Stehbolzen der Laufbuchsenbefestigung herauskommt muß sie 3,5 dick sein .Sohabe ich sie auch gedreht und jetzt passt das andere auch alles.
Gruß an alle Interresenten.

klaus wg

#27
Zitat von: Fuchs0-7 am 23 Juni 2008, 16:49:32
Genau das isses . Seite 4 des Et Kataloges "Ausgleichscheibe, nur mit 0091" ET-Nr. 010120.

Klingt verheißungsvoll. Nochmal: weder Nockenwelle noch Kurbelwelle sind dazu ausgelegt, im Motorgehäuse axial um mehrere Millimeter zu pendeln, egal, ob nach vorne oder nach hinten.

Wär' der 1. Motor, der nicht zum Laufen zu bringen wäre, sofern auch das verbaut ist, was da reingehört.
Und immer bedenken: Nichts ist übler, als der (durchaus vielleicht gut gemeinte) Pfusch von Vorbesitzern.

p.s.: auch wenn jetzt das Laufspiel stimmt: das Kugellager, das Du oben beschreibst mit "es schiebt sich im Gehäuse mit hin und her, schwer, aber es schiebt sich":
Das Lager darf sich nicht schieben, weder im Gehäuse (Sitz der Außenrings) noch auf dem Zapfen der KW (Sitz des Innenrings). Ich plädiere für Verkleben.

k.
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung.

guest515

Hi Klaus,
bei den alten Kisten R 23 und R 35 ist die Nockenwelle nicht von haus aus in einer festen Position. Die kannst Du im Stand mit den Fingern hin und herschieben. Des is oafach so, konstruktionsbedingt ! Frag mich nicht, warum.
Das würde ich auch sehr gerne wissen. Daher braucht die NW einen vorderen "Anlaufpunkt", der ihre Position beim Laufen bestimmt.

klaus wg

#29
Zitat von: gerhard am 24 Juni 2008, 10:36:06
Hi Klaus,
bei den alten Kisten R 23 und R 35 ist die Nockenwelle nicht von haus aus in einer festen Position. Die kannst Du im Stand mit den Fingern hin und herschieben. Des is oafach so, konstruktionsbedingt ! Frag mich nicht, warum.
Das würde ich auch sehr gerne wissen. Daher braucht die NW einen vorderen "Anlaufpunkt", der ihre Position beim Laufen bestimmt.

Ja und nein, Gerhard. Aber ich glaube, wir reden jetzt auch aneinander vorbei.

Also vorweg: Da meine Holde eine R35 seit nunmehr 15 TKm fährt, habe ich bereits zwei  R35-Motoren komplett aufgebaut und die zugehörige Werksliteratur vorwärts und rückwärts gelesen. Die Nockenwelle läuft vorne und hinten in einem Gleitlager und lässt sich, bei verschraubtem Deckel, nicht nach vorne ziehen (was auch übel wäre, da weiter vorne auch noch der Unterbrecher drauf läuft). Es sei denn, Du meinst das Wärmeausgleichsspiel von ca. 0,3 mm. Soviel Axialbewegung ist natürlich möglich und werksseitig gewollt.
Richtig ist, dass es diese vordere Buchse im Deckel, die den Anlaufpunkt darstellt, in verschiedenen Dicken gibt, um eben das Nach-vorne-wandern auf das reine Wärmeausgleichspiel zu reduzieren.
Generell ist die Sicherstellung der Ölversorgung beim R35-Motor darauf ausgelegt, dass für die vordere Lagerung der Nockenwelle (nicht identisch mit der Anlaufscheibe im Deckel) ein sehr geringes Laufspiel (ca. 3/100 mm) eingehalten wird, d.h. die Stelle ist sensibel. Die Wehrmacht hatte im letzten Krieg Probleme mit dieser Lagerstelle, weshalb hier auf Grund der Erfahrungen aus dem Russlandfeldzug Änderungen in die Ausführung des Lagerrings und dessen Lauftoleranz einflossen. Tödlich wäre in diesem Zusammenhang, eine Nockenwelle gar um mehrere Millimeter in Achsrichtung wandern zu lassen. Zumal diese Nockenwelle auch noch einen Luftverdichterring besitzt, um einen Druckausgleich zum Zylinderkopf hin sicherzustellen.

Was ich in meiner vorherigen mail an Fuchs 0-7 richtete, bezog sich aber auf die Kurbelwelle, denn dort hatte er festgestellt, dass sich das hintere Kugellager im Gehäuse bewegt (für die R24-R27-Fahrer: R35-Kurbelwelle ist vorne gleitgelagert, hinten  1 Kugellager). 
Und hier bleibe ich dabei, dass dies (zumindest bei R35) keinesfalls der Fall sein darf. Das Spiel der Kurbelwelle beschreibt das Werkstatthandbuch zur R35 sehr deutlich; und keinesfalls ist es sinnvoll, wenn ein Kugellager bei jedem Kupplungsvorgang in seinem Sitz wandert. Auch an anderer Stelle kenne ich keine Kugellager an schnelllaufenden Wellen, die sich in ihrem Lagersitz im Gußgehäuse bewegen/mitdrehen dürfen.


Aber wie gesagt: ich glaube, wir meinen das Gleiche   :dance: ; und begonnen hatte der fred ja damit, dass er eine unzureichende Ölversorgung im Zylinderkopf bemängelte.

Schraubergrüße
k.
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung.

Hauptmenü

Anleitungen & Bücher Baureihe Specials Startseite Vergleichsliste

Presse & Wissen

Bauzeiten & Stückzahlen Historisches Liste der BMW Modelle Presseberichte Prospekte & Plakate

Foren & Literatur

Bildergalerie Bildtafel-Suche Forum: Boxerforum Handbücher Servicedaten

Allgemeine Infos

Bildtafelsuche Glossar Impressum Kontakt Sitemap

Tipps & Service

Dienstleister Händler Märkte & Museen Tipps Verschleißteile & Werkzeuge