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(Entnommen aus einer anderen Homepage) Wie alle Oldieschrauber
stand ich bei meiner ersten Restaurierung vor dem Problem, auf Tank und
Schutzbleche saubere Linierungen aufzubringen. Schlepplinierungen von
einem Profi machen zu lassen ist teuer und dauern manchmal Wochen, denn
nur sehr wenige Leute beherrschen diese Methode noch.
Mit etwas Geschick und viel Geduld kann man die Linierungen in guter Qualität
auch selbst herstellen.
Bei meiner Arbeit in der Luftfahrtindustrie (elektrische Enteisungsanlagen)
lernte ich das richtige Verfahren kennen: Dort werden auf Laminate aus
GFK die Heizflaechen, d. h., Widerstands- und Leiterbahnen, von Hand abgeklebt
und mittels Flammspritzen aufgebracht. Das Prinzip läßt sich auf das Linieren
übertragen. Hier die Anleitung für das Herstellen der Zierlinien.
Material: - die frisch lackierten aber grifftrockenen Motorradteile,
- Lackspray in der Farbe der Linien, - PVC-Isolierband, mehrere,
nicht zu breite oder zu große Rollen, - Schleifpapier, 600er Körnung,
- Tesakrepp, - ein sehr, sehr scharfes, nicht zu dünnes Messer
mit breitem Schliff, also kein Kappmesser, - den Nahtroller aus
der Kiste mit dem Tapezierwerkzeug. Anstelle der fertig lackierten Motorradteile
kann man auch vorsichtig matt geschliffene nehmen und sie nach dem Linieren
mit Klarlack überziehen. Vorbereitungen: Zunächst müssen aus den Isolierbandrollen
die Linierungen und deren Zwischenräume in den erforderlichen Breiten
geschnitten werden. Gleichmäßige Breiten der Bänder erreicht man, in dem
man auf eine plane Unterlage der jeweiligen Liniendicke entsprechend dicke
Zwischenstücke und darauf dann das Messer legt und festhält. Die Isolierbandrolle
wird dann daran entlang geführt. Im Prinzip entspricht das einer Aufschnittmaschine,
bei der das Messer fest steht und die Wurst sich dreht. 5 - 6 Schichten
des Isolierbands können so gleichzeitig geschnitten werden, ohne daß nennenswerte
Maßabweichungen entstehen. (Tip: mit einer Profi-Aufschnittmaschine lassen
die gewünschten Breiten aus tiefgefrorenen Isolierbandrollen besonders
gut herstellen.) Die zu linierenden Bereiche des Tanks mit Spiritus entfetten.
Die Linierung aufkleben. Bei mehreren parallelen Linien beginnt man mit
der breitesten Linie. Dabei darf das Band nicht gedehnt werden, weil es
sich sonst nach dem Aufkleben verzieht. Die unmittelbar angrenzenden Bereiche
werden auf die gleiche Weise mit schmalem Isolierband "auf Stoß"
abgeklebt. Dabei keine Zwischenräume lassen und auch hier das Band nicht
dehnen. Um gute Kurven kleben zu können, sollte das Band hierfür nicht
breiter als 6-8 mm sein, für enge Bögen auch noch schmaler. Den Rest des
Tanks abkleben und die Nähte abrollern. Die zuerst aufgeklebten Bänder,
also dort wo letztendlich liniert wird, wieder abziehen. Die so freigelegten
Lackflächen mit dem Schleifpapier ganz vorsichtig aufrauhen, den Schleifstaub
abwischen. Mit dem Lackspray in dünnen Schichten die Linierung auftragen.
Nach bereits 5 bis 10 Minuten die angrenzenden Abklebungen langsam und
vorsichtig entfernen, es entstehen so keine Kanten an den Übergängen.
Die Klebebänder senkrecht abziehen.
(TEIL 2; entnommen einer anderen Homepage)
Die Linierung - Teil 2, Beschreibungen professionellerer Methoden Lieber
Reinhard, bin heute eigentlich eher durch Zufall auf deine Homepage gestoßen
und habe den Artikel "Motorradteile linieren" gelesen. Hier
meine Erfahrung: Das Isolierband ist zwar sehr weich, läßt sich gut schneiden,
aber ist in Kurven nicht verzugfest, da Weich-PVC. Besser: Im Lackiererbedarf
gibt es Rollen mit Abdeckbändern zu kaufen, die nicht so weich sind und
auch nur eine Breite von 2-3 mm gaben. Mit den schmalen, dünnen Abdeckbändern
lassen sich auch kleine Radien abkleben. Statt Sprühdosenlack empfehle
ich den Acryllack mit einem Pinsel aufzutragen, danach die Abdeckbänder
zu entfernen, den Lack 24 Std. trocknen zu lassen und mit feinem Schleifpapier
leicht zu überschleifen. Das ganze wird dann mit Klarlack überlackiert,
wonach keine fühlbaren Stufen mehr vorhanden sind. Ich habe auch schon
mit dem Liniergerät von Beugeler gearbeitet und damit ganz gute Resultate
erzielt. Das Liniergerät ist besonders für Kotflügel, oder Teile mit gut
abtastbaren Konturen geeignet. Einziges Problem: Die in der Konsistenz
richtige Linierfarbe, einen Spezial-Kunstharzlack zu bekommen (gibts nur
in England und USA) Ein für mich immer noch nicht perfekt gelöstes Problem
ist die Anfertigung einer Linierschablone für Tanks, da man dort ja auf
einer dreidimensionalen Ebene arbeitet. Die Schwierigkeit besteht darin,
dass keine Führungskontur für ein Liniergerät vorhanden ist, Magnetlineale
in den engen Radien nicht haften und die Linienform der rechten
Tankhälfte nicht mit der Form der linken Hälfte identisch ist. Versuche
mit selbstklebenden Filzstreifen oder schmalen Gummistreifen waren nicht
überzeugend. Zur Fertigung einer Schablone habe ich am Tank 2 Bezugspunkte
markiert. Auf jede Tankhälfte habe ich einen großen Bogen Transparentpapier
(dickes Pergament) mit kleinen Streifen doppelseitigen Klebebands aufgeklebt,
die Bezugspunkte übertragen, das Papier grob zurechtgeschnitten und in
allen abfallenden Rundungen mehrfach eingeschnitten. So läßt sich das
Papier den Rundungen anpassen und man kann von den alten Linien die Form
auf die Schablone übertragen. Die formflexible Schablone kann dann bei
Übertragung der gleichen Bezugspunkte (umgedreht) auch für die 2. Tankhälfte
verwendet werden. Und: Genanntes Abdeckband von der Fa. 3M gibt's ab 2
mm bis zu 9 mm Breite (das material ist lindgrün) im Fachhandel für Autolackierer.
Der Umgang mit dem Liniergerät ist mit ruhiger Hand und zügiger Arbeitsweise
nicht so schwierig, wie man denkt (besonders auf zweidimensionalen Flächen)
und üben kann man ja sehr gut auf glänzend schwarzem Chromolux Karton.
(von Gerold Schubert)
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