R27, Ständer Probleme

Begonnen von tab_59, 17 September 2004, 18:32:09

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tab_59

Hallo erstmal,

habe mit meiner R27 bisher recht viel Freude gehabt, nur leider wollte das mit dem Ständer noch nie so recht klappen. Entweder die Maschine ließ sich gut aufbocken, dann blieb der Ständer aber nicht in der obersten Position sondern schrappte spätestens in der nächsten Kurve auf dem Asphalt oder der Ständer bleibt nach ordentlichem Festziehen der Fußrastenschrauben oben und ist dafür aber kaum noch zu bewegen. Gibt es zu diesem Problem vielleicht schon eine Lösung? Auch benötige ich die Maße für die Buchsen in der Ständerlagerung (die verwendeten Buchsen sehen nicht besonders Original aus und ich vermute, dass sie nicht breit genug sind, wodurch der Ständer beim Anziehen klemmt).
Für Tips wär ich euch dankbar.
Gruß Martin

tab_59



mekgyver

Hallo tab_59,
erstmal herzlich willkommen auf'm board !
Die Antwort hast Du selbst erkannt , es sind diese Druckstücke oder Buchsen und passende Federn.
Außendurchmesser ist die Bohrung des Ständers, Innendurchmesser ist die Schraubenbolzenstärke, die Dicke ist etwas mehr (1bis 1,5mm) als das Ständerauge, fertig ist die Laube.
Oder zu einem der bekannten Händler fahren und diese Dinger einfach ordern.
Aber 'ne Beziehung zu Deinem Bike, baust Du am bestem auf, wenn Du die Teile selbst fertigst.
Gruß mek  :bike:
... 73er-Gang

isie

#2
Hallo,

nun hast Du ja offenbar das Prob dass er ZWARr nach oben geht aber halt DA NICHT BLEIBEN WILLL - nicht war ?

Dann würde ich erst einmal die Federn im Verdacht haben - offenbar ausgenudelt oder aber nicht in der richitgen EinhakPosition.

Ich habe da drei verschiedene nach hinten versetzte Bohrungen (für beide Federn) an den "FahrgestelltHaltern". Vermute allerdings, dass die Vorgänger diese gebohrt haben (und nicht BMW) ... da ungleichmässige Löcher...

OK, zur Frage "warum er Ständer nicht "von alleine" direkt nach oben klappt", gab es hier schon mehrfach die Meinung, dass das

a.) üblich ist
b.) sogar erwünscht sei.

Bye

Ingo (der mit der Kaufbeziehung...)

Übrigens haben meinen neuen Buchsen im ersten Anlauf NICHT gepasst (Uil S.) und auch viel Säubern, Fett usw. hat bei den alten Buchsen das "von selbst aufklappen" NICHT wirklich bewirkt. 
 

tab_59

Vielen Dank für die rasche Hilfe.  :) :applaus:

Die Buchsen sind schon neu gedeht und nun geht es wieder ans Ausprobieren. Habe glücklicherweise noch einen unverbogenen Ständer zum Ausprobieren und als Vorlage zu Richten von meiner Krücke bekommen. Mit verschiedenen Aufhängungspunkten der Federn werde ich auch ein wenig experimentieren.

Gruß Martin 

mekgyver

... 73er-Gang

guest76

Hallo Leute,

ich hatte bei meiner R26 dasselbe Problem (vom Vorbesitzer übernommen, der offenbar keine bessere Lösung fand als die Fußrastenschrauben so anzuknallen, dass der Hauptständer fest saß).

Auch mit neuen Federn (Edelstahl von Stemler, hammerhart), neuen Bolzen und Buchsen (mit richtigem Maß) wollte der Ständer partout nicht oben bleiben, sondern klappte immer wieder runter.  :schimpf:

Ich hab daraufhin die Anlenkpunkte der Federn am Hauptständer rund 5 mm nach unten versetzt (einfach zwei neue Aussparungen mit der Flex reingeschliffen). Ergebnis: Ständer flutscht wie eine Eins nach oben und bleibt dort so sicher wie das Amen in der Kirche.   :bike:

Gruß, Hans

Heiko

Hm,

seltsam... warum diese Probleme  :Frage: ... könnt ihr mal Fotos von euren Ständeraufnahmen machen und hier rein stellen? Ich hab dieses Problem bei meiner R 26 und R 27 nicht...

Heiko
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

tab_59

Zitat von: Hans am 24 September 2004, 22:03:43
Hallo Leute,

ich hatte bei meiner R26 dasselbe Problem (vom Vorbesitzer übernommen, der offenbar keine bessere Lösung fand als die Fußrastenschrauben so anzuknallen, dass der Hauptständer fest saß).

Auch mit neuen Federn (Edelstahl von Stemler, hammerhart), neuen Bolzen und Buchsen (mit richtigem Maß) wollte der Ständer partout nicht oben bleiben, sondern klappte immer wieder runter.  :schimpf:

Ich hab daraufhin die Anlenkpunkte der Federn am Hauptständer rund 5 mm nach unten versetzt (einfach zwei neue Aussparungen mit der Flex reingeschliffen). Ergebnis: Ständer flutscht wie eine Eins nach oben und bleibt dort so sicher wie das Amen in der Kirche.   :bike:

Gruß, Hans


Hallo zusammen,

mit den neuen Buchsen lässt sich der Ständer jetzt wieder leichtgängig klappen, so richtig oben bleiben will er aber trotzdem nicht. Ich habe auch die Federn in der Edelstahlversion von Stemmler (das mit dem Bretthart kann ich nur bestätigen, sind sie vielleicht zu hart?). Das Einhängen kostet mich jedes Mal über eine Stunde und viel Geduld. Ziehe die Federn mittels einer Drahtschlaufe und diversen Hebeln in die Länge. Die ganze Prozedur ist sehr defiziel und kritisch. Man müsste eigentlich eine Art Federspanner als Spezialwerkzeug haben (im Werk muss es doch dafür auch irgendein Werkzeug gegeben haben). Hat jemand  so etwas schon mal gebaut oder eine bessere Idee? Das Experimentieren mit den unterschiedlichen Aufhängungen werde ich mir noch ein wenig aufsparen bis ich die Sache mit den Federn einhängen besser im Griff habe.

Gruß Martin

Heiko

Hi,

ich hatte letztens schon die Idee so einen Spanner zu bauen, weil ich vor demselben Problem stand, aber dank Markus  :blumen: gehts auch einfacher... allerdings ist ein zweiter Mann (oder Frau) ganz praktisch dafür, wenn Du dein Motorrad nicht umschmeißen möchtest... Also, Ständer einklappen, Feder hinten am Rahmen einhängen und dann das andere Ende der Feder nicht versuchen direkt in die Öse am Ständer einzuhängen  :schimpf: ... hab ich dran verzweifelt..., sondern (siehe Bild) unten einhängen... dann muß die Feder nicht so lang gezogen werden... wenn der Ständer langsam eingeklappt wird, rutscht die Feder automatisch in die Öse... fertig... hänge am Besten stabile Litze in die Federöse, damit kannst Du die Feder ziehen und brichst Dir nicht die Finger.
Der Helfer hält das Motorrad dabei in Schräglage um besser an die Geschichte heran zu kommen... oder lehne es schräg an eine Wand, aber ob das dann funzt?...

Heiko
Ariel motorcycles... upon which the sun never sets.

Rütz

Bei Louis gibbet dafür auch ein Werkzeug:

Best-Nr.:1000 3991  € 4,95
(Langer T-Griff mit dünnem Haken aus recht hartem Stahl)

Hat mir schon bei vielen Federn gute Dienste geleistet, habe es aber noch nicht an den R27- Hauptständerfedern benutzt.

Gruß Rütz
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

tab_59

Hallo zusammen,

besten Dank für die Tips. Bei eingeklappten Ständer habe ich noch nie versucht die Dinger einzuhängen. Für knifflige Montagen an der Unterseite meiner R27 habe ich zuweilen die hintere Steckachse durch eine lange, stabile Stange ersetzt. Dann Links und Rechts einen höhenverstellbaren Dreibeinbock unter die Stange und mit auf die Hebebühne. Jetzt nur noch die Maschine vorne mit einem Seil zur Werkstattdecke sichern und schon steht dass ganze recht fest und man kann in vernünftiger Körperhaltung werkeln.  Werde allerdings erst in 14 Tagen wieder dazu kommen mich der Unterseite zu widmen.

Schöö bis dahin Martin

guest76

Es gibt noch eine andere Möglichkeit, die Federn rein zu bekommen, man braucht aber auch einen zweiten Mann, der die Maschine hält:

Ich hab die beiden Schrauben für die Hauptständer-Lagerung (plus Fußrastenbefestigung) erstmal herausgenommen, dann die Federn gemütlich eingehängt, und anschließend den Hauptständer wieder so weit nach vorn gedrückt (mit dem Fuß, da hat man mehr Kraft), bis die Schrauben wieder reingingen - erst links, dann rechts.

Das geht schwer und ist auch eine Fummelei (weil die Distanzbuchsen an der Ständerlagerung garantiert rausgedrückt werden), aber es geht.

Gruß

Hans



tab_59

Hallo zusammen,

hatte endlich wieder Zeit mich meinem Problem zu widmen und endlich flutscht das Ding so wie es soll. Die Lösung lag wie so oft in einer Kombination von verschiedenen Maßnahmen. Die zu schmalen Buchsen sind sicherlich von einem Vorbesitzer installiert worden da er das Herunterklappen des Ständers nicht anders beseitigen konnte. Nach dem Ändern klappte er Ständer leichtgängig vor und zurück, nur leider blieb er natürlich nicht in der oberen Position. Also habe ich den Ständer gegen einen originalen Ständer einer R26 den ich leihweise bekommen konnte bekommen getauscht und siehe da, dieser Ständer verhielt sich wie ein Ständer sich verhalten soll. Bei näherem Vergleichen stellte ich fest, dass bei meiner Krücke die Buchsenaufnahme ca. 7mm von der Lage des originalen Ständers abwich (Ständer hierzu parallel auf eine ebene Platte legen und Höhe der Buchsenaugen messen). Auch die Anhängepunkte der Ständerfedern fluchteten irgendwie anders als bei dem originalen Ständer. Fluchtet man durch beide Ständeraugen so lagen bei mir die Anlängepunkte der Federn in etwa mittig zu den Augen, bei dem originalen liegt der Punkt ca. auf dem äußeren Rand des Auges. Diese erklärt auch warum ein Versetzten dieser Punkte teilweise zum Erfolg führt. Nachdem dieses erkannt war dauerte  es nur noch ein bisschen Flexen und Schweißen (zur Verstärkung des Ständers) und meine (ehemalige) Krücke funktioniert wie noch nie. ;D An dieser Stelle einen besonderen Dank für den Tipp mit den Federneinhängen bei eingeklappten Ständer. Ohne diesen Tipp wäre ich sicherlich verzweifelt, aber jetzt hängen die Federn in unter 3 Minuten. Alle mit ähnlichen Problemen sei geraten sich ein Muster zu besorgen und dann frisch ans Werk (ohne hätte ich es nicht geschafft).

Allen zusammen noch einmal vielen Dank :furz: :applaus: und schöö, Martin

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