Dichtungsmasse

Begonnen von guest265, 05 Dezember 2005, 16:25:39

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guest265

Hallo Forum,
ich montiere gerade meinen neuen Zylinder, Kopf, Kolben ...
Macht jemand von euch irgendwelche Dichtmasse unter/über die Fußdichtung und ggf. was für eine. Gibt da ja so Zeug von Würth und wahrscheinlich auch anderen Herstellern. Ist das sinnvoll sowas zu machen? Danke für eueren Input und hoffentlich habe ich keinen Religionskrieg losgetreten.
Helga

guest265


kruemel

hallo helga!

es gibt da mehrere mittelchen, ich will nur mal kurz die drei kategorien vorstellen:

weiche dichtmasse - bleibt weich (Z.B. Curil-T - grün) ich habe die fussdichtung mit curil gemacht, weil es mir immer eine schweinerei ist, zu feste reste abzukratzen.
mittel - härtet etwas aus - (z.b. hylomar - blau) ist ganz angenehn z.b zusätzlich an den ventildeckeln
aushärtend - hochtemperatur-silikon (vom  a.t.u. schwarz) - nehme ich an stellen, die ich so schnell nicht mehr öffnen möchste... z.b. auflagefläche stösselführung und motorblock.

ich glaube dichtmittel kann sorgfalt nicht ersetzen, kann aber ordentlich (sparsam, aber nicht zu sparsam) eingesetzt aber durchaus sinnvoll sein... ich überlege mir immer erst wie die oberflächen und die beanspruchung bzw. umgebung  aussehen und entscheide mich dann für das richtige mittelchen (auch im hinterkopf behalten, wann ich den kram mal wieder zerlegen muss). ich würde nur keine dichtmasse für die kopfdichtung und den krümmer verwenden...

ach ja, mit der richtigen dichtmasse und dem richtigen geschick kann man auch z.b. die ölzufuhr in den kopf abdichten... dann aber nicht wundern  ;D

hilft das weiter?
kruemel
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

Heiko

Hi Helga,

Religionskrieg? Wir können offen reden  ;D ... wenn die Dichtflächen plan sind und keine Riefen haben, wird es mit der Dichtung dicht!... ansonsten kann ich das Dichtzeug von Loctite 247 (weiß jetzt nicht ob die Nummer stimmt) empfehlen.

Heiko
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

guest265

An meinem Motorblock haben Generationen von Schraubern unzählige Dichtungen mit mal mehr oder weniger geeigneten Werkzeugen abgekratzt. Ist jetzt übertrieben aber so richtig gut sieht die Fläche nicht aus.
Helga

† odeon8

Servus Helga,

also ich schwör´ seit Jahrzehnten auf DIRKO.

Schaust Du z.B. hier:

http://m0torrad.de/E_376.php

Bei Gehäusemontagen braucht man keine extra Dichtung, was z. B. zum
Getriebeaustarieren sehr angenehm ist.
Bei der Demontage bleiben keine hartnäckigen Reste, bei deren Entfernung die
empfindlichen Flächen oftmals schon vermurkst wurden.
Und es hält mittlerweile 250°C aus, womit man es auch für die Kopfdichtung
verwenden kann - speziell dann, wenn man nicht Uli´s neuartige Kopfdichtung
mit den Silikonringen einbauen will oder kann.

Thomas W(erbefernsehen)
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

guest265

@all; reicht eine Temperaturbeständigkeit von 250 Grad am Fuß aus? Am Zylinderkopf  hätte ich da ein paar Bedenken!
Helga

Heiko

Jo Helga, das geht!

Heiko H(itzefest)
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Micha

Hallo,

mal 'ne Frage, was ist das für eine Silikonringkopfdichtung (ohne Werbungsgedöns).

Micha

† odeon8

#8
Hallo Micha,

das Teil schaut so aus (auf dem Bild liegt noch die alte Dichtung drunter)



und ist bei Uli in Frankfurt zu haben.
Uli sagte mir, dass das Teil alle Merkmale einer heutigen (Automobilindustrie) Kopfdichtung
aufweist:

  • Ein Feuersteg aus Alu
  • Ein spezielles mehrschichtiges Dichtungsmaterial
  • Und die besagten Silikonringe um alle ölführenden Bohrungen

Viele Grüße - Thomas
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

rolf

UM DIE ÖLFÜHRENDE BOHRUNGEN???
Na, wenn das die mobile tradition wüsste!

† odeon8

Wieso, Rolf, siehst Du das anders ?


Thomas   :Frage:
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

Rütz

Nein natürlich nicht.

Aber die Mobile Tardition (der Dreher g'hört so!) hat kürzlich in einem Paralleltret geleugnet, daß es bei den Einzylindern eine ölführende Bohrung in den Zylinderkopf gibt!
Das dünne Röhrchen sei eine Rückführleitung, damit über die Stößelrohre aufgestiegene Öldämpfe nach Kondensierung zurücklaufen können, aber im Allgemeinen könne man die Bohrung auch ruhig verschließen!!!! ::) :wc:

Anselm Q(uo vadis...)
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

rolf

Brutus hilf mir unwissenden:
Was meinst du mit "Tardition"????

Rütz

Eigentlich war es natürlich ein Tippfehler.
Dann kam die  Assoziation von:
Lat. "tardus": langsam, spät eintreffend
Oft in Fremdwörtern z.B.:
"retardiert"= geistig o. körperlich zurückgeblieben, spät entwickelt.


I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

rolf

Retardiert kenne ich, leider ;D

Micha

Erstmal schönen Dank an Thomas für das Foto,

bin auf der entsprechenden Web-Site diesbezüglich nicht fündig geworden,vieeleicht nicht richtig geschaut. Hat denn jemand Erfahrung mit dieser Dichtung? Bei meinem Zylinderkopf sabbert es seit dem Einbau eines "Tuningkolbens" vom gleichen Anbieter ein wenig. Nicht tragisch aber unschön und irgendwie auch nicht einleuchtend.

Micha

Heiko

#16
Zitat von: rolf am 08 Dezember 2005, 10:18:37
Retardiert kenne ich, leider ;D

Ach ja, hattest Du erwähnt Rolf, dein letzter Arztbesuch, bezüglich deiner R 26... tut mir echt leid  :-[  ;D  ;D  ;D

@Micha: Mit richtigem Drehmoment angezogen, Dichtfläche plan?

Heiko
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

guest265

Habe mir mal LOCTITE 5920 Kupfer gekauft. Beschreibung: Ist dauerelastisch, Silikonbasis, hochtemperaturbeständig bis 315/350 Grad, ölbeständig und ist für Hochleistungsmotoren (so einen habe ich) und natürlich auch kein Problem für die Lambdasonde ;-)), da schwach ausgasend  :juhuu:. Außerdem stinkts nicht!!!
Mal sehen ob es wirkt. Für den Zylinderkopf scheint es aber ungeeignet?! Wahrscheinlich wegen Benzin.
Helga

Karl

Hallo Helga,

ich habe (glaube ich) auch dieses Loctite zu Hause und bin davon begeistert! Ich verwendete es am Zylinderkopf & an den ventildeckeln (bzw deren Dichtung) - temperaturbeständig und auch Benzinspritzer (in Maßen) machen der Dichtmasse nichts aus. Und: bei Bedarf kann man sie durch Abrubbeln wieder leicht entfernen!

Gruss,
Karl
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Heiko

Hi,

so, jetzt hab ich mal nachgeschaut... ich nehme Loctite 5923... ist ähnlich...

Heiko
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Rütz

ZitatFür den Zylinderkopf scheint es aber ungeeignet?!

Die Zylinderkopfdichtung ist ein Spezialfall. Nicht allein die hohe Temperatur, sondern die Kombination dem hohen Druck ist das Problem. Zusätzlich muß diese Dichtung auch in gewissem Umfang wärmeleitend sein.

Das können nur die speziellen Kopfdichtungen mit ihrer gepunzten Metalleinlage, die sich beim Anziehen in die Dichtflächen krallt.
Deshalb sollten Kopfdichtung und Dichtflächen bei der Montage 100% sauber, trocken, fett/ölfrei und auch frei von Dichtmitteln aus der Tube sein.
Die Gefahr, das der Verbrennungsdruck diese Sachen kontinuierlich durch die Kapillarspalten nach außen drückt und dadurch die Verbindung Dichtung/Dichtfläche löst ist zu groß.

Das ist zumindest, so viel ich weiß, die allgemeine Lehrbuchmeinung.

Anselm :oberlehrer:
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

rolf

ich habe noch nie Dichtungsmasse für den Zylinderkopf benutzt, meistens war es trotzdem dicht. Es sei denn, ich habe gepfuscht.
Für den Zylinderfuß nehme ich allerdings immer hylomar, braucht man aber eigentlich auch nicht, sollte auch immer dicht sein wenn man nicht pfuscht.
Rolf H(albpfuscher)

schwalbenschrauber

moin
diese Beiträge sind schon etwas älter, für mich aber immer noch aktuell und denke andere sind auch noch am arbeiten:
habe auch diese neue Dichtung von U aus F und habe keine Probleme mit Ölgesabber an dieser Stelle, Fußdichtung ist auch ok, ohne Dichtmittel. ABER: Ich bekomme einfach die Ventilsstangendichtrohre am ZK nicht sabberfrei, neue Gummistöpsel sind ok und dicht, untere  Stößelführung sind auch dicht. Frage: muss man die oberen Rohre immer neu nehmen oder aufbördeln - ich lese man soll die Röhrchen immer etwas nach unten klopfen damit die Gummistößsel aufgetrieben werden und dicht halten, nur dann leckt es am ZKopf. Gibt es evtl. unterschiedliche Längen von diesen Rohren und habe ich evtl zu kurze Röhrchen? Das Problem ist  evtl auch: Obwohl es eine R25/2 laut Motor- und Fahrgestell-Nummer ist, sind Zylinder und der Kopf von einer R24 (wurder mir in einer grossen Kiste in Einzelteilen angedreht) damals konnt ich noch nicht zwischen den verschiedenen Modellen unterscheiden. Wenn jemand eine Idee hat, wie man diese Undichtigkeit zwischen ZK und Stangenschutzrohre beseitigen kann, danke ich schon jetzt. Bevor ich nun Loktite und die rote liquid gasket Sache anfasse höre ich gerne noch andere Berichte und Lösungsvorschläge Grüsse aus Hamburg
R25/2 Bj. 53/98

kruemel

hat nix mit 24 zu tun...

die gummis müssen leicht gequetscht sein, damit sie dichten. habe bis jetzt bei jedem zylinder nachhelfen müssen, damit der abstand stimmt... einfach das rohr richtig heiß machen und anschließend mit einem Kantholz und hammer den ring auf dem stößelrohr verschieben. so lange, bis die dichtung etwas gequetscht ist und damit aufgeht...

gruß, kruemel
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

rolf

Oh oh Kruemel
nicht nachmachen...nicht den Ring nach unten schlagen...sondern das ganze Rohr mittels abgesetzten Dorn wenn der Kopf noch nicht drauf ist

schwalbenschrauber

danke für die Info, mit den Gummistöpseln ist es ok, leider drückt etwas (wenig) Öl zwischen ZK und Stößelrohren heraus (nur Einlaß-Seite), evtl ist die Bohrung im ZK schon etwas abgenutzt. Ich muss eh die ZK-Bolzen nachziehen und werde dann etwas Dichtmittel LT 5920? dazugeben - werde das Resultat berichten - evtl sollte man in den Tips und Tricks einmal eine Liste der verschiedenen Hilfs-Dichtungsmittelchen für die entsprechenenden tröpfelnden Plätze einfügen, Grüße aus HH
R25/2 Bj. 53/98

Heiko

Moin,

ich glaube (!), daß nicht die Bohrung im Zylinderkopf ausgelutscht ist, sondern das Röhrchen durch mehrmaliges nachsetzen im Laufe der Jahrzehnte nach innen leicht umgebördelt wurde und deshalb Öl austritt!


Heiko
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

schwalbenschrauber

das kann auch sein, obwohl alu-ZKk doch angeblich weicher ist
aber ein neues Rörchen ist wohl auch angebracht. Deshalb liegen auch so viele gebrauchte davon in meiner Kiste (und die sehen warlich nicht mehr gut aus, werde nachmessen und kucken ob rund oder schon oval oder eingedrückt oder Riefen) - Grüße
R25/2 Bj. 53/98

schwalbenschrauber

habe mir´einige gebrauchten Stösselröhrchen angeschaut
obwohl Längen zwischen 59,2 und 59,5mm ok zu sein scheinen kann man an den Bildchen gut die
Unterschiede der Position der Ringe erkennen und auch im Gegenlicht die Riefen am oberen Rand des Röhrchens
welche wohl die Ursache der Leckage sind - habe leider kein makro-Objektiv - 
R25/2 Bj. 53/98

kruemel

hi rolf!

Habe bis jetzt mit den Ringen noch kein problem gehabt... hatte auch immer mit den rohren oben angefangen, dabei aber gemerkt, dass die positionen der ringe absolut ausserhalb jedes sinnigen breichs waren und deshalb bei den ringen weiter gemacht... hat bisher bei vier zylinden sehr gut geklappt...

kruemel...
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

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